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Von Pedesina aus ist die gesamte Gruppe Badile-Disgrazia zu sehen. Die Häuser liegen an den steilen Hängen des Tals, eingebettet in leuchtend grüne Wälder. Alte Wege, alpine Weidelandschaften und Zeugnisse früherer Handwerkskunst geben dem Ort unterschiedliche Facetten.

Landschaft und historische Wege

Der antike Weg Via del Bitto verläuft knapp unterhalb von Pedesina. Ein einzigartiger Abschnitt weist Stufen auf, die in den blanken Fels gehauen sind. Damit gehört die Beschaffenheit des Weges zu seinen markanten Merkmalen.

Das historische Ausflugsitinerar der Linea Cadorna beginnt auf der Gemeindestraße von Pedesina in Richtung Masoncelli auf 1.125 Metern Höhe und endet am Monte Rotondo auf 2.496 Metern. Prüfen Sie vor einer Tour den aktuellen Wegzustand und die Beschilderung.

Die Verteidigungsanlagen der Linea Cadorna im Gebiet des Val di Pai liegen an der Bocchetta di Stavello auf 2.202 bis 2.290 Metern sowie am Monte Rotondo auf 2.496 Metern. Die Höhenangaben machen die Lage dieser historischen Anlagen greifbar.

Eine Route zum Monte Rotondo nutzt einen alten Saumpfad, der Masoncelli einst direkt mit der Alpe Combana verband. Dieser Pfad ist überwachsen und wenig begangen. Für die Planung ist das ein wichtiger Unterschied zur Orientierung über die benannten Ausgangs- und Endpunkte der Linea Cadorna.

Im oberen Val di Pai gibt es alpine Weidelandschaften mit ausgeprägtem Bergcharakter. Der Weg zwischen der Alpe Combana und der Alpe Stavello führt durch eine Berglandschaft, die als Lebensraum für wild lebende Tiere gilt; eine Sichtung ist nicht garantiert. Die Linea-Cadorna-Route führt an der Casera di Combana vorbei. In deren Nähe steht eine monumentale, jahrhundertealte Lärche. Bei Val Mala gilt die Natur am Torrente Bitto als noch intakt und mitunter wild.

Alpine Baukultur und Handwerk

Pedesina bewahrt ländliche alpine Architektur: Dazu zählen Steinhäuser aus dem 18. Jahrhundert, Berghütten aus Holz, Heuschober sowie Nebengebäude in Blockbauweise oder aus unverputztem Stein. Die Bauformen geben der Geschichte des Ortes einen konkreten Ausdruck.

Die heutige Kirche Santa Croce e Sant'Antonio scheint aus dem 16. Jahrhundert zu stammen. Die Kirche Sant'Antonio in Pedesina verfügte im 15. Jahrhundert über eine eigene Pfründe und einen eigenen Kuraten. Ein Abendmahlsbild aus dem Jahr 1649 des örtlichen Malers Antonio Tarabini befindet sich ebenfalls in Pedesina.

Auch die Textilgeschichte gehört zum kulturellen Erbe. Pedesina und Rasura waren in der Vergangenheit in der gesamten Provinz für das Weben des typischen Teppichs Pezzotto auf Webstühlen bekannt. Vor Ort verarbeiteten die Menschen Hanf und Flachs zu hochwertigen Textilien und handgefertigten Erzeugnissen. Diese handwerkliche Tätigkeit ist erloschen; der Pezzotto verweist auf eine frühere Tradition und nicht auf ein heute fortgeführtes Gewerbe.

Anreise planen

Vom Bahnhof Morbegno können Reisende mit einem STPS-Bus nach Gerola weiterfahren. Die Endhaltestelle befindet sich unmittelbar rechts nach dem Verlassen des Bahnhofs. Wenn Sie diese Verbindung nutzen möchten, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Abfahrten.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sondrio.

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