Capolona erschließt sich über zwei Perspektiven: die Landschaft zwischen Pratomagno und Arno sowie eine Folge historischer Kirchen und benannter Wege. Die Gemeinde erstreckt sich an den südlichen Hängen des Pratomagno und am rechten Ufer des Arno; kurze Bäche fließen von der südlichsten Wasserscheide des Gebirges herab. Für die Aufenthaltsplanung hilft es, Kultur und Bewegung nicht vorschnell zu einer einzigen Tour zusammenzufassen: Ein Rundweg, Strecken mit Bahnhof als Endpunkt und ein Bike Park bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die Gegend zu erleben.
Wanderwege und Ausblicke
Der Sentiero dei Longobardi ist ein Rundweg im nördlichen Teil der Gemeinde, zwischen Il Santo und Lorenzano. Aussichtspunkte bieten Blicke über das untere Casentino und das Arnotal; über einen kurzen Abstecher erreichen Sie das Castello di Belfiore. Der Sentiero dei Sulpici beginnt in Pieve San Giovanni und endet am Bahnhof Capolona. Er führt durch Bibbiano, wo die Überreste einer Burg zu sehen sind, und bietet Aussichtspunkte auf Arezzo und die umliegenden Erhebungen, das Tal des Bachs Salutio sowie die Hänge des Pratomagno. Der Sentiero di Sagresto führt vom Bahnhof Capolona-Subbiano zum Bahnhof Capolona und verläuft über Il Santo, Ponina, das Castello di Belfiore und Bibbiano. Der Longobardi ist der Rundweg; bei Sulpici und Sagresto sind Bahnhöfe als Endpunkte benannt. Prüfen Sie vor einer Wanderung die Wegbedingungen.
Der „La Valle“ Bike Park bietet Auf-und-ab-Fahrten auf sehr gepflegten Wegen am Passhügel zwischen dem Ortszentrum von Capolona und der Ebene von Castelluccio. Auch hier lohnt es sich, vor der Fahrt die Wegbedingungen zu prüfen.
Kirchen und historische Spuren
Bei der Pieve Santa Maria Maddalena a Sietina treffen Baugeschichte und Malerei zusammen. Die Kirche wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts entlang einer antiken römischen Straße errichtet. Ihre drei Schiffe enden in drei Apsiden; an den Wänden sind gotische und Renaissance-Fresken zu sehen. Die alte Pieve San Giovanni reicht in ihrer Geschichte weiter zurück: Sie wurde wahrscheinlich im 5. Jahrhundert gegründet. In der Pieve wird außerdem ein schönes Holzkruzifix aus dem 14. Jahrhundert aufbewahrt.
Bibbiano hat trotz späterer Veränderungen einen großen Teil seiner mittelalterlichen Befestigungsmauer bewahrt. Die Pieve San Martino Sopr'Arno ist als Sakralbau seit 1017 urkundlich belegt. In Cenina bewahrt die Kirche Santa Lucia ein Ölgemälde der toskanischen Schule, das auf die Zeit zwischen dem späten 17. und dem frühen 18. Jahrhundert datiert wird.
Eine andere Kunstform begegnet in Castelluccio: Eine einschiffige Kirche bewahrt eine hölzerne Darstellung der Madonna mit dem Kind. Sie ist von 15 bemalten Tafeln mit den Rosenkranzgeheimnissen umgeben, die aus dem Umfeld Vasaris stammen und aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts datieren. So stehen in Capolona unterschiedliche Motive nebeneinander: romanische Bauformen, mittelalterliche Zeugnisse und Kunstwerke aus späteren Jahrhunderten.
Lokale Küche und Reiseplanung
Raviggiolo ist ein weicher Käse, der für dieses Gebiet typisch ist. Daneben lassen sich in Capolona traditionelle toskanische Gerichte wie Crostini mit Schwarzkohl und schwarze Crostini mit Leber genießen. März ist der für die Marzuolo-Trüffelschau genannte Zeitraum; prüfen Sie vor der Reise den konkreten Veranstaltungstermin.
Der Bahnhof Capolona liegt an der Bahnstrecke Stia–Arezzo. Stand 29. August 2026 können dort Smart-Tickets gekauft werden. Für Fahrten zu den Bahnhöfen und die von dort startenden oder endenden Strecken lohnt ein Blick auf den Fahrplan für Ihre Reisedaten.
Weitere Reiseziele entdecken: Pieve San Giovanni, Le Ville, Gricignano, Subbiano, Sodo, Giovi-Ponte Alla Chiassa, Pulicciano, Manzi.
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