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Ostra liegt auf einer Anhöhe mit Blick über das Misa-Tal und die typische Landschaft der Marken. Der Ort verbindet eine ausgeprägte mittelalterliche Stadtstruktur mit Kirchen, Theater und regionalen Traditionen. In Ostra Alta befinden sich die Rocca und gewundene, kreisförmig angelegte mittelalterliche Straßen. Ostra Bassa, auch Ebene genannt, ist anders geprägt: Ihre regelmäßigen, symmetrischen Straßen gehen auf eine zwischen 1280 und 1350 geplante Gestaltung rund um die Abtei Santa Croce zurück.

Stadtbild und Anreise

Auch die mittelalterliche Stadtmauer gehört zu den prägenden historischen Merkmalen Ostras. Sie ist etwa 1.200 Meter lang; neun Türme mit quadratischem Grundriss sind noch erhalten. Die Basilica Collegiata di Santa Croce liegt im unteren Teil der Altstadt. Zusammen bieten Stadtform, Mauer und Kirchen unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie Ihren Aufenthalt vor allem auf Stadtgeschichte und Kulturerbe ausrichten möchten.

Mit dem Auto führt die Anfahrt von der A14 über die Ausfahrt Senigallia und die SP 360 in Richtung Ostra. Prüfen Sie die Anreisehinweise vor der Fahrt. Für eine Busverbindung nach Ostra werden Busse der Autolinee Bucci ab dem Bahnhof Senigallia genannt; sehen Sie den Fahrplan vor Reisebeginn ein.

Theater, Kirchen und Kunst

Das Teatro La Vittoria ist in das Rathaus integriert; seine heutige bauliche Struktur stammt aus dem Jahr 1863. Der Zuschauerraum ist hufeisenförmig angelegt und umfasst 29 Logen. Oberhalb der Bühne sind historische Bühnenmaschinen erhalten, die noch funktionieren. Nach längeren Renovierungsarbeiten wurde das Theater am 6. Januar 1998 wiedereröffnet. Das jährliche Programm umfasst Schauspielaufführungen, Kinder- und Jugendtheater, Konzerte sowie Amateuraktivitäten. Prüfen Sie vor einem Besuch das aktuelle Programm.

Die Basilica Collegiata di Santa Croce wurde nach dem Jahr 1000 errichtet und diente zunächst als Benediktinerabtei. Am 3. November 2008 erhielt sie den Titel einer Basilica minor. Eine andere Zeitspur führt zur Chiesa del Santissimo Crocifisso, die aus dem Jahr 1333 stammt. Sie besitzt ein lebensgroßes Holzkruzifix aus dem frühen 18. Jahrhundert, ein Werk des Bildhauers Bartolomeo Silvestri da Verrucchio.

Die Chiesa di San Francesco und das dazugehörige Kloster der Minoriten gehen mindestens auf das Jahr 1279 zurück. In der Kirche werden Reliquien des heiligen Gaudentius von Rimini verehrt, vermutlich bereits seit dem 15. Jahrhundert. Ihr Inneres ist mit Fresken von Filippo Bellini und mehreren Gemälden von Ercole Ramazzani ausgestattet. Die Chiesa di San Rocco wiederum besitzt eine Orgel aus dem Jahr 1771 des aus Padua stammenden Orgelbauers Gaetano Callido. Zu ihrem Bestand gehören außerdem Gemälde von Giovanni Brandi da Poli, aus der Werkstatt von Pietro da Cortona und wahrscheinlich aus der Werkstatt von Federico Barocci.

Das Santuario della Madonna della Rosa zeigt mehrere aufeinanderfolgende Bauphasen: Das heutige Gebäude wurde zwischen 1748 und 1754 um die ursprüngliche Kapelle herum errichtet. Sein spätbarocker Grundriss hat die Form eines griechischen Kreuzes. Fassade und Glockenturm kamen zwischen 1887 und 1891 im neobarocken Stil hinzu. In einer Kapelle bewahrt das Santuario zahlreiche Votivgaben und zwei türkische Fahnen aus dem Jahr 1717. Die ursprünglich San Giuseppe geweihte Chiesa di San Filippo Neri wurde 1781 von den Oratorianern, auch Filippini genannt, wiederaufgebaut, danach San Filippo benannt und bewahrt ein Gemälde von Claudio Ridolfi.

Im ehemaligen Kloster bei der Chiesa di San Rocco kann das Refektorium weiterhin besichtigt werden. Dort sind die Tische und die Verkleidung aus Walnussholz erhalten; prüfen Sie vorab die Besuchsmöglichkeit für Ihren Termin. Der Palazzo Gabuzzi Fedeli Luzi weist eine für das 17. Jahrhundert typische Struktur, kleine Balkone und geschwungene schmiedeeiserne Gitter auf. Er beherbergt wertvolle Gemälde und eine dem heiligen Pius V. gewidmete Kapelle.

Museum und regionale Traditionen

Das Museo Città di Ostra ist derzeit vorübergehend in einem Raum im ersten Stock und entlang der Galerie des Palazzo dei Padri Conventuali aus dem 18. Jahrhundert untergebracht. Zu den bedeutendsten Gemälden des Museums gehören eine Leinwand von Andrea Sacchi (1599–1661) und ein Gemälde des französischen Malers Francesco Perrier (1587 oder 1590–1650).

Im Oktober findet in Ostra jährlich die Messe zu Ehren des Stadtpatrons San Gaudenzio statt; die Tradition ist seit 1670 belegt. Prüfen Sie die Veranstaltungstermine für das jeweilige Jahr. Zum Weinprofil Ostras gehören Verdicchio dei Castelli di Jesi und Lacrima di Morro d’Alba. Sapori di Ostra fördert lokale Sorten unter anderem mit thematischen Treffen und Verkostungen; aktuelle Termine sollten Sie vorab bestätigen. In der Gegend um Ostra wird natives Olivenöl extra größtenteils aus der für das Gebiet charakteristischen Olivensorte Raggia gewonnen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ancona.

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