Falerone verbindet einen archäologischen Bezugspunkt in Piane di Falerone mit Kulturgeschichte im historischen Zentrum. Der Parco Archeologico di Falerio Picenus liegt etwa 2 km östlich des historischen Zentrums. Das Museo Archeologico Pompilio Bonvicini di Falerone befindet sich dagegen im historischen Zentrum, im ehemaligen Kloster San Francesco. Diese beiden Ortsbezüge helfen, Park und Museum als unterschiedliche Stationen einzuordnen.
Archäologie und Aufführungen
Das römische Theater im Park wird weiterhin in der Sommersaison für Aufführungen genutzt. Wenn Sie Ihre Reise an einer Vorstellung ausrichten möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine, denn saisonale Programme können wechseln.
Funde und Sammlungen
Das Museo Archeologico Pompilio Bonvicini bewahrt archäologische Zeugnisse des falerensischen Gebiets von der picenischen Zeit bis ins Mittelalter. Ein Bereich ist in zwei Teile gegliedert: einen zu Funden aus Nekropolen und einen zu Aspekten des Alltagslebens. Zu diesem zweiten Teil gehören auch Funde aus Ausgrabungskampagnen im archäologischen Park. Die zeitliche Spannweite der Sammlung und ihre thematische Ordnung beantworten zwei verschiedene Fragen: aus welcher Epoche die Zeugnisse stammen und welche Fundgruppen zusammen betrachtet werden. Für die thematische Orientierung ist der Unterschied hilfreich: Der Park ist durch das Theater mit saisonalen Aufführungen verknüpft, das Museum durch seine Sammlung und deren Gliederung.
Kirchen, Kunst und Baugeschichte
Die Chiesa di San Fortunato ergänzt die archäologischen Themen um eine konkrete Geschichte des Ortes. Nach der Verlegung der Franziskaner innerhalb der Stadtmauern von Falerone wurde die Kirche 1352 von Chiesa di Santa Maria zu San Fortunato umbenannt; die Einwohner von Falerone nennen sie weiterhin San Francesco. In der Kirche befindet sich Vittore Crivellis Gemälde „Madonna Adorante il Bambino, e due Angeli“ aus dem Jahr 1479. San Fortunato und San Francesco verweisen also auf dieselbe Kirche, einmal über die historische Umbenennung und einmal über den fortbestehenden lokalen Namen.
Die ehemalige Chiesa di S. Sebastiano beherbergt eine kleine Pinakothek mit dem Werk „Stimmate di San Francesco e San Michele Arcangelo“ von Frà Marino Angeli aus dem 15. Jahrhundert. Die Loggette dei Mercanti sind ein zweigeschossiger Portikus aus dem 15. Jahrhundert, der einst Pilger empfing. Bei der Pinakothek liegt der Akzent auf einem benannten Gemälde, bei den Loggette auf dem Portikus und seiner früheren Pilgerfunktion. Einige Kulturzeugnisse bieten präzise Zeitmarken, andere nur eine Jahrhundertangabe: San Fortunato erhielt den Namen 1352, Crivellis Gemälde ist auf 1479 datiert, während das Werk in der Pinakothek und die Loggette ins 15. Jahrhundert gehören.
Eine saisonale Tradition
Auch Lu serpe gehört zu den kulturellen Bezügen Falerones. Das traditionelle Weihnachtsgebäck bereiten die Klarissen seit dem 17. Jahrhundert zu. Damit kommt neben archäologischen Funden und Baukunst eine saisonale kulinarische Tradition hinzu.
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