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Levane verbindet Ortsgeschichte mit einer Landschaft, deren geologische Vergangenheit weit über die Siedlungsgeschichte hinausreicht. Levane Alta bildet das historische Zentrum; in den nahen Hügeln dokumentieren geologische Schichten Klimaveränderungen über eine Million Jahre. Dazu kommen ein Fresko aus dem 13. Jahrhundert, archäologische Funde und ein weiter Blick über Teile des Valdarno aretino. Wer eine Unterkunft sucht, kann zunächst überlegen, ob Kulturgeschichte oder Landschaft den eigenen Aufenthalt prägen soll.

Levane Alta und die Siedlungsgeschichte

Levane Alta ist das historische Zentrum von Levane und der Geburtsort des italienischen Dichters und Juristen Jacopo da Leona. Die Siedlungsgeschichte lässt sich an einem Namenswechsel festmachen: Die befestigte Siedlung wurde als „corte di Leuna“ bezeichnet, also als bewohntes Dorf. Als zwischen 1278 und 1279 am rechten Ufer des Torrente Ambra die tiefer gelegene Siedlung Levane zu entstehen begann, erhielt die befestigte Siedlung den Namen Levane Alta. So bezeichnet Levane Alta den älteren Ort, während sich der Name Levane auch mit der ab 1278/79 entstehenden Siedlung verbindet.

Kunst, Archäologie und Aussicht

Auf dem Poggio di Monteleoni bei Levane Alta befindet sich das Santuario di Santa Maria della Ginestra. Im Santuario ist das Fresko „La Madonna con la Cintola“ aus dem 13. Jahrhundert erhalten. Der benannte Ort und das datierte Kunstwerk geben der Ortsgeschichte einen konkreten kulturellen Bezug. Der Hügel von Levane Alta bietet außerdem einen weiten Panoramablick über Teile des Valdarno aretino.

Auch die Geschichte des Castello di Leona ist mit Levane verbunden: In seinem Umfeld wurden spätetruskische Keramikfragmente mit schwarzer Bemalung, römische und frühmittelalterliche Keramikscherben sowie ein etruskischer Brunnen gefunden. Das Castello di Leona befand sich in der Ebene von Castelvecchio. Die Funde reichen damit von spätetruskischen Spuren bis in die frühmittelalterliche Zeit und ergänzen die Geschichte der Siedlung um Zeugnisse aus unterschiedlichen Epochen.

Geologie und Landschaft bei Levane

Die Hügel in der Nähe von Levane sind für Paläontologen und Paläoklimatologen von großem Interesse. Die geologischen Schichten bei Levane dokumentieren Klimaveränderungen im Verlauf der vergangenen eine Million Jahre. Damit stehen zwei sehr unterschiedliche Zeitmaßstäbe nebeneinander: die Entwicklung einer Siedlung, die sich an Namen und Daten des 13. Jahrhunderts nachvollziehen lässt, und Veränderungen des Klimas über eine Million Jahre. Wer sich für Naturgeschichte interessiert, findet hier einen anderen Zugang zu Levane als über die historischen Orte und Funde.

Ein weiterer Landschaftsbezug ist das Naturschutzgebiet Valle dell’Inferno e Bandella. In seiner Nähe prägt das 3,4 Millionen Kubikmeter große Gewässer des Staubeckens des ENEL-Staudamms das Schutzgebiet. Zusammen mit den Hügeln und dem Blick über Teile des Valdarno aretino ergänzt dieser Bezug die kulturellen Themen um eine landschaftliche Perspektive.

Orientierung für die Reiseentscheidung

Levane liegt an der Staatsstraße 69. Davon zu unterscheiden ist die historische Strada Regia Aretina, die durch Levane verlief. So stehen ein Straßenbezug des Ortes und eine historische Verkehrsverbindung nebeneinander, ohne dass daraus ein konkreter Reiseweg folgt.

Für die Wahl eines Hotels in Levane können Sie sich an den Themen orientieren, die Sie auf Ihrer Reise besonders interessieren: Ortsgeschichte und Kunst, archäologische Spuren oder die geologische und landschaftliche Seite der Umgebung. Die historischen und natürlichen Bezüge geben Levane ein klares Profil als Reiseziel, ohne dass ein einzelner Schwerpunkt für jeden Aufenthalt vorgegeben ist.

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