Varena liegt am Fuß des Schwarzhorns und gehört zu den ältesten bewohnten Siedlungen im Trentino. Wanderwege führen in einen vom Sturm Vaia geschädigten Wald, oberhalb des Ortes in Richtung der ersten Hänge des Cucal oder zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Varena und die Lagorai-Kette. Kirche, Fresken und monolithische Porphyrbrunnen ergänzen die Landschaft um Ortsgeschichte und Architektur. Wenn Sie eine Unterkunft in Varena suchen, können Sie zuerst überlegen, ob Naturwege, Ausblicke oder die Geschichte des Ortes Ihren Aufenthalt prägen sollen.
Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der Rundweg Bosco resiliente della tempesta Vaia richtet den Blick auf die Entwicklung eines vom Sturm geschädigten Waldes. Wandernde und Gäste können die Schäden aus nächster Nähe erleben und beobachten, wie sich der Wald verändert. Zum Rundweg gehören Abschnitte des alten Saumpfads Trozo vecio und des Sentiero delle Trincee. Damit stehen hier sowohl die Waldentwicklung als auch die Verbindung dieser beiden Wegabschnitte im Mittelpunkt. Wegbedingungen können sich ändern; prüfen Sie sie vor dem Aufbruch.
Eine andere Perspektive bietet der Sentiero naturalistico di Varena: Er verläuft oberhalb des Ortes und steigt bis in den Bereich der ersten Hänge des Cucal. Beim Giro dei prati di Varena wiederum ist auch eine Runde am späten Abend oder in der Nacht möglich. Seine innovative Bodenbeleuchtung gilt als nicht störend für die Beobachtung des Himmels. Wenn Sie diesen Weg dafür einplanen, prüfen Sie die Beleuchtungsbedingungen vor dem Besuch.
Der Rundweg Il ciliegio ed il crocifisso di Varena führt zu einem Aussichtspunkt, von dem aus sich Varena von oben und die Lagorai-Kette betrachten lassen. Hinter der Bank steht ein großes Holzkreuz. Am Rundweg liegt außerdem die Lokalität Palù, die als besonders feucht und floristisch sowie vegetativ wertvoll beschrieben wird. Panorama und die besondere Landschaftsbeschreibung geben diesem Weg einen anderen Akzent als dem Rundweg durch den Vaia-geschädigten Wald.
Kirche, Brunnen und Weihnachtskrippe
Die Chiesa parrocchiale dei Santi Pietro e Paolo bietet einen Einblick in die lange Baugeschichte des Ortes: Ihre älteste Kirche stammt aus dem Jahr 1193; das Gebäude wurde anschließend bis 1882 wiederaufgebaut und erweitert. Zu den erhaltenen Kunstwerken zählen bedeutende Fresken aus dem 15. Jahrhundert, darunter eine Darstellung des Letzten Abendmahls und eine Anbetung der Heiligen Drei Könige. Große steinerne Strebepfeiler stützen das Gebäude und gelten als einzigartiges Beispiel unter den alten Kirchen des Fleimstals.
Auch im Ortsbild gibt es bauliche Details zu entdecken. Bei einem Spaziergang durch Varena lassen sich die typischen monolithischen Porphyrbrunnen bewundern. Eine weitere ungewöhnliche Darstellung ist das Presepio di Varena: Auf einem 700 Meter langen Weg erscheinen Szenen einer Wassermühle, einer Bäckerei, des Dreschens von Getreide, einer Töpferei, einer Färberei, einer Klempnerei und einer Holzschuhmacherei. Sie stellen Tätigkeiten dar, die einst blühten und inzwischen verschwunden sind. Nach Angaben der Gemeinde entstand die Idee für diese von den üblichen Traditionen abweichende Weihnachtskrippe im Jahr 1989.
Anreise planen
Varena ist von Cavalese und Predazzo aus mit den öffentlichen Bussen von Trentino Trasporti sowie mit dem Skibus erreichbar. Prüfen Sie die Verbindungen vor der Abfahrt erneut. Für die Planung Ihres Aufenthalts hilft es, den Schwerpunkt vorab zu setzen: Der Vaia-Rundweg führt zur Waldentwicklung und zu verbundenen Wegabschnitten, der Sentiero naturalistico in Richtung Cucal und der Il-ciliegio-Rundweg zum Blick auf Ort und Lagorai. Kirche, Fresken, Brunnen und Presepio ergänzen die Wege um eigenständige kulturgeschichtliche Themen.
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