Feldthurns verbindet Wanderwege mit bedeutenden Renaissance-Innenräumen und einer langen Kirchengeschichte. Für die Planung hilft es, die verschiedenen Wege nach ihrem Charakter zu unterscheiden: Der Panoramaweg führt durch Wiesen und Wälder und bietet einen 360-Grad-Blick auf die Dolomiten. Die Dörferrunde verläuft an traditionellen Höfen und Kastanienhainen vorbei; der Keschtnweg-Abschnitt führt über Pardell und Kloster Säben hinunter nach Klausen. Schloss Velthurns, die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und der Archeoparc ergänzen die Auswahl um Baugeschichte und Archäologie.
Wanderungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der Panoramaweg in Feldthurns ist eine leichte Wanderung durch malerische Wiesen und Wälder. Sein 360-Grad-Blick auf die Dolomiten macht ihn zu einer Wahl für alle, die unterwegs die Landschaft in den Mittelpunkt stellen möchten. Von Klausen erreichen Sie den Weg mit dem Bus Nr. 343, von Brixen mit dem Bus Nr. 342. Da sich Busverbindungen ändern können, prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
Die abwechslungsreiche Dörferrunde Feldthurns–Schnauders–Garn–Verdings führt rund um Feldthurns. Unterwegs kommen Sie am Schloss Velthurns, an traditionellen Höfen und an Kastanienhainen vorbei; außerdem bietet die Route Ausblicke auf die Südtiroler Landschaft. Damit unterscheidet sie sich vom Panoramaweg: Hier stehen die Dörfer und die Kulturlandschaft entlang der Runde im Vordergrund, dort der Dolomitenblick.
Eine andere Streckenführung bietet der Keschtnweg-Abschnitt von Feldthurns nach Klausen. Er beginnt an der Antoniuskirche in Feldthurns, führt über Pardell zum Kloster Säben und von dort aussichtsreich hinunter nach Klausen. Anders als bei der Dörferrunde ist Klausen hier der Zielpunkt. Ein öffentliches Schwimmbad in der Gemeinde Feldthurns bietet eine weitere Freizeitmöglichkeit.
Renaissancekunst und Baugeschichte
Schloss Velthurns wurde von 1577 bis 1587 erbaut und dient als Museum und Veranstaltungsort. Die Innenausstattung stammt aus der Spätrenaissance. Zu den bedeutendsten Arbeiten der Renaissance-Kunsttischlerei im gesamten süddeutschen Sprachraum zählen die Vertäfelungen, Intarsien, geschnitzten Portale und Holzdecken. Wer sich für Handwerk und Gestaltung interessiert, findet hier einen konkreten Gegenpol zu den Wanderungen durch die Landschaft.
Das Schlossmuseum ist zwischen März und November für die Öffentlichkeit geöffnet. Öffnungszeiten können sich ändern; informieren Sie sich deshalb vor Ihrem Besuch über die aktuellen Zeiten. So lässt sich der Museumsbesuch mit einer Wanderung oder einem weiteren Kulturthema verbinden, ohne einen festen Tagesablauf vorauszusetzen.
Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt ist das älteste Gotteshaus in Feldthurns. Sie wurde 1112 als kleine, bescheidene Kapelle erbaut und diente ab 1170 als Pfarrkirche. Ihre heutige spätgotische Form erhielt sie beim Umbau von 1894 bis 1899. Die Baugeschichte zeigt damit mehrere klar unterscheidbare Zeitabschnitte: den Ursprung als Kapelle, die spätere Funktion als Pfarrkirche und die Umgestaltung im späten 19. Jahrhundert.
Der Archeoparc Feldthurns setzt einen anderen historischen Schwerpunkt. Die archäologische Fundstelle umfasst Grabstätten und Überreste der Keramikherstellung. Während Schloss und Kirche durch ihre Bau- und Ausstattungsgeschichte geprägt sind, geht es hier um archäologische Zeugnisse und frühere Keramikproduktion.
Regionale Esskultur und Aufenthaltsplanung
Beim Törggelen werden in Törggele-Betrieben hausgemachte Bauernküche, neuer Wein und gebratene „Keschtn“ (Kastanien) serviert. Das bietet einen eigenen kulinarischen Schwerpunkt neben Wanderungen und Architektur. Prüfen Sie bei der Auswahl Ihres Programms, ob Sie vor allem Wege erkunden, Baugeschichte erleben oder verschiedene Interessen verbinden möchten.
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