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Rasura verbindet die Höhenlandschaft der Alpe Culino mit Wegen und Kulturorten, die verschiedene Seiten der Val Gerola zeigen. Für die Planung stehen unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: alpine Weiden und Höhenziele, eine markierte Route durch mehrere Ortschaften oder die Geschichte des Orts. Bei den Museen ist zudem die tatsächliche Zugänglichkeit zu beachten.

Berglandschaft und Alpe Culino

Die staatliche Waldfläche Foresta Demaniale dell’Alpe Culino umfasst 311 Hektar. Sie liegt in der Gemeinde Rasura und erstreckt sich vom Monte Rosetta auf 2.357 Metern Höhe abwärts. Die Alpe Culino vereint alpine Wiesen mittlerer und großer Höhenlagen mit Waldflächen. Von dort bieten sich Ausblicke auf den Talboden von Morbegno, die Costiera dei Cech und die Berggruppe des Val-Masino-Tals.

Auch die Herstellung von Bitto DOP gehört zum Charakter der Alpe Culino: Sie zählt zu den bedeutendsten ERSAF-Almen für diesen Käse. Am Bar Bianco wurden 2024 Bitto DOP, Ricotta und Ziegenkäse direkt verkauft. So treffen in diesem Berggebiet Landschaft und lokale Käsetradition aufeinander, ohne dass die Alpe allein auf ihre Aussichtspunkte reduziert wird.

Ein Wanderweg im Bereich der Alpe Culino beginnt am Bar Bianco auf 1.506 Metern. Als Ziele kommen die Baita dei Vèn auf 1.801 Metern, der Lago Culino auf 1.959 Metern oder die Cima della Rosetta auf 2.142 Metern infrage. Die drei Höhenangaben bieten eine konkrete Orientierung bei der Wahl des Ziels: Sie staffeln sich vom niedrigsten genannten Punkt, der Baita dei Vèn, bis zur Cima della Rosetta.

Wege und Anfahrt

Die Zufahrt zur Alpe Culino führt von Morbegno durch die Val Gerola bis nach Rasura und anschließend weiter. Die Strecke ist etwa 6 Kilometer lang; die letzten 2 Kilometer verlaufen auf einer unbefestigten Straße. Berücksichtigen Sie diesen Abschnitt bei Ihrer Anfahrtsplanung.

Eine andere Möglichkeit, die Gegend zu Fuß zu erschließen, ist die antike Straße der Valgerola. Sie ist weiterhin markiert, kann in etwa zwei Stunden begangen werden und führt durch Campione, Sacco und Rasura. Während beim Weg im Bereich der Alpe Culino mehrere Höhenziele im Mittelpunkt stehen, verbindet die antike Straße eine ungefähre Gehzeit mit der Abfolge dieser Orte. Das sind unterschiedliche Orientierungspunkte für die Planung eines Tages in der Umgebung.

Kirche, Handwerk und Museen

Die Pfarrkirche von Rasura ist dem heiligen Jakobus dem Älteren geweiht. Sie wurde 1634 auf den Überresten einer älteren Kirche aus dem 14. Jahrhundert errichtet. Damit sind zwei Bauphasen benannt: die Kirche aus dem 14. Jahrhundert und der Bau von 1634. Die Trekkingroute „Dal Pizzo dei Tre Signori alla Valtellina“ verläuft unterhalb der Pfarrkirche. Nach einem kurzen Abstieg ist rechts der Mulino del Dosso zu sehen, der heute als Museo Etnografico Vanseraf bezeichnet wird.

Das Museo Vanseraf wurde 1836 von Giacomo Pezzini aus Rasura erbaut. Für einen geplanten Museumsbesuch ist die Zugänglichkeit entscheidend: Die Museen der Val Gerola sind im Sommer geöffnet, doch das Museo etnografico in Rasura und das Museo della montagna im Polifunzionale di Rasura sind nicht zugänglich. Prüfen Sie vor Ihrer Reise, ob sich die Besuchssituation geändert hat.

Rasura zählt außerdem zu den traditionellen Zentren der Herstellung von Valtellina-Pezzotti. Diese Handwerkstradition ergänzt die Geschichte der Pfarrkirche und des Mulino del Dosso um eine weitere kulturelle Facette des Orts. Wer den Aufenthalt plant, kann damit zwischen Berglandschaft, Ortsgeschichte und einer regionalen Herstellungstradition unterschiedliche Schwerpunkte setzen, ohne sie zu einem einzigen Ausflug zusammenfassen zu müssen.

Weitere Reiseziele entdecken: Forcola, Villa di Tirano, Campodolcino, Buglio In Monte, Valdisotto, San Cassiano, Valfurva, Verceia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sondrio.

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