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Taormina verbindet historische Zeugnisse aus unterschiedlichen Epochen mit einem klar benannten Naturraum: dem Naturschutzgebiet Isola Bella. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, die Kulturorte nach ihren jeweiligen Schwerpunkten zu unterscheiden. Das Castello di Taormina, der Palazzo Corvaja und der Palazzo Duchi di Santo Stefano stehen für verschiedene Bauformen und Zeitabschnitte. Die Römischen Thermen und die sogenannten Naumachiae ergänzen diesen Blick um Zeugnisse der antiken Wasserversorgung. Mit dem Schutzgebiet und dem Parco Trevelyan kommen zwei weitere, ganz unterschiedliche Landschaftsthemen hinzu.

Burgen, Paläste und antike Zeugnisse

Das Castello di Taormina, auch Castel Tauro genannt, steht auf dem 396 Meter hohen Monte Tauro. An dessen Stelle lag vermutlich die griechische Akropolis. Das Castello wurde 902 von den Arabern gegründet und zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert wiederaufgebaut. Die Baugeschichte lässt sich so zeitlich einordnen: Die Gründung fällt ins frühe Mittelalter, der Wiederaufbau in eine deutlich spätere Phase. Dabei bleibt die Verbindung zur griechischen Akropolis eine Vermutung.

Beim Palazzo Corvaja treffen mehrere historische Bezüge aufeinander. Er steht auf dem Gelände der antiken griechischen Agora und des späteren römischen Forums und repräsentiert drei Entwicklungsphasen Taorminas. Sein zentraler Turm wurde zwischen 902 und 1079 von den Arabern zu Verteidigungszwecken errichtet. Der Standort und der Turm erzählen damit unterschiedliche Teile der Baugeschichte: Der Palazzo steht auf einem Platz mit antiken Vorgängern, während die Turmdatierung eine eigene mittelalterliche Station markiert.

Der Palazzo Duchi di Santo Stefano ist ein Turmpalast aus dem späten 14. bis frühen 15. Jahrhundert und gilt als Meisterwerk der sizilianischen Gotik. Seit 1981 ist er Sitz der Fondazione Mazzullo. Im Gebäude und im Garten zeigt die Stiftung 39 Skulpturen und 17 Zeichnungen von Giuseppe Mazzullo. Die Ausstellungsarrangements können sich ändern; prüfen Sie bei konkreter Besuchsplanung den aktuellen Stand.

Auch die antiken Zeugnisse unterscheiden sich in dem, was sie bewahren. Die Römischen Thermen umfassen drei große Räume, die als Caldaria oder Tepidaria dienten. Ihre Böden aus Marmorplatten wurden durch Praefurnia beheizt. Die Ruinen der sogenannten Naumachiae bewahren dagegen einen Teil eines großen Wasserreservoirs. Dieses diente der Wasserversorgung des antiken Gymnasiums und als Reserve für die gesamte Stadt.

Schutzgebiet, Garten und Wegeplanung

Das Naturschutzgebiet Isola Bella umfasst die Isola Bella, das Capo Sant’Andrea und das Capo Taormina. Der Parco Trevelyan bietet einen anderen Maßstab: Er ist ein historischer Garten von unregelmäßiger Form und umfasst 22.400 m². Der Vergleich ist konkret: Das Schutzgebiet fasst drei benannte Merkmale zusammen, während der Parco Trevelyan als einzelner Garten beschrieben ist. So können Sie bei der Planung unterscheiden, ob für Sie der ausgewiesene Naturraum oder die Geschichte eines Gartens den größeren Reiz ausmacht.

Für Ihre Unterkunftsplanung kann auch die Mobilität eine Rolle spielen. Eine Seilbahn verbindet das Zentrum von Taormina mit dem Küstengebiet von Mazzarò. Die Verbindung von Taormina zur Isola Bella führt mit dem Zug bis zum Bahnhof Taormina-Giardini und anschließend mit einem Bus von ASM Taormina zum Ziel. Die genannten Verbindungen betreffen unterschiedliche Ziele und Verkehrsmittel. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Betriebs- und Fahrplandetails, wenn Sie Ihre Tagesplanung darauf abstimmen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Tortorici, Mirto, Calderà, San Piero Patti, Malfa, Fiumedinisi, Castelmola, Calvaruso.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Messina.

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