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Montepescali liegt auf 222 Metern Höhe auf Hügeln, die ursprünglich die Ufer des antiken Lago Prile begrenzten. Von dieser erhöhten Lage reicht der Blick über die Ebene bis zum Meer. Landschaft und Ortsgeschichte stehen damit eng nebeneinander: Das Relief prägt den Blick nach außen, während Mauern, Kirchen und kleine Plätze die historische Seite des Ortes sichtbar machen.

Landschaft und Rundgang

Wer gern zu Fuß unterwegs ist, kann ein Stück an der Außenseite der Mauern entlanggehen und dabei die umliegende Landschaft betrachten. Die Wegorientierung verbindet so das Ortsbild mit dem Blick in die Umgebung, ohne dass dafür eine bestimmte Rundstrecke vorausgesetzt werden muss.

Charakteristische Gassen führen zu kleinen, malerischen Plätzen, die mit sorgfältig gepflegten Blumen und Pflanzen geschmückt sind. Bei einem Rundgang können Sie zudem das alte Krankenhaus und den Uhrturm besichtigen. Gassen, Plätze und diese beiden Landmarken geben unterschiedliche Anknüpfungspunkte, um das Ortsbild zu erkunden.

Kirchen und Kunstgeschichte

Die Chiesa di San Niccolò wurde wahrscheinlich erstmals im 11. Jahrhundert errichtet; ihre Existenz ist spätestens für das Jahr 1276 belegt. Ihr Altarbild wird Matteo di Giovanni zugeschrieben, einem Maler der sienesischen Schule des 15. Jahrhunderts. Damit treffen an der Kirche eine frühe, ausdrücklich wahrscheinliche Bauzeit und eine spätere kunsthistorische Einordnung des Altarbilds zusammen.

In der Pieve di San Niccolò in Montepescali befindet sich ein Freskenzyklus aus dem 14. Jahrhundert, der der Schule von Bartolo di Fredi zugeschrieben wird. Bei der Chiesa dei Santi Stefano e Lorenzo liegt der Schwerpunkt dagegen auf dem Kirchenbau selbst: Sie wurde im Laufe des 13. Jahrhunderts erbaut und bewahrt trotz zahlreicher Restaurierungen und Ergänzungen ihren ursprünglichen romanischen Grundriss. Dieser besteht aus einem einschiffig gegliederten lateinischen Kreuz mit erhöhtem Querhaus.

Auch der Glockenturm der Chiesa dei Santi Stefano e Lorenzo erzählt von der baulichen Entwicklung des Ortes: Er wurde aus einem bestehenden Turm entlang der Stadtmauer errichtet. So stehen beim Kirchenbau ein erhaltener Grundriss und die Weiterverwendung eines vorhandenen Turms nebeneinander.

Mauerring und Baluardo

Am südlichen Ende des Mauerrings wurde im 16. Jahrhundert der dreizackige Baluardo als charakteristische Befestigungsanlage hinzugefügt. Im Zuge von Renovierungsarbeiten im vergangenen Jahrhundert wurde er in eine Panoramaterrasse umgestaltet. Die Anlage lässt sich daher sowohl über ihre ursprüngliche Rolle innerhalb der Befestigung als auch über ihre spätere Umgestaltung einordnen; beides gehört zu ihrer Geschichte.

Keramik und Musik

In der Werkstatt Montis Pescalis Ceramiche entstehen Blas- und Schlaginstrumente aus Keramik. Für die dort hergestellten Instrumente wird Bucchero verwendet, eine einfarbig schwarze Technik, die die etruskische Keramik kennzeichnet. Das Handwerk verbindet so ein bestimmtes Material und eine historische Keramiktechnik mit Musikinstrumenten. Wenn Sie sich dafür interessieren, besteht außerdem die Möglichkeit, an Keramikkursen teilzunehmen. Prüfen Sie vor der Reise, ob ein Kurs für Ihren Zeitraum verfügbar ist.

Anreise mit der Bahn

Der Bahnhof Montepescali liegt an den Bahnverbindungen Livorno–Rom und Grosseto–Siena. Wenn Sie die Anreise mit der Bahn planen, prüfen Sie vor der Abfahrt den aktuellen Fahrplan.

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