Zum Inhalt

Rancio Valcuvia verbindet ein historisches Ortsbild mit dem Bach Rancina, Brücken und einem kleinen Wasserfall. Für die Wahl des Reiseziels lassen sich die Schwerpunkte unterscheiden: Sie können sich an Architektur und Ortsgeschichte orientieren oder konkrete Wasser- und Wanderziele in den Mittelpunkt stellen.

Centro storico und Ortsbild

Das Centro storico umfasst die bewohnten Ortsteile Rancio und Cantevria. Zum historischen Zentrum gehören enge Gassen, romanische Brücken, alte Portale aus behauenem Stein und mehrere Votivfresken. So reicht das Ortsbild von der Struktur der Gassen bis zu einzelnen baulichen und künstlerischen Details.

Der Bach Rancina durchquert das historische Zentrum. In Rancio Valcuvia verbinden fünf Brücken die beiden Ufer des Bachs, darunter eine romanische. Wasserlauf und Brücken bieten neben den Gassen weitere konkrete Bezugspunkte für den Blick auf den Ort.

Baukunst und Ortsgeschichte

Das ehemalige Kloster der Humiliaten (Ex-Convento degli Umiliati) in der Via Mazzini stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Chiesa dei Santi Fabiano e Sebastiano hat einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes, Seitenkapellen und eine halbrunde Apsis. Die Kreuzform bezeichnet die Gesamtanlage; Seitenkapellen und Apsis ergänzen die architektonischen Merkmale der Kirche.

Das Fresko Madonna del Latte in der Via San Pietro in Cantevria wurde wahrscheinlich zu Beginn des 15. Jahrhunderts gemalt. Das Kloster, die Kirche und das Fresko setzen unterschiedliche zeitliche und architektonische Bezugspunkte für eine kulturhistorische Erkundung.

Ein weiterer Teil der Ortsgeschichte ist der Keller des Rathauses von Rancio Valcuvia. Er ist ein Luogo della Memoria und erinnert an die Ereignisse im Ort im November 1943. Während der Ereignisse von 1943 diente der Keller als Verhör- und Folterraum. Damit umfasst die historische Perspektive neben älteren Bau- und Kunstmotiven auch einen Erinnerungsort zur Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Wasserfälle und Wege

Die Cascata del Ronco ist ein kleiner Wasserfall in Rancio Valcuvia innerhalb des Parco del Campo dei Fiori. Sie besteht aus zwei kleinen Kaskaden; die erste tritt aus einer Höhle hervor. Damit steht neben der Rancina im historischen Zentrum ein weiteres, anders geprägtes Wassermotiv im Ort.

Als Ausgangspunkt zur Cascata del Ronco dient der Parkplatz nahe dem Unternehmen A-27. Folgen Sie von dort den Wegweisern zum Sentiero 319; nach 100 Metern erreichen Sie die Abzweigung zum Wasserfall.

Der Sentiero 19/319 beginnt in der Nähe des mittelalterlichen Zentrums von Rancio, an der vom Parco Campo dei Fiori ausgestatteten Picknickfläche an der Kreuzung der Strada Provinciale Nr. 62 und der Via Valganna. Der Sentiero 18/318 beginnt ebenfalls in Rancio Valcuvia und führt zur Torbiera del Paù Majur (Palude Maggiore), einem der Naturreservate des Parco Campo dei Fiori. So unterscheiden sich die benannten Orientierungspunkte: Beim 19/319 ist der Start nahe dem mittelalterlichen Zentrum verortet, beim 18/318 das Naturreservat als Ziel.

Der Sass Merèe erweitert die Wegethemen um eine historische Perspektive. Er ist ein alter gepflasterter Weg, den die Gemeinde Rancio Valcuvia instand gesetzt hat. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war er die einzige Verkehrsverbindung in das obere Tal.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Weitere Reiseziele entdecken: Casorate Sempione, Olgiate Olona, Grantola, Samarate, Ghirla, Azzate, Bodio Lomnago, Castelveccana.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Varese.