Drena verbindet mittelalterliches Erbe mit einer Landschaft, die von Schluchten, Kastanienhainen und den Marocche geprägt ist. Sie können den Ort über seine Burg und ihre Geschichte kennenlernen oder den Schwerpunkt auf Wege durch die Kulturlandschaft legen. Auch die Angebote unterscheiden sich deutlich: Ein Spaziergang durch den Kastanienhain, ein kurzer Wanderweg und eine Via Ferrata stehen für unterschiedliche Arten, die Umgebung zu erleben.
Burg, Schlucht und Marocche
Castel Drena bewahrt die wesentlichen Elemente einer mittelalterlichen Festung. Die älteste überlieferte Nachricht über die Burg stammt aus dem Jahr 1175. Ihr 25 Meter hoher Bergfried ist bis zur Spitze zugänglich; von dort reicht der Blick zu den Marocche und in den Alto Garda. Im Bauwerk befindet sich außerdem ein dauerhaftes Museum zur Restaurierung der Burg.
Die Lage verbindet das Bauwerk mit markanten Landschaftsformen: Castel Drena liegt oberhalb der vom Rio Sallagoni eingeschnittenen Schlucht. Am Fuß der Burg erstreckt sich die eiszeitliche Rutschung Marocche di Dro. Im weiteren Umfeld von Drena liegt dort ein provinzielles Naturschutzgebiet, das zugleich als Zona Speciale di Conservazione ausgewiesen ist und zum Parco Fluviale della Sarca gehört. Die trockene, nahezu mondähnlich wirkende Landschaft und die an Trockenheit sowie steinigen, humusarmen Boden angepasste Vegetation geben dem Gebiet einen anderen Charakter als dem Kastanienhain. Seine Entstehung steht mit den Vergletscherungen in Verbindung.
Kastanienkultur und Wanderwege
Der „Cammino dei Ricci“ führt durch den Kastanienhain der „maroneri“ und widmet sich der örtlichen Kastanienkultur. Dort wachsen mehr als 5.000 jahrhundertealte Bäume; der Hain zählt zu den ausgedehntesten im Trentino. Der Lehrpfad beginnt im Ortszentrum an der Piazza Italia. Wer aus Richtung Luch kommt, kann auch in Casal starten. Der Sentiero del Salim bietet eine andere zeitliche Orientierung: Für den Wanderweg ist eine Dauer von einer Stunde angegeben; besonders eindrucksvolle Panoramen liegen bei Narveol und an den Crone. Der Sentiero del Sant wird als kurzer Weg beschrieben und ist für seine Vegetation und besondere Orte wie die Calchera bekannt.
Auch Malga Campo eignet sich zum Spazierengehen und Picknicken und dient als Ausgangspunkt mehrerer Wege. Zu den genannten Zielen gehören Stivo, Cima Bassa, Cima Alta und Malga Vallestrè. Von der Malga aus können Sie zudem einem ausgeschilderten Weg entlang des Kamms des Monte Stivo folgen. Die Alm wurde um die 1950er-Jahre von einer Gruppe Viehzüchter für die Almwirtschaft errichtet. Ursprünglich gehörte eine Käserei dazu, in der Butter, Käse, Ricotta und weitere Milchprodukte hergestellt wurden. Bei Malga Campo steht auch die Chiesetta degli Alpini, eine von den Alpini gewünschte Kapelle.
Kunstwege und Aktivitäten
Der Open Air Gallery Sculpture Park 3000 umfasst zwei sich im Wald kreuzende Wege: den Weg der Sonne und den Weg des Mondes. Tiere und fantastische Gegenstände säumen die Routen. Am Projekt beteiligten sich 37 Künstler aus vielen Teilen der Welt. Für die Via Ferrata Rio Sallagoni steht dagegen die enge Schlucht im Mittelpunkt, die der Rio Sallagoni am Fuß der Kalksteinwand unterhalb von Castel Drena eingeschnitten hat. Zu ihren Merkmalen zählen Wasserfälle, üppige Vegetation und zwei tibetische Brücken. Prüfen Sie Ausrüstung und Bedingungen vor dem Aufbruch; auch bei den Wanderwegen können die Bedingungen saisonal variieren.
Jahreszeit, Veranstaltung und Anreise
Maroni in Festa ist ein Kastanienfest in Drena. Das Programm der 53. Ausgabe umfasste Spaziergänge im Kastanienhain, Kochworkshops, Show-Cooking, Musik und Verkostungen. Termine und Programm variieren, daher empfiehlt es sich, die Veranstaltungsdaten vor der Reise zu prüfen. Eine weitere Möglichkeit, Drena und Dro in eine längere Wanderung einzuordnen, bietet die vierte Etappe des Cammino dei Sette Laghi: Sie führt durch beide Orte und weiter zu den Marocche di Dro. Bei dieser Route können sich die Bedingungen saisonal ändern.
Die außerörtliche Buslinie 204 verbindet Drena mit Orten des Garda Trentino und verkehrt zwischen Riva del Garda, Cavedine und Trient. In der Ortschaft Marocche gibt es eine Bedarfshaltestelle. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan und beachten Sie, dass es sich dort um eine Bedarfshaltestelle handelt. So können Sie bei Ihrer Planung zwischen Wanderungen, Kulturangeboten und Busverbindungen unterscheiden, ohne die verschiedenen Aktivitäten zu einem festen Rundgang zusammenzufassen.
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