Lonnano ist ein Rastpunkt auf der vierten Etappe der Via di Francesco von Stia nach Camaldoli. Neben diesem Pilgerwegbezug stehen historische Anknüpfungspunkte: In der Kirche befindet sich ein Gemälde aus dem Jahr 1684, und ein Gedenkkreuz trägt eine Widmung für die Gefallenen von Lonnano. Für die Reiseplanung können Sie zwischen Routenorientierung, Kunst und Ortsgeschichte gewichten.
Routen und Orientierung
Bei Lonnano gibt es auf der Via di Francesco eine offizielle Streckenvariante über das Rifugio Asqua sowie eine alternative Route zum Eremo di Camaldoli. Der Unterschied liegt in den genannten Zielen: Rifugio Asqua bei der offiziellen Variante, das Eremo bei der Alternative. So lässt sich der Etappenbezug anhand der Orte einordnen, zu denen die jeweilige Route führt.
Eine asphaltierte Alternativstrecke des Nationalparks führt durch Lonnano und Casalino und schließt bei Valagnesi wieder an die Route an. Sie bietet einen weiteren benannten Routenverlauf, den Sie anhand des Belags und der genannten Orte von den Optionen der Via di Francesco unterscheiden können. Zur geografischen Orientierung liegt Lonnano außerdem an der Straße von Pratovecchio zum Eremo di Camaldoli.
In Lonnano gibt es einen Trinkbrunnen für Pilger. Zusammen mit der Rolle als Rastpunkt ist er ein konkreter Orientierungspunkt für Reisende, die den Ort im Zusammenhang mit der Via di Francesco betrachten. Die Routenbezüge und der Brunnen geben dabei unterschiedliche Anhaltspunkte: die einen für die Wahl des Wegverlaufs, der andere für die Orientierung im Ort.
Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Lonnano können Sie Ihren Schwerpunkt vorab setzen: Soll die Via di Francesco prägend sein, orientiert sich Ihre Reiseplanung an der Etappe und ihren Varianten; bei Interesse an der Ortsgeschichte rücken Kirche, Gemälde und Gedenkkreuz als Themen in den Vordergrund.
Kirche, Kunst und Erinnerung
Die erste historische Erwähnung von Lonnano stammt aus dem Jahr 1007. Die Kirche der Heiligen Vito und Modesto in Lonnano stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die beiden Zeitmarken setzen unterschiedliche historische Bezugspunkte: die frühe Erwähnung des Ortes und die Datierung des Kirchenbaus. Damit reicht der Blick auf Lonnanos Geschichte von der Erwähnung im frühen Mittelalter bis zur mittelalterlichen Kirche.
In der Kirche befindet sich außerdem Giuseppe Goris Gemälde „San Domenico e Santa Caterina inginocchiati“ aus dem Jahr 1684. Das Werk ergänzt die deutlich ältere Datierung der Kirche um einen späteren kunsthistorischen Bezugspunkt. Mit Künstler, Titel und Entstehungsjahr lässt sich das Gemälde konkret in die Beschäftigung mit der Kirche einordnen.
Ein Gedenkzeichen für den Wiederaufbau der Kirche von Lonnano besteht aus einem steinernen Sockel mit zwei kleinen rechteckigen Marmorplatten und einem fein gearbeiteten Eisenkreuz. Das Gedenkkreuz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer Widmung für die Gefallenen von Lonnano rekonstruiert. Materialien und Widmung lenken den Blick auf den Wiederaufbau der Kirche und die Erinnerung an die Gefallenen.
Ein traditionelles Gericht
Scottiglia ist ein traditionelles bäuerliches Gericht aus altbackenem Brot mit einer Sauce aus gemischtem Fleisch. Dazu gehören Kalb, Schwein, Huhn, Truthahn und Kaninchen; Lamm kann zusätzlich hinzukommen. Diese mögliche Ergänzung ist von der beschriebenen Fleischmischung zu unterscheiden: Lamm ist keine feste Zutat. Die Verbindung von Brot und Fleischsauce sowie die konkrete Zutatenliste geben einen eigenständigen kulinarischen Bezug für die Reiseplanung.
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