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Novate Mezzola verbindet den Lago di Mezzola mit dem Zugang zum straßenlosen Val Codera und einer Geschichte der Granitverarbeitung. Für einen Aufenthalt bieten sich damit verschiedene Schwerpunkte an: die Uferlandschaft und Aktivitäten auf dem Wasser, Wanderwege oder Museen und Kirchen. Der Ort ist über die SS 36 mit dem Auto sowie mit dem Zug und den STPS-Bussen erreichbar.

See, Radweg und Wasseraktivitäten

Der Lago di Mezzola erstreckt sich zwischen Verceia und Novate Mezzola. Wälder, Felswände und Berge umgeben das Wasser und prägen die Landschaft am See. Auf dem Lago di Mezzola sind Kajakfahren, Kanufahren, Stand-up-Paddling, Rudern und Bootsausflüge möglich. Am nördlichen Ende des Sees liegt das romanische Tempietto di San Fedelino; von Novate Mezzola aus ist es per Boot erreichbar.

Auch eine Radroute führt zum See: Ein Radweg verläuft am Fluss entlang durch Mese, Gordona und Samolaco und erreicht nach insgesamt 17 Kilometern den Lago di Mezzola bei Novate Mezzola. Entlang der Ufer-Radroute können in der Nähe des Damms Feldhasen und Eisvögel beobachtet werden. Wer die Gegend auf zwei Rädern erkundet, findet so neben der Landschaft auch einen konkreten Anlass, am Damm auf die Tierwelt zu achten.

Wandern im Val Codera

Das Val Codera hat keinen Straßenanschluss. Fußwege verbinden dort alte ländliche Siedlungen und Almen. Die Wanderung ins Tal kann am Bahnhof von Novate Mezzola beginnen oder in Mezzoalpiano, wo Parkplätze vorhanden sind. Für die Startplanung ist das eine hilfreiche Unterscheidung: Am Bahnhof lässt sich die Wanderung beginnen, während in Mezzoalpiano Parkplätze zur Verfügung stehen.

San Giorgio di Cola ist ein Bergweiler auf einer Wiesenfläche hinter einem Granitsporn, am Eingang zum Val Codera. Der Weiler ist nur über einen steilen Saumpfad von Novate Mezzola oder über den Tracciolino-Weg erreichbar. Da sich die Wegbedingungen saisonal ändern können, sollten Sie sie vor der Tour prüfen. So bleibt die besondere Zugangssituation des Bergweilers bei der Planung im Blick, statt sie mit den anderen Ausflugsmöglichkeiten rund um See und Tal gleichzusetzen.

Granitgeschichte, Museen und Kirchen

Novate Mezzolas Granitgeschichte lässt sich im kleinen Museo Picapreda auf der Piazza Europa näher kennenlernen. Das Museum bewahrt die Geschichte der Granitverarbeitung des Ortes. Über Generationen bauten lokale Steinmetze hier Sanfedelino-Granit ab und verarbeiteten ihn. Damit steht neben den Landschaftserlebnissen ein lokales Handwerk im Mittelpunkt, das eng mit dem Namen des Ortes verbunden ist.

Eine breitere Sammlung zur Geschichte und Lebensweise im Tal bietet das Museo Storico Etnografico Naturalistico della Val Codera. Es wurde 1982 gegründet, von der Regione Lombardia anerkannt und als Ecomuseum mit Abteilungen in Codera und San Giorgio organisiert. Die Abteilung in San Giorgio ist in einem ehemaligen Stall und Heuschober untergebracht. Zur Sammlung gehören Werkzeuge der Steinmetze in der Abteilung zur Gewinnung und Verarbeitung von Granit sowie Werkzeuge von Bauern, Schmieden und Schuhmachern. Außerdem zeigt das Museum Kücheneinrichtungen und -geräte, handbestickte Kleidung und Haushaltswäsche. Die Gegenstände machen unterschiedliche Arbeits- und Alltagsbereiche sichtbar, vom Steinhandwerk bis zum Haushalt.

Auch die Kirchen geben Anlass, die Geschichte der Gegend aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. An der Chiesa della Santissima Trinità di Novate Mezzola arbeiteten zwischen 1685 und 1715 Künstler und Handwerker, die von Bischof Francesco Giani finanziert wurden. In San Giorgio di Cola weist die Kirche andere Merkmale auf: Ihre halbkreisförmige Apsis und die außenliegenden Lisenen sind romanisch geprägt. Zusammen mit dem Tempietto di San Fedelino reicht das Spektrum damit von Kirchenkunst und Bauformen bis zur Geschichte der Granitverarbeitung.

Weitere Reiseziele entdecken: Albosaggia, Cedrasco, Tovo Di Sant’agata, San Cassiano, Poggiridenti, Oga, Tartano, Montespluga.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sondrio.

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