Cunevo verbindet Ortsgeschichte mit einem ausgeprägten landwirtschaftlichen Charakter und unterschiedlichen Wegthemen. In den Kirchen begegnen Ihnen Zeugnisse aus verschiedenen Epochen; daneben stehen der alte Bewässerungskanal Lez, Kiefernwälder und Routen mit verschiedenen Profilen. Für die Reiseplanung ist besonders der Kontrast zwischen dem ebenen Sentiero Margherita am Kanal und der mittelschweren Mountainbike-Route zur Malga Arza interessant.
Kirchen und Baugeschichte
Die Kirche San Lorenzo stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. In ihrem Inneren befinden sich Fresken von Giovanni und Battista Baschenis, die mit 1490 datiert sind. Die Entstehungszeit der Kirche bleibt also eine Vermutung, während die Fresken auf ein konkretes Jahr datiert sind. So treffen an diesem Ort ein mutmaßlich mittelalterlicher Ursprung und Kunstwerke aus dem späten 15. Jahrhundert aufeinander.
Die Chiesa del Santissimo Redentore wurde um 1850 im Ortszentrum von Cunevo errichtet und am 11. August 1876 feierlich geweiht. Sie ist größer als die frühere Kirche. Bauzeit, Weihe und Größenvergleich geben einen anderen Blick auf die Ortsgeschichte als San Lorenzo: Hier lässt sich die Entwicklung eines späteren Kirchenbaus anhand konkreter Daten nachvollziehen.
Landschaft, Landwirtschaft und historische Orte
Die umliegenden Kiefernwälder verleihen Cunevo einen unverwechselbaren, malerischen Charakter. Zugleich ist der Ort ein bedeutendes Zentrum des Obstbaus, insbesondere der Apfelproduktion. Kulturgeschichte und ländlicher Charakter stehen damit nebeneinander, ohne dass sich der Besuch auf ein einzelnes Thema beschränkt.
Südlich von Cunevo liegt Castel La Santa in beherrschender Lage. Die sechste Etappe des Cammino Jacopeo d’Anaunia führt nach Cunevo und weiter in Richtung Castel La Santa; sie wird als panoramisch beschrieben. Die Überreste des antiken Castel Corona sind ein weiterer historischer Bezugspunkt: Sie liegen in einer Felsenhöhle an der Straße zur Malga d’Arza.
Am Bewässerungskanal Lez
Der Lez wurde vor mehr als 160 Jahren angelegt, um die Felder von Terres, Flavon und Cunevo zu bewässern. Der Sentiero Margherita verläuft als ebener Weg entlang des Kanals. Zwischen Terres und Cunevo gibt es an der Route ausgestattete Rastbereiche, an denen Sie verweilen können. Am Einstieg des Weges finden Sie von Cunevo aus an der Straße in Richtung Malga Arza eine Parkbucht und eine große Holztafel. Sie zeigt eine Luftbildkarte des Weges sowie die Geschichte des alten Lez.
Unterschiedliche Wegeprofile
Der Sentiero Margherita und die Mountainbike-Route am Fuß des Monte Corno unterscheiden sich in ihren beschriebenen Merkmalen deutlich. Die Mountainbike-Route beginnt an der Bar Ciclamino in Cunevo, verläuft durch Wälder in mittlerer Höhenlage und ist als mittelschwer eingestuft. Sie erreicht die Malga Arza auf 1.506 Metern. Die Malga liegt auf ausgedehnten Almweiden mit Blick über das untere Nonstal. Damit stehen einem ebenen Weg am Bewässerungskanal eine Route mit mittlerem Schwierigkeitsgrad und einem höher gelegenen Ziel gegenüber. Die Zugänglichkeit in den Bergen kann variieren; prüfen Sie die Bedingungen vor dem Aufbruch.
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