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Fabriano ist international für sein traditionelles Kunsthandwerk anerkannt und wurde 2013 zur UNESCO-Kreativstadt ernannt. Besonders prägend ist die jahrhundertealte Papiertradition: Im Museo della Carta e della Filigrana begegnen Sie ihr als Handwerk, Technik und Teil der Stadtgeschichte. Ergänzend führen Kunstwerke, archäologische Funde und Naturwege zu anderen Facetten des Ortes und seiner Umgebung.

Papierherstellung im Museum erleben

Das Museo della Carta e della Filigrana ist in einem ehemaligen Dominikanerkloster untergebracht und vermittelt sieben Jahrhunderte lokaler Papierherstellungstradition. Seine Abteilungen behandeln die handwerkliche Herstellung und Verwendung von Papier, Wasserzeichen und die Techniken ihrer Fertigung. Auch die historische Entwicklung des Papiers, die Entwicklung dieser Kunst in Fabriano, die Verarbeitung und die damit verbundene Technologie gehören zu den Ausstellungsthemen. So lässt sich Papier aus mehreren Blickwinkeln betrachten: als Material, als Ergebnis eines Handwerks und als Gegenstand technischer Entwicklung.

Wer nicht nur Ausstellungsinhalte kennenlernen, sondern selbst Papier herstellen möchte, kann im didaktischen Workshop gemeinsam mit den Mastri Cartai ein eigenes Blatt fertigen. Die Verfügbarkeit dieses Angebots sollte bei der Planung geprüft werden. Über das Online-Buchungssystem des Museums wählen Besucher die Art des Besuchs, die Teilnehmerzahl, die Sprache der Führung und den Besuchstag aus. Diese Auswahlmöglichkeiten sind besonders relevant, wenn der Workshop oder eine Führung ein fester Teil des Besuchs sein soll.

Kunst und historische Orte

Das Oratorio della Carità verbindet eine konkrete Baugeschichte mit einem umfangreichen Bildzyklus. Der Bau begann 1587; das Oratorium war Sitz der Confraternita della Carità. Im Inneren befinden sich vierzehn Freskenfelder von Filippo Bellini aus Urbino. Damit stehen hier sowohl die institutionelle Geschichte des Ortes als auch ein zusammengehöriger Bestand an Fresken im Mittelpunkt.

Einen anderen zeitlichen Bogen spannt die Pinacoteca Civica „Bruno Molajoli“: Sie wurde 1862 gegründet und beherbergt eine umfangreiche Kunstsammlung, deren Zeitraum vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart reicht. Wer sich für Kunst interessiert, kann diesen weiten Sammlungshorizont neben den Fresken im Oratorio betrachten. Die beiden Orte bieten dabei unterschiedliche Zugänge: hier eine Sammlung über mehrere Jahrhunderte, dort ein benannter Freskenzyklus in einem historischen Oratorium.

Archäologie und Naturwege

In der Area Archeologica di Attidium reichen die Spuren menschlicher Nutzung vom späten Neolithikum bis in die Kaiserzeit, allerdings nicht kontinuierlich. Zu den Funden gehören eine picenische Siedlung aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. und römische Bestattungsmaterialien. Die Funde verweisen damit auf unterschiedliche Abschnitte der unterbrochenen Nutzungsgeschichte.

Im Gebiet von Valleremita im Bergbecken des oberen Esino liegt ein Gebiet des Natura-2000-Netzes. Am Borgo beginnt dort ein ausgestatteter Naturlehrpfad mit erläuternden Tafeln. Für eine weitere, klar beschriebene Gehoption gibt es im Gebiet des Eremo di San Silvestro einen kurzen, aussichtsreichen Rundweg um den Monte Fano. Der kurze, aussichtsreiche Rundweg am Monte Fano setzt einen anderen Akzent als der mit Erläuterungstafeln ausgestattete Naturlehrpfad in Valleremita.

Ein jährlicher Anlass

Fabriano Carta è Cultura ist ein jährlich stattfindendes Festival, das Fabrianos jahrhundertealte Papiertradition feiert. Termine und Programm variieren. Wer den Besuch mit dem Festival verbinden möchte, sollte daher die jeweiligen Daten und das Programm vor der Reise prüfen. So unterscheiden sich die möglichen Schwerpunkte eines Aufenthalts deutlich: Papierhandwerk und Museum, Kunst und Fresken, archäologische Zeitspuren oder ein Naturweg setzen jeweils eigene Akzente.

Weitere Reiseziele entdecken: Ancona, Rustico, Monte Roberto, Serra San Quirico, Staffolo, Montecarotto, Falconara Marittima, Scapezzano.

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