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Am östlichen Rand von Castello di Fiemme führt bei Dos Zelor ein knapp zwei Kilometer langer Rundweg über ländliche Straßen und Wiesenwege. Informationstafeln erläutern Landschaft, Natur, Traditionen und Geschichte. So verbindet die Strecke einen Spaziergang mit Einblicken in verschiedene Seiten der Gegend.

Dos Zelor und seine Geschichte

Dos Zelor wurde 1975 als Kulturdenkmal von regionalem Interesse ausgewiesen und in das historische Erbe des Val di Fiemme aufgenommen. Der Ort erinnert an ein antikes Dorf, das vor etwa 2.000 Jahren entstand und inzwischen verschüttet ist. Archäologische Befunde bestätigen seine Existenz. Die Geschichte des Dorfes ist damit ein anderer Zugang als die Informationstafeln entlang des Rundwegs: Sie führt weit vor die heute sichtbare Dorfgeschichte zurück.

Kirchen und historische Gebäude

Nördlich der Chiesa di San Giorgio liegt die Chiesetta della Madonna di Lourdes. Ihre ursprünglich gotischen Formen wurden in späteren Epochen angepasst; geweiht wurde sie 1216. Die Chiesa di San Giorgio Martire entstand zwischen 1850 und 1856 auf dem Gelände der früheren Burg der Eppan. Ihre Weihe folgte 1864, eine Restaurierung 1925. Bauzeit, Weihe und Restaurierung sind unterschiedliche Stationen der Geschichte des Kirchengebäudes.

In Molina wurde die Chiesa Parrocchiale di Sant’Antonio zwischen 1846 und 1852 neben dem Felsen Croz del Cogòl errichtet. In Castello di Fiemme gibt es außerdem vier mittelalterliche Gebäude, die als „case romane“ bekannt sind. Zusammen zeigen diese Beispiele verschiedene bauliche Zeiträume: von der mittelalterlichen Bezeichnung der case romane über die Weihe der Chiesetta bis zu den Kirchenbauten des 19. Jahrhunderts.

Auch Industriegeschichte gehört zu den genannten Themen. Die Segheria Veneziana ist ein historisches Sägewerk am Rio Gambis. Sie wurde 1888 errichtet und von einem drei Meter großen hölzernen Schwerkraft-Wasserrad angetrieben. Das Wasserrad und seine Maße geben dem Sägewerk ein konkretes technisches Detail, das sich von den Geschichten der Kirchen und der case romane unterscheidet.

Dorf- und Wasserlandschaften

Castello di Fiemme ist ein historisch gewachsenes Dorf in einer weiten, sonnigen Wiesenmulde. Molina di Fiemme liegt am Avisio-Bach am Eingang des Val Cadino.

Der Lago di Stramentizzo ist ein künstlicher See, der das Wasser des Avisio zurückhält. Am 5. Juli 1956 wurde das alte Dorf Stramentizzo durch den See überflutet. Erhalten geblieben ist das steinerne Portal der früheren Kirche. Damit stehen der heutige See und ein konkretes Zeugnis des früheren Dorfes in unmittelbarem historischem Zusammenhang.

Routen und Aktivitäten im Vergleich

Der Rundweg Montagna Senza Limiti verbindet Cavalese und Castello di Fiemme. Er ist für elektrische Rollstühle geeignet und kann auch mit einem Triride befahren werden. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Bedingungen. Das ist eine konkrete Orientierung für Reisende, die diese Fortbewegungsmöglichkeiten nutzen.

Für die Bergaufstrecke von Molina di Fiemme nach Canazei gibt es den Bike Express, einen Shuttle mit 50 Sitzplätzen und Fahrradanhänger. Er verkehrt saisonal ab dem ersten Maiwochenende; prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan. Die Langlaufstrecke im Val di Fiemme lässt sich in vier Abschnitte unterteilen. Sie verläuft vom tiefsten Punkt bei Molina di Fiemme auf etwa 800 Metern bis nach Moena auf 1.200 Metern. Shuttle, barrierearm beschriebener Rundweg und Langlaufstrecke stehen damit für unterschiedliche Arten, sich mit der Landschaft zu beschäftigen.

Weitere Reiseziele entdecken: Pracorno, Ton, Fai Della Paganella, Sant'Orsola, Besenello, Piazzola, Vattaro, Ischia Di Pergine.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trentino.

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