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Sanzeno liegt im Zentrum des Val di Non. Archäologische Geschichte, sakrale Baukunst und Wege zum Heiligtum San Romedio geben Ihnen verschiedene Anhaltspunkte für die Reiseplanung. Am Museo Retico beginnt der Lez di San Romedio; im Museum reicht die Dauerausstellung von der Vorgeschichte bis zum frühen Mittelalter. Wer sich für die Geschichte des Tals interessiert, kann diese Themen mit der Geschichte der archäologischen Forschung, der Basilica dei SS. Martiri und dem bäuerlichen Alltag verbinden. Für die Planung hilft eine einfache Frage: Möchten Sie den Schwerpunkt auf archäologische Sammlungen, historische Bauwerke oder einen Fußweg zum Heiligtum legen?

Archäologie und Geschichte des Val di Non

Das Museo Retico befindet sich im Ortsteil Casalini, einem für die Archäologiegeschichte des Val di Non besonders bedeutenden Gebiet. Seine Dauerausstellung widmet sich dem lokalen archäologischen Erbe und spannt den Bogen von der Vorgeschichte bis zum frühen Mittelalter. Im Ausstellungsbereich „Sanzeno Antica“ steht dagegen die Geschichte der archäologischen Forschungen im Mittelpunkt: Sie reicht vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. So begegnen Ihnen sowohl die lange Zeitspanne der Funde als auch die Geschichte ihrer Erforschung.

Das Museum verfügt außerdem über Räume für temporäre Ausstellungen, Aktivitäten und pädagogische Workshops. Es ist für Menschen mit Behinderungen zugänglich; klären Sie vor dem Besuch die aktuellen Abläufe. Wenn Sie verschiedene Blickwinkel auf das Tal suchen, setzen Casa de Gentili und Casa Contadina andere Akzente als das Museo Retico: Dort stehen multimediale Vermittlung beziehungsweise Landwirtschaftsgeschichte und ländlicher Alltag im Mittelpunkt.

Basilica dei SS. Martiri di Sanzeno

Die Basilica dei SS. Martiri di Sanzeno steht an dem Ort, an dem die aus Kappadokien stammenden Evangelisatoren Sisinio, Martirio und Alessandro am 29. Mai 397 den Märtyrertod erlitten. Die Basilica weist einen gotisch-renaissancezeitlichen Stil auf. Von der alten Kirche ist unter anderem ein imposanter romanischer Glockenturm erhalten. Ein weiterer konkreter Zeitbezug ist der marmorne Hauptaltar aus dem Jahr 1771, der ein Gemälde von Giambattista Lampi mit den Märtyrern beherbergt.

Diese Details machen unterschiedliche Epochen an einem Bauwerk greifbar: Der Glockenturm verweist auf die alte Kirche, während der Altar ein genau datiertes Werk des 18. Jahrhunderts ist. Wenn Sie sakrale Baugeschichte interessiert, bieten Stil, erhaltene Bausubstanz und Altar dabei verschiedene Aspekte, auf die Sie Ihren Blick richten können.

Zu Fuß Richtung San Romedio

Der Lez di San Romedio beginnt am Museo Retico di Sanzeno. Seine Trasse folgt einem alten Bewässerungskanal aus dem 19. Jahrhundert und führt teils durch den Fels, teils über Holzstege. Auch das Gebäude des Museo Retico liegt am Beginn des Naturwegs, der in die Schlucht des Heiligtums San Romedio führt. Für die Wanderung vom Museo Retico bis zum Heiligtum sind 45 Minuten angegeben; der Weg ist als leicht und eben beschrieben. Damit haben Sie für diesen Fußweg eine konkrete Zeitangabe und eine Einschätzung der Schwierigkeit, bevor Sie Ihre Tagesplanung festlegen.

Multimediale Einblicke und ländlicher Alltag

Das multimediale Angebot in der Casa de Gentili nähert sich dem Val di Non auf mehreren Wegen. Dazu gehört ein etwa 15-minütiger Film mit Tonuntermalung, der einen Hubschrauberflug über das gesamte Tal zeigt. Es handelt sich um einen Film, nicht um eine Flugaktivität. Fünf sprechende Tafeln ergänzen ihn mit kurzen Filmen über die Geschichte sowie das gesellschaftliche und kulturelle Leben des Tals. Eine begehbare, beleuchtete Orthofotokarte zeigt Gemeinden, befestigte Residenzen, Adelshäuser und Einsiedeleien. Zusammengenommen liegt der Schwerpunkt hier auf dem Überblick über das Tal und seine Geschichte; das Museo Retico setzt stärker bei der Archäologie an.

Die Casa Contadina di Sanzeno vermittelt anhand von Arbeitsgeräten, Gebrauchsgegenständen und Fotografien zwei Jahrhunderte Landwirtschaftsgeschichte im Val di Non. Das über Jahrhunderte unverändert erhaltene ländliche Wohnhaus umfasst eine Handwerkswerkstatt sowie Mobiliar, Gegenstände des täglichen Gebrauchs und Kleidung. Zu den alten Arbeitsstätten gehören eine Schneiderei und eine Schuhmacherei. Ein lehrreicher Rundgang behandelt lokale Bräuche, Traditionen und Arbeitstechniken; er richtet sich an Kinder, Erwachsene, Familien und Schülerinnen und Schüler. So können Sie den archäologischen Blick auf frühere Zeiten um Einblicke in Landwirtschaft und ländliche Arbeitswelten ergänzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Crosano, Besenello, Predazzo, Pellizzano, Fontanazzo, Preore, Burg im Suganertal, Croviana.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trentino.

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