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Arcumeggia verbindet einen mittelalterlich geprägten Ortskern mit einer Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum: Das bemalte Dorfprojekt begann 1956, und die Fresken liegen auf den Außenwänden der Häuser. Beim Rundgang durch alte Gassen und über historisches Kopfsteinpflaster begegnen Ihnen Motive aus dem Dorfleben ebenso wie Natur und Mythologie. Für die Planung lassen sich der Dorfrundgang, weitere Kunstorte und eine Wander- oder Radtour als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.

Wandbilder als Teil des Dorfs

Arcumeggia war Italiens erste Galerie für Fresken unter freiem Himmel. Das bemalte Dorfprojekt setzte 1956 ein, als zeitgenössische italienische Künstler die Außenwände der ländlichen Häuser bemalten. Die Bilder greifen Auswanderung, ländliches Leben, Traditionen, Sport, Natur und Mythologie auf. Diese Bandbreite verbindet konkrete Dorf- und Alltagsthemen mit Motiven, die über den lokalen Alltag hinausweisen; gemeinsam machen sie die Fassaden zum prägenden Kunstbestandteil des Orts.

Der Besucherrundgang verläuft durch die alten Gassen und über historisches Kopfsteinpflaster. Steinhäuser und Innenhöfe bewahren den mittelalterlichen Charakter des Ortskerns. So lässt sich die Kunst zusammen mit der gebauten Umgebung wahrnehmen: Gepflasterte Gassen, Innenhöfe und bemalte Fassaden gehören gleichermaßen zum Ortsbild.

Weitere Kunstorte in Arcumeggia

Am Rand von Arcumeggia beherbergt die Kirche einen Kreuzweg, den zeitgenössische Künstler schufen, die im Dorf tätig waren. Er ergänzt die Wandbilder um ein weiteres Werk dieser Künstlergruppe.

Die Casa del Pittore beherbergt zahlreiche Kunstwerke, Entwürfe und Keramiken von Künstlern, die mit Arcumeggia verbunden sind. Zur Casa gehört auch eine Panoramaterrasse mit Blick auf das Valcuvia-Tal und den Lago Maggiore. Eine 2023 veröffentlichte Besucherinformation beschreibt das Haus außerdem als Schauplatz von Ausstellungen und Führungen. Wenn Sie einen Termin einplanen, fragen Sie vorab nach dem aktuellen Angebot.

Entlang der Via degli Allievi sind Werke von Teilnehmenden an den Sommerkursen für Freskomalerei ausgestellt. In einem kleinen Ausstellungsraum dort befinden sich außerdem Gipsplastiken von Giuseppe Cerini und Giovanni Vidini. Die Sangalleria in der Via Malcotti ist ein bekannter Ausstellungsort. Arcumeggia ist zudem Geburtsort des Bildhauers Giuseppe Vittorio Cerini; eine kleine Gipsothek in seinem Haus bewahrt Werke des Bildhauers.

Ein virtueller Rundgang ermöglicht es, Arcumeggia auch online von zu Hause aus zu erkunden. Er bietet eine weitere Möglichkeit, sich mit dem Ort und seinen Kunstwerken zu beschäftigen, wenn Sie Ihre Reise vorbereiten.

Wanderung und Radtour unterscheiden

Wer den kulturellen Rundgang um Bewegung ergänzen möchte, kann die dokumentierte Rundwanderung betrachten: Sie beginnt in Arcumeggia und führt über den Sentiero degli Innamorati zur Croce di Duno. Im weiteren Verlauf geht sie nach dem Abschnitt bei San Martino in Culmine über die Militärstraße der Linea Cadorna in Richtung Monte Colonna. Die benannten Stationen geben der Wanderung einen anderen Schwerpunkt als dem Rundgang durch Gassen und Kunstorte.

Eine schwierige Mountainbike-Tour Casalzuigno–Arcumeggia–San Martino ist 22,6 Kilometer lang und dauert etwa viereinhalb Stunden. Distanz, Einstufung und ungefähre Dauer bieten konkrete Größen für die Planung dieser Radtour; sie ist eine andere Art von Ausflug als der Besucherrundgang durch das Dorf.

Bei der Route Da Zuigno alla Linea Cadorna wird ein Mountainbike empfohlen. Ein Rennrad eignet sich nur, wenn Sie sich auf den Anstieg nach San Michele beschränken. Die Routenangaben setzen damit unterschiedliche Planungsmaßstäbe: Bei der einen stehen Schwierigkeit und Dauer im Vordergrund, bei der anderen der passende Fahrradtyp und die begrenzte Rennrad-Variante.

Weitere Reiseziele entdecken: Campagnano, Capolago, Cardano Al Campo, Musignano, Viggiù, Ceriano, Gerenzano, Cadrezzate.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Varese.

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