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Anghiari verbindet Sammlungen zur lokalen Geschichte mit historischen Wegen, Befestigungen und Handwerk. Dazu kommt mit der Golena del Tevere eine Landschaftsperspektive. Für Ihren Aufenthalt können Sie so einen eigenen Schwerpunkt setzen, statt die Reise auf ein einzelnes Museum zu begrenzen.

Museen und ihre Sammlungen

Der Museo Statale di Palazzo Taglieschi umfasst etwa 20 Räume auf vier Ebenen. Seine Sammlung enthält häusliche und landwirtschaftliche Gegenstände, die mit den volkstümlichen Traditionen der Umgebung verbunden sind. Der Museumsrundgang endet in einer verglasten Loggia mit Blick von oben auf das Dorf Anghiari. Damit stehen Alltagsgegenstände und der Blick auf den Ort innerhalb desselben Rundgangs nebeneinander.

Das Museo della Battaglia e di Anghiari zeigt prähistorische Werkzeuge und lokale archäologische Funde aus der etruskischen, römischen und frühmittelalterlichen Epoche. Daneben umfasst die Sammlung Waffen vom 16. Jahrhundert bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Die beiden Sammlungsteile setzen unterschiedliche zeitliche Schwerpunkte: archäologische Funde aus mehreren Epochen und eine Waffensammlung mit eigenem Zeitraum.

Das Museo della Misericordia ist in der alten Badia eingerichtet, der ehemaligen Abteikirche San Bartolomeo Apostolo. Die Badia war seit 1817 der historische Sitz der Bruderschaft. Auch die Entstehung des Convento e Chiesa della Croce di Anghiari ist mit einer historischen Persönlichkeit verbunden: Sie wird mit dem heiligen Franziskus in Verbindung gebracht.

Historische Wege und Bauwerke

Ein offizieller Rundgang zu den Schauplätzen der Schlacht beginnt im historischen Zentrum von Anghiari. Sie können ihn zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternehmen. Damit ist die Wahl des Verkehrsmittels Teil der Planung, während der Ausgangspunkt im historischen Zentrum liegt.

Ein Bauwerk mit konkretem Zugang ist der halbkreisförmige Turm, der beim Ausbau der Kirche Sant’Agostino im Jahr 1463 errichtet wurde. Heute ist der Turm über eine Treppe begehbar. Die Antica Via di Ronda erschließt eine andere historische Spur: Sie war ein Weg nördlich der Mauern von Anghiari und führt heute durch das ehemalige Kloster Sant’Agostino aus dem 16. Jahrhundert.

Die Bastion, die den östlichen Mauerzug von Anghiari prägt, wurde 1571 von Filippo Spina Vicario fertiggestellt. Wer sich für die Baugeschichte interessiert, kann diese Datierung neben die unterschiedlichen Epochen der Museumssammlungen stellen, ohne beide Themen zu einem einzigen Rundgang zusammenzufassen.

Auch ein fester Termin kann für die Reiseplanung wichtig sein: In Anghiari wird die Erinnerung an das Ereignis bis heute mit einem Palio am 29. Juni begangen. Wenn Sie Ihre Reise darauf abstimmen möchten, prüfen Sie vorab die Veranstaltungsdetails.

Handwerk und Landschaft

Die Busatti-Werkstatt befindet sich in Anghiari in den Kellerräumen des Palazzo Morgolanti. Sie verwendet weiterhin alte Schützenwebstühle und fertigt eine große Auswahl besonders hochwertiger Stoffe aus Wolle, Hanf, Leinen und Baumwolle. Die Werkstatt ergänzt die Museums- und Baugeschichte um ein Thema, das mit der Herstellung und den verwendeten Materialien verbunden ist.

Die Golena del Tevere bietet eine andere Landschaftsperspektive. Zu ihren Lebensräumen gehören Ufervegetation und wertvolle Feuchtgebiete, die aus stillgelegten Kiesgruben in der Überschwemmungsaue entstanden sind. Damit unterscheidet sich dieser Schwerpunkt von den Sammlungen und Bauwerken: Hier stehen die Lebensräume der Flussaue im Mittelpunkt.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arezzo.

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