Certosa Di Pavia ist ein Zisterzienserkloster und ein der seligen Jungfrau Maria, der Mutter der Gnaden, gewidmetes Heiligtum. Der Bau begann unter Gian Galeazzo Visconti am 27. August 1396. Kirche, Kreuzgang und das Museo della Certosa di Pavia geben dem Ort einen Schwerpunkt auf Architektur und Kunst. Auch die Anreise lässt sich konkret planen: Zwischen Bahnhof und Haupteingang verläuft eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer; Busverbindungen führen von Pavia und Mailand zur Certosa.
Kirche und Chiostro Grande
Die Kirche hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes mit drei Schiffen, einer Apsis und einem Querhaus. In ihr befindet sich das Werk „Padre Eterno“ von Perugino, das einzige in der Certosa erhaltene Panel aus seinem Polyptychon. Damit stehen der architektonische Aufbau und ein bestimmtes Kunstwerk als unterschiedliche Aspekte des Kirchenbesuchs nebeneinander.
Der Chiostro Grande ist etwa 125 Meter lang und 100 Meter breit. Seine Terrakottaornamente wurden 1478 von Rinaldo de Stauris gemeinsam mit Cristoforo und Antonio Mantegazza ausgeführt. An den Kreuzgang grenzen heute 24 Mönchszellen oder Häuschen; jedes besteht aus drei Räumen und einem Garten. Die Maße geben einen Eindruck von der Größe des Kreuzgangs, während die Ornamente ein konkretes künstlerisches Detail markieren.
Das Museo della Certosa di Pavia
Das Museum befindet sich im Palazzo Ducale, der ehemaligen Sommerresidenz der Visconti-Sforza. Seine Sammlungen verteilen sich über mehrere Bereiche: Die ebenerdige Gipsoteca enthält Gipsabgüsse der Reliefs an der Kirchenfassade sowie weiterer Werke, die das Monument schmückten. Im ersten Stock befinden sich eine Pinakothek, eine Skulpturensammlung und ein Fresko-Studiolo aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Wer den Besuch plant, kann so die Sammlungen im Palazzo Ducale von den architektonischen und künstlerischen Details der Kirche und des Kreuzgangs unterscheiden.
Zur historischen Landschaft gehört auch der Parco Nuovo: Um 1390 wurde er von Gian Galeazzo Visconti bis zu den Mauern der Certosa erweitert. Diese Angabe ergänzt die Baugeschichte des Klosters um einen Blick auf die frühere Beziehung zur umgebenden Landschaft.
Wege für Fußgänger und Radfahrer
Die 18 Kilometer lange Greenway ist eine Fuß- und Radroute, die Certosa Di Pavia mit dem Fluss Ticino verbindet und hauptsächlich dem Verlauf der Roggia Vernavola folgt. Eine andere Routenangabe ist die Radtour „Da Milano a Pavia“: Sie verläuft entlang der Alzaia am Naviglio Pavese und führt zur Certosa. Die beiden Routen lassen sich anhand ihrer beschriebenen Orientierung unterscheiden: Bei der Greenway ist der Ticino der Bezugspunkt, bei der Radtour der Naviglio Pavese.
Zwischen Bahnhof und Certosa verläuft außerdem eine ländliche Verbindung für Radfahrer und Fußgänger. Sie führt teilweise über asphaltierte Straße und teilweise über unbefestigten Weg, umgeht die Monumentmauern und leitet direkt zum Haupteingang. Der Wechsel der Oberflächen ist ein praktischer Unterschied zur Busanreise; prüfen Sie den Zustand der Strecke vor der Abfahrt. Auch für die Radtour entlang des Naviglio Pavese empfiehlt es sich, die örtlichen Radbedingungen vorher zu prüfen.
Busverbindungen führen von Pavia und Mailand zur Certosa di Pavia. Die Haltestelle liegt an der SP 35 bei der Kirche San Michele. Von dort sind es über die Viale Certosa etwa 15 Minuten zu Fuß bis zum Monument; prüfen Sie die Verbindung vor Ihrer Abfahrt. So können Sie die Anreisevarianten nach ihren konkreten Merkmalen abwägen: Bus mit anschließendem Fußweg oder eine Verbindung ab Bahnhof, bei der asphaltierte und unbefestigte Abschnitte wechseln.
Besuchszeiten
Der Besuchsplan für 2026 sieht für das Complesso Monumentale e Museo della Certosa di Pavia ab dem 29. März Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr, vor. Der letzte Einlass ist um 17:30 Uhr; montags ist geschlossen. Prüfen Sie vor dem Besuch die Zeiten, falls spätere saisonale Änderungen gelten.
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