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Castelnuovo dei Sabbioni erzählt eine Ortsgeschichte, in der Bergbau, Aufgabe und Erhalt eng nebeneinanderstehen. Das alte Dorf wurde ab 1963 schrittweise aufgegeben, weil der Braunkohleabbau die Stabilität des Vorgebirges beeinträchtigt hatte. Zugleich blieb der historische Ortskern erhalten; der alte Borgo wurde restauriert und wiederhergestellt. So gehören ein tiefgreifender Wandel und der bewahrte Ortskern gleichermaßen zur Geschichte des Ortes.

Bergbaugeschichte und alter Borgo

Im Gebiet wurde 150 Jahre lang Braunkohle abgebaut, um Energie zu erzeugen und die Entwicklung zu fördern. Das MINE befindet sich in mehreren Gebäuden des Vecchio Borgo. Als Museum dokumentiert und würdigt es die Geschichte dieses Gebiets. Damit reicht sein Thema über die schrittweise Aufgabe des alten Dorfs hinaus: Es umfasst auch die lange Geschichte des Braunkohleabbaus und dessen Bedeutung für Energie und Entwicklung.

Das MINE ist vorübergehend für die Öffentlichkeit geschlossen; prüfen Sie seinen Status vor Ihrer Reise. Die historische Bedeutung des Museumsstandorts und seine aktuelle Besuchsmöglichkeit sind zwei getrennte Aspekte, die bei der Planung zu beachten sind.

Kunst und religiöse Zeugnisse

Auf der Piazza Sandro Pertini befindet sich das „Murale per la pace“ von Venturino Venturi. Das Wandbild ist 76 Meter lang und erstreckt sich über eine Fläche von 305 Quadratmetern. Sein Thema ist der ewige Gegensatz zwischen Krieg und Frieden. Titel, Künstler, Maße und Motiv geben dem Werk eine klare Identität im Ortsbild.

Ein weiteres Erinnerungszeichen ist das Denkmal für den Widerstand, das seit April 1984 auf dem Platz neben einer Kirche steht. Wandbild und Denkmal setzen unterschiedliche thematische Akzente: Hier steht der Gegensatz zwischen Krieg und Frieden im Mittelpunkt, dort die Widmung an den Widerstand.

Die hoch auf dem Hügel gelegene Kirche San Donato bewahrt ebenfalls eine Spur älterer Ortsgeschichte: Überreste der alten Festung wurden teilweise in die Kirche integriert. In der modernen Pfarrkirche befindet sich außerdem ein Gemälde der thronenden Madonna mit dem Kind und Heiligen. Es stammt aus der alten Dorfkirche und wird auf das 15. Jahrhundert datiert. Herkunft und heutiger Standort verbinden dabei zwei Kirchen und unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte.

Auch Filmgeschichte gehört zu den kulturellen Bezügen des Orts: Castelnuovo dei Sabbioni diente als Drehort für Alessandro Benvenutis Film „Ivo il tardivo“.

Erinnerungsorte und Landschaft

Die Chiesa-Auditorium, die angrenzende Straße und die zugehörigen Grundstücke sind Teil der „Strada della Memoria“. Diese Route erinnert an die Geschichte und Bedeutung der mit den Ereignissen vom 4. Juli 1944 verbundenen Gebäude. Der Erinnerungsbereich hat Veränderungen im Zusammenhang mit Restaurierungsarbeiten erfahren; prüfen Sie deshalb vor einem Besuch die Zugänglichkeit.

Neben dem historischen Erbe gehört auch die Landschaft des früheren Bergbaugebiets zum Bild von Castelnuovo dei Sabbioni. Das ehemalige Bergbaugebiet gilt als üppige grüne Oase, bereichert durch den künstlichen See von Castelnuovo dei Sabbioni. So stehen die Geschichte des Abbaus und die beschriebene Landschaft als unterschiedliche Seiten desselben Gebiets nebeneinander.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cavriglia.

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