Der Rundweg „Anello Torreone, Croce di Sant’Egidio, Le Celle e Torreone“ führt vom Santuario di Santa Margherita hinunter nach Torreone. Dort geht er auf einem ausgeschilderten Weg neben der Chiesa di San Carlo al Torreone weiter. Die Kirche ist zugleich eine Station des Sentiero di Pietra. So lässt sich die Landschaftstour mit einem konkreten Blick auf die lokale Bau- und Ortsgeschichte verbinden.
Wandern: Strecke, Höhenunterschied und Wegverlauf
Die Runde ist 12,50 km lang, gerechnet für Hin- und Rückweg, weist 500 m Höhenunterschied auf und ist als mittel eingestuft. Das sind drei unterschiedliche Anhaltspunkte für die Tourenwahl: die gesamte Distanz, das Höhenprofil und die Schwierigkeitsbewertung. Berücksichtigen Sie für Ihre Tagesplanung die angegebene Gesamtlänge und den Höhenunterschied gemeinsam.
Nach den letzten Häusern führt der Rundweg in einen Pinienwald. Zu seinen weiteren Merkmalen zählen ein befestigter Weg, der an eine antike römische Straße erinnert, ein Aussichtspunkt mit Blick auf Cortona und das Valdichiana sowie ein Kastanienhain. Damit vereint die Strecke mehrere landschaftliche Eindrücke mit einem historischen Wegbezug.
Eine weitere Wegangabe betrifft den Sentiero di Pietra: Sein Abschnitt Torreone–Sant’Egidio folgt dem CAI-Weg 561. Die beschriebene Runde vom Santuario di Santa Margherita hinunter nach Torreone ist mit CAI-Weg 561S bezeichnet. Die unterschiedlichen Nummern helfen, den Abschnitt des Sentiero di Pietra und den Rundweg auseinanderzuhalten.
Kirche und archäologisches Erbe
Die Chiesa di San Carlo al Torreone wurde 1632 auf Entscheidung des Bischofs Della Robbia für die Gläubigen errichtet, die im Gebiet Torreone lebten. Der geschichtliche Bezug umfasst damit sowohl das Baujahr als auch den Anlass für die Errichtung: Die Kirche war für die Menschen in diesem Gebiet bestimmt.
Als Bau ist sie schlicht und einschiffig, mit drei Altären und einem Sparrendach. Diese Merkmale beschreiben unterschiedliche Seiten ihrer Architektur: den einfachen Raumaufbau, die Altäre und die Dachkonstruktion. So stehen Baugeschichte und Baugestalt als zwei konkrete Zugänge zur Kirche nebeneinander.
Auch die Strada romana del Torreone gehört zum außerstädtischen archäologischen Rundgang von Cortona. Sie verbindet den Namen Torreone mit dem archäologischen Erbe des Gebiets. Für die Monumente des archäologischen Parks bietet das MAEC Dokumentations-, Empfangs-, Orientierungs- und Besucherlenkungsdienste. Damit gibt es neben den einzelnen historischen Orten auch eine Orientierungsebene für den Park.
Le Celle und der franziskanische Wegbezug
Im Eremo Francescano „Le Celle“ können Besucher das Gelände erkunden und an den spirituellen Aktivitäten teilnehmen, die die Ordensgemeinschaft anbietet. Das setzt einen anderen Schwerpunkt als die Landschafts- und Baugeschichte der Wege: Hier steht das spirituelle Angebot der Gemeinschaft im Mittelpunkt.
Auch die Via di Francesco in der Toskana führt vor Cortona zum historischen franziskanischen Eremo Le Celle. Le Celle begegnet damit in zwei benannten Zusammenhängen: im Namen des Rundwegs bei Torreone und als Ziel der Via di Francesco vor Cortona. So lassen sich der Rundweg und der toskanische Wegbezug als unterschiedliche Reiseanlässe einordnen.
Weitere Reiseziele entdecken: Barullo-Centoia, Camucia, Ossaia, Montanare, Cegliolo, Mercatale, Col Di Morro, Fratticciola.
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