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Montevecchio liegt auf dem Gipfel eines steilen Hügels am linken Ufer des Cesano. Die Lage prägt den Ort ebenso wie seine historischen Bauzeugnisse: Mittelalterliche Spuren finden sich an Kirchen, in Gassen und an den Mauern einiger Wohnhäuser. Weinbau ergänzt diese Ortsgeschichte um eine landwirtschaftliche Seite. So verbindet Montevecchio für die Reiseplanung Hügellandschaft, Kulturgeschichte und lokale Landwirtschaft.

Hügellage und Anfahrt

Teile des Hügels fallen steil ab. Für die Anfahrt ist der Pass von Monterolo ein Bezugspunkt: Von dort sind es durch die hügelige Landschaft von Pergola etwa sieben Kilometer bis Montevecchio. Prüfen Sie den Verlauf der Straßenroute vor der Fahrt vor Ort. So lässt sich die ungefähre Strecke als eigener Teil der Anreise einplanen.

Mittelalterliche Spuren im Ortsbild

Die Kirche San Martino wurde zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert auf den heute verlorenen Mauern des Ortes errichtet. Ein Teil des Apsisumfangs ist erhalten, liegt jedoch im Gebüsch verborgen. In den Gassen sind zugemauerte Rundbögen aus Ziegeln und wiederverwendete Steine in den Mauern einiger Wohnhäuser als Spuren des 13. und 14. Jahrhunderts erhalten. Neben dem Kirchenbau gehören damit auch Gassen und Hausmauern zum architektonischen Bild Montevecchios. Der Turm des ehemaligen Rathauses ergänzt diese Zeugnisse um ein früheres öffentliches Gebäude.

San Giuseppe und die Familiengeschichte

Die Pfarrkirche San Giuseppe beherbergt die Familienkapelle der Montevecchio. Die Kapelle der Grafen von Montevecchio stammt aus dem 16. Jahrhundert; sie ist reich mit Stuck und Fresken aus dem 17. Jahrhundert geschmückt. Auch das Portal der Kirche datiert ins 17. Jahrhundert. Die Orgel in San Giuseppe zählt zu den ältesten und historisch bedeutendsten Orgeln der Marken. An Kapelle, Dekoration und Portal lassen sich somit unterschiedliche Bau- und Ausstattungszeiten unterscheiden.

Die Geschichte Montevecchios ist eng mit der Familie der Grafen von Montevecchio verbunden, die ihren Familiennamen vom Ort ableitete. Im 14. Jahrhundert erhielt Ermanno II dei Gabrielli di Gubbio die Burg von Montevecchio als Lehen. Burg und Familienkapelle gehören damit zu unterschiedlichen historischen Phasen: Die Lehensgeschichte reicht ins 14. Jahrhundert zurück, während die Kapelle aus dem 16. Jahrhundert stammt.

Eine Kopie des Grabtuchs von Turin wurde früher für die Darstellung der Kreuzigung Jesu verwendet und in San Giuseppe aufbewahrt. Diese historische Überlieferung ergänzt die baulichen Zeugnisse um einen anderen Aspekt der Ortsgeschichte.

Kirchenruine und Weinbau in der Umgebung

Etwa einen halben Kilometer östlich von Montevecchio liegt in der Valle di Fosso di Fontebuona die Ruine der Kirche Madonna dei Canapini. An einer Wand der Ruine sind Spuren eines Freskos erhalten. Sie bildet einen nahe gelegenen, räumlich eigenen Bezugspunkt neben den Kirchen und Bauresten im Ort.

Auch der Weinbau gehört zum lokalen Bild: In Montevecchio werden auf 485 Metern Höhe Merlot, Cabernet Sauvignon, Aleatico und Riesling angebaut. Für Reisende, die regionale Landwirtschaft neben Architektur und Kirchenkunst interessant finden, eröffnet dieser Anbau einen weiteren Blick auf den Ort. Die vier genannten Sorten und die Höhenlage geben dem Thema einen konkreten Bezug zu Montevecchio.

Weitere Reiseziele entdecken: Mercatello Sul Metauro, Piagge, Calcinelli, Mercatale, Calmazzo, San Michele, Frontino, Mercatino Conca.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pesaro - Urbino.

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