Laas ist besonders durch Marmor geprägt: Die originale Laaser Schrägbahn stammt aus dem Jahr 1930 und transportiert bis zu 18 Tonnen Marmor vom Marmorbruch ins Tal. Die Brüche des Jennwandmassivs liegen auf 1.500 bis 2.250 Metern Höhe und sind von der Talsohle oberhalb von Laas und Göflan aus sichtbar. So begegnet das Thema Marmor in der Landschaft ebenso wie in Technik, Architektur und Kultur. Für Ihre Planung können Sie unterschiedliche Seiten dieses Themas in den Blick nehmen: die Geschichte des Abbaus, Bauwerke aus Laaser Marmor oder saisonale Angebote.
Marmorlandschaft und Erlebnisse
Die Laaser Marmorwelt vermittelt anhand von Informationstafeln und in einem Skulpturenpark die Geschichte des Marmorabbaus und der Verarbeitung. Information und Skulpturenpark setzen dabei unterschiedliche Akzente: Einerseits geht es um den Weg des Marmors, andererseits steht das Material als gestalteter Gegenstand im Mittelpunkt.
Die MarmorBruchTour führt von der Darstellung der Marmorwelt hinaus zum Weißwasserbruch. Im saisonalen Programm 2026 bringen Shuttles die Teilnehmenden zum Maschinenhaus; dort beginnt die Wanderung über 365 Stufen zum Weißwasserbruch. Damit unterscheidet sich diese Tour von einem Besuch der Marmorwelt: Sie verbindet den Shuttletransfer mit einem Weg, dessen Ziel der Bruch ist. Die Termine des saisonalen Programms können sich ändern. Prüfen Sie sie daher, bevor Sie die Tour in Ihre Planung aufnehmen.
Kirchen und Baugeschichte
Die Pfarrkirche St. Johannes wurde um 1200 auf dem Boden einer Vorgängerkirche aus karolingischer Zeit errichtet. Auf ihrem Altartisch schmückt ein frühmittelalterliches Relief mit den drei heiligen Märtyrern Sisinius, Alexander und Martyrius den Kirchenraum. Baugeschichte und Relief verweisen damit auf verschiedene historische Ebenen an einem Ort.
Die seltene romanische St.-Sisinius-Kirche ist eine Chorturmkirche und wurde auf den Ruinen eines Vorgängerbaus errichtet. Auch das Material ist hier Teil der Architektur: Das Portal besteht aus reinem Laaser Marmor. Im Vergleich zur Pfarrkirche St. Johannes treten bei St. Sisinius besonders die romanische Bauform und das Marmorportal hervor. Führungen in der St.-Sisinius-Kirche bietet Marmorplus auf Anfrage an; planen Sie diese Möglichkeit daher nicht wie einen Besuch mit festen Öffnungszeiten ein.
Saisonale Kultur und regionale Erzeugnisse
Das Kulturfest „Marmor & Marillen“ wird jedes Jahr im August in Laas im Vinschgau gefeiert. Es verbindet Marillen und Laaser Marmor; die genauen Festtage variieren von Jahr zu Jahr. Wenn das Fest für Ihre Reise wichtig ist, prüfen Sie die Termine für das jeweilige Jahr.
Das saisonale Tourenprogramm 2026 umfasst außerdem die Marmor Erlebnistour mit einem Besuch der Laaser Marmorwelt und einer Werksbesichtigung der Lasa Marmo. Sie setzt damit andere Schwerpunkte als die MarmorBruchTour: Hier gehören Marmorwelt und Werk zusammen, während die MarmorBruchTour zum Weißwasserbruch führt. Auch bei diesem saisonalen Angebot können sich Termine und Verfügbarkeit ändern.
Eine weitere Möglichkeit, regionale Herstellung kennenzulernen, bietet der Kandlwaalhof in Laas. Dort können Besucher die Herstellung von Essig, Obstsäften, Trockenfrüchten, Senf und Weirouge besichtigen. Die Besuchsarrangements sind saisonal und können sich ändern; klären Sie den passenden Termin vorab.
Laas als Unterkunftsziel
Wenn Sie ein Hotel in Laas suchen, überlegen Sie zunächst, ob eine saisonale Tour, eine Führung auf Anfrage oder das Fest im August Ihren Reisezeitraum prägen soll. Diese Möglichkeiten unterscheiden sich in ihrer Planung: Touren sind saisonal, Führungen werden angefragt und die Festtage wechseln jährlich. Prüfen Sie die für Ihren Aufenthalt wichtigen Termine, bevor Sie Ihre Unterkunft auswählen.
Weitere Reiseziele entdecken: Graun Im Vinschgau, Latsch, Taufers Im Münstertal, Prad Am Stilfserjoch, Goldrain, St. Valentin a.d. Haide, Kastelbell-Tschars, Schlanders.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vinschgau.