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Capraia Isola verbindet eine markante Vulkanlandschaft mit Naturbeobachtung und historischen Wegen. Als einzige Vulkaninsel des Toskanischen Archipels ist die Insel überwiegend gebirgig: An der Westküste fällt das Gelände sehr steil ab, während die Hänge im Osten sanfter verlaufen. Der Monte Castello ist mit 445 Metern der höchste Gipfel Capraias. Das Spektrum reicht vom Feuchtgebiet und der Pflanzenwelt bis zu Felsformationen am Meer und Bauwerken aus verschiedenen Epochen.

Stagnone, Pflanzenwelt und Küste

Der Stagnone ist der einzige See im Toskanischen Archipel. Er entstand in einer natürlichen Senke durch Regenwasser und Grundwasser und ist zugleich ein bedeutendes Feuchtgebiet. Besonders im Frühjahr ist er ein bevorzugter Ort, um Zugvögel zu beobachten. Auch die Pflanzenwelt ist vielfältig: Auf Capraia wurden mehr als 650 Pflanzenarten erfasst, ein bedeutender Anteil davon ist endemisch.

Auf dem Sentiero del Reganico führt der Weg durch Lebensräume, in denen Sie die natürliche Vielfalt der Insel entdecken und zuvor beobachtete Pflanzenarten wiedererkennen können. Eine andere Naturperspektive bieten die Gewässer um Capraia: Dort gibt es Posidonia-Seegraswiesen und untergetauchte Felswände, die Schnorchler und Taucher anziehen. An der Cala dello Zurletto lassen sich Faltungen, Intrusionen und Formen der Meereserosion betrachten. Pflanzenbeobachtung, Meereslebensräume und Geologie setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte für die Erkundung der Insel.

Wege und Inselgeschichte

Die Strada di San Leonardo stammt aus römischer Zeit und eignet sich als Spazierweg zwischen Hafen und Ort. Sie führt durch die mediterrane Macchia. Über die alte Maultierstrecke erreichen Sie bei einem kurzen Spaziergang die befestigten Häuser des Ortes. Ihre sehr dicken Mauern erinnern an die frühere defensive Nutzung: Zum Schutz vor Angriffen wurden einst nur die oberen Stockwerke bewohnt.

Ein Wanderweg führt vom Stagnone über den Monte Le Penne zum Hafen und durch das Gelände der ehemaligen landwirtschaftlichen Strafkolonie. Dort können Besucher Ruinen sowie die früheren Gebäude Caseificio, Stalle und Lavanderia sehen. Die Befestigungsanlagen Forte San Giorgio und Torretta del Bagno stammen aus der Zeit der genuesischen Herrschaft. In der Chiesa di San Nicola wird eine dem Heiligen gewidmete Holzstatue aufbewahrt, die aus dem Meer geborgen wurde. Wege, frühere Nutzungen und Bauwerke geben so jeweils einen anderen Einblick in die Geschichte Capraias.

Saisonale Anlässe und Anreise

Das Walking Festival umfasst auf Capraia im Frühjahr und Herbst geführte Wanderungen und Ausflüge, bei denen die landschaftlichen Besonderheiten der Insel zu Fuß erkundet werden. Ein anderer saisonaler Anlass ist die Sagra del Totano, die jedes Jahr im November stattfindet. Sie verbindet einen Wettbewerb im Tintenfischfang mit einer Sagra und Ständen mit Speisen und Wein. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest abstimmen möchten, prüfen Sie vorab den konkreten Veranstaltungstermin.

Zum Palio marinaro dell’Arcipelago Toscano gehört auch Capraia. Bei dieser langjährigen Tradition treten die Besatzungen der toskanischen Inseln im August und September auf Ruderbooten gegeneinander an. Capraia Isola gehört seit 1996 zum Nationalpark Toskanischer Archipel. Für die Anreise erreichen Sie die Insel mit der planmäßigen Fähre ab Porto Mediceo in Livorno; prüfen Sie den Fahrplan vor der Reise.

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