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Zwischen Mölten und Jenesien liegt der Salten, der als Europas höchstes Lärchenhochplateau gilt. In Mölten treffen Wanderwege und Bergblicke auf Kirchenkunst, Fossilien und eine lange Sekttradition. So können Sie Ihren Aufenthalt nach unterschiedlichen Interessen gestalten: mit Zeit in der Landschaft, einzelnen kulturhistorischen Zielen oder einem Besuch bei einem lokalen Produzenten.

Salten, Wanderwege und Bergblicke

In Mölten gibt es zahlreiche gut markierte Wanderwege, aussichtsreiche Höhenwege und sanfte Gipfeltouren. Auf dem Salten sind Wanderungen und Biketouren in einer Landschaft mit gemäßigten Steigungen möglich; mit dem Fahrrad lässt sich das Plateau auch durch Lärchenhaine erkunden. Wer sich für einen Fernwanderweg interessiert, kann einen Abschnitt des Europäischen Fernwanderwegs E5 einordnen: Er führt über den Tschögglberg durch Mölten und verbindet auf rund 2.000 Metern Höhe Hafling, Vöran, Mölten und Jenesien. Damit stehen örtliche Wander- und Bike-Ausflüge am Salten neben einer benannten Fernwanderroute.

Für Bergblicke bieten sich zwei unterschiedliche Orientierungspunkte: Vom Wetterkreuz am Möltner Joch reicht das Panorama rundum; dort bietet sich ein 360-Grad-Bergpanorama. Die Stoanernen Mandln eröffnen einen Blick über die Dolomiten. Auch die Kirche St. Ulrich in Gschleier lässt sich als Wanderziel einplanen: Von der Ortsmitte Mölten führen die Wanderwege 13 und 15B dorthin, und Wanderer haben bei der Kirche einen schönen Blick auf die umliegenden Berge.

Kirchen und Geschichte entdecken

Auf der Langfenn steht die romanische Kirche St. Jakob auf 1.525 Metern, am höchsten Punkt des Plateaus Salten und auf prähistorischem Boden. Auf ihrem Altar sind der heilige Jakob, Rochus und Sebastian dargestellt. An der Kirche St. Blasius erzählen Architektur und Ausstattung verschiedene Kapitel: Ihr Turm ist romanisch, die Kirche wurde um 1500 erweitert und gotisiert. Im Inneren befindet sich außerdem ein barockes Fresko von 1621 mit dem Titel „Vom Gastmahl des reichen Prassers“.

Die romanische Kirche St. Anna ist die Friedhofskirche und möglicherweise ebenso alt wie die Pfarrkirche. Ihr Holzaltar beherbergt eine steinerne Pietà aus dem Jahr 1440. Zur Pfarrei Mölten gehören bereits seit dem 13. Jahrhundert eine Pfarrkirche und sechs Filialkirchen. An der Kirche St. George's church ist der geschnitzte gotische Altar mit Statuen des heiligen Georg, des heiligen Oswald und des heiligen Leonhard geschmückt. Der Schlüssel kann auf dem benachbarten Hof angefragt werden; klären Sie vorab, ob diese Zugangsmöglichkeit für Ihren Besuch derzeit besteht.

Auch Kapelle und Kirchenruinen erzählen von unterschiedlichen Zeiten und Orten. Die Kapelle St. Valentin in Schlaneid wurde 1769 auf Wunsch der Bevölkerung in schlichtem Barockstil erbaut. Die Ruinen der alten St.-Valentin-Kirche liegen im Wald Valteswald unterhalb von Schlaneid. Die Kirche St. Georgen steht auf einer historisch bedeutsamen Hochfläche nahe Versein; zahlreiche Funde aus der Bronzezeit belegen dort eine prähistorische Besiedlung.

Fossilien, Haflinger und Südtiroler Sekt

Das Fossilienmuseum Fossilia zeigt Fossilien, die in der Umgebung von Mölten gefunden wurden, und veranschaulicht geologische Prozesse, die sich über Millionen von Jahren ereignet haben. Das Museum ist als Outdoor-Museum konzipiert und lässt sich mit erklärenden Texten und einer Hörstation selbstständig erkunden. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangsbedingungen. Bei den Stoanernen Mandln verbindet sich der Blick über die Dolomiten mit einer überlieferten Geschichte: Eine Gerichtsschrift aus dem Jahr 1540 belegt, dass dort Hexentänze und Teufelsfeiern zelebriert wurden.

Mölten und der Tschögglberg gelten als Ursprung der goldblonden, gutmütigen Haflinger Pferde. Die Landschaft rund um Mölten mit Almen, Lärchenwiesen und Dolomitenpanorama eignet sich für ausgedehnte Reitausflüge auf Haflingern. Eine andere lokale Entdeckung führt zur Sektkellerei ARUNDA: Seit 1979 produziert sie im Dorfkern von Mölten Südtiroler Sekt. Führungen mit Verkostung finden mittwochs und donnerstags um 10.30 Uhr statt; eine Anmeldung ist erforderlich. Prüfen Sie die Besuchsdetails vorab, da sich die Arrangements ändern können.

Wege ins Etschtal

Die Seilbahn Mölten bringt Fahrgäste in vier Minuten von Mölten hinunter ins Etschtal und verkehrt ganzjährig. Für die Planung der Fahrt empfiehlt es sich, den Fahrplan vorab zu prüfen. So können Sie die Verbindung ins Tal als eigenen Teil Ihres Aufenthalts berücksichtigen, ohne sie mit den Wander- und Bike-Möglichkeiten auf dem Salten gleichzusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Tiers, Eggen, St. Ulrich In Gröden, Karneid, Welschnofen, Jenesien, Deutschnofen, Kastelruth.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Salten-Schlern.

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