In Enneberg treffen die Geschichte der Pfarrkirche, ländliche Bauformen und Wege zu Fuß oder mit dem Rad aufeinander. Das MMM Corones befindet sich am Plan de Corones; seine Adresse ist Pieve di Marebbe. Wer den Ort erkundet, kann zwischen sakraler Geschichte, den Viles und verschiedenen Strecken wählen.
Pfarrkirche und Ortsgeschichte
Ein Dokument aus dem Jahr 1347 bezeichnet die Pfarrkirche von Pieve di Marebbe ausdrücklich als „Parrocchia di Santa Maria di Marebbe“. Seit 1214 gab es in Marebbe eine feste geistliche Leitung für die Pfarrkirche. Die heutige Kirche hat eine barocke Struktur und einen kreuzförmigen Grundriss; ihr Renaissance-Hochaltar wurde 1636 aus Holz geschnitzt. Zugleich ist die Pfarrkirche ein beliebtes und gut besuchtes Pilgerziel für Einwohner des Gadertals und Gläubige aus dem Pustertal.
Auch die Entwicklung von La Pli ist mit der Kirche verbunden: Die Siedlung entstand rund um sie, zunächst aus nur zwei Bauernhöfen, aus deren Kern sich später das Dorf entwickelte. So stehen die lange kirchliche Geschichte und die Entstehung eines Dorfes in engem Zusammenhang, ohne dass sich die Ortsgeschichte auf die Kirche beschränkt.
Viles, Höfe und historische Häuser
Curt, auch Corte genannt, ist eine Vila mit fünf Bauernhöfen und einer kleinen Kapelle. Bekannt ist sie für Häuser aus dem 17. Jahrhundert, deren originale Portale und Fresken erhalten sind. Bei Brach gehören vier Bauernhöfe und ein Schloss zum Ortsbild; bis 1682 wurde das Schloss von den Adligen von Prack bewohnt. Das wiederaufgebaute Schloss von Brach lässt sich auf dem Weg zur Vila von Pliscia bewundern.
Gran Ciasa bedeutet „Großes Haus“ und ist ein sehenswerter Adelssitz im kleinen Zentrum rund um den Kirchplatz von Pieve di Marebbe. Die Beispiele setzen unterschiedliche Akzente: In Curt fallen die Häuser und ihre Details ins Auge, bei Brach die Verbindung von Höfen und Schloss, während Gran Ciasa den Adelssitz im Umfeld des Kirchplatzes zeigt.
Zu Fuß zwischen Viles und Aussichtspunkten
Der Rundwanderweg Roda dles Viles beginnt in La Pli und führt über Wege oder kleine Straßen zu den Viles von Brach, Ciaseles, Frontü und Biei. Seine Streckenführung macht ihn zu einer Möglichkeit, mehrere der benannten Weiler in einer Tour kennenzulernen. Für einen anderen Schwerpunkt bietet sich der barrierefreie Spazierweg zwischen Brach und Pieve di Marebbe an: Von dort ergeben sich Ausblicke auf San Vigilio und den Naturpark Fanes-Senes-Braies.
Auch eine Wanderung zum Plan de Corones lässt sich mit Pieve di Marebbe verbinden: Eine Rückkehr über die Seite von Pieve ist möglich. Die Strecken unterscheiden sich damit nach ihrem Bezug zu den Viles, den genannten Ausblicken oder der Möglichkeit, den Rückweg über die Pieve-Seite zu nehmen.
Radtouren mit unterschiedlichen Streckenprofilen
Der Giro del Plan de Corones ist ein Rundkurs um den Kronplatz, der im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn gefahren werden kann. Eine weitere Radroute verläuft von San Vigilio durch Pieve di Marebbe und führt über Fordora, Cianoré beziehungsweise La Costa, Costamesana und Furcia weiter.
Die einfache, familiengeeignete MTB-Tour La Pli-Track setzt andere Merkmale: Sie verläuft auf asphaltierten Straßen von San Vigilio über die Talstation der Miara-Bahn und die Straße Plan de Corones durch Wiesen und Wälder bis nach Pieve di Marebbe; dort bietet sich ein weiter Panoramablick. Beim Vergleich helfen die konkret beschriebenen Unterschiede: Rundkurs und Richtungswahl beim Giro, benannte Streckenorte auf der Route von San Vigilio und asphaltierte Straßen sowie die ausgewiesene Familieneignung beim La Pli-Track. Prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Streckenbedingungen.
Busverbindungen einplanen
Zwischen den Ortschaften rund um Pieve di Marebbe verkehrt ein öffentlicher Bus, meist im Stundentakt. Wenn Sie Wege zwischen mehreren Orten planen, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Abfahrten. So lässt sich die Busverbindung in die Tagesplanung einbeziehen, ohne den Fahrplan als unveränderlich vorauszusetzen.
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