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Rundwege, ein thematischer Waldpfad und die Geschichte des Alabasterabbaus eröffnen in Castellina Marittima verschiedene Zugänge zur Landschaft und zum Ort. Dazu kommen Oliven- und Weinbau sowie Zeugnisse aus mehreren Epochen. Wer eine Reise hier plant, kann Natur, Ortsgeschichte und lokale Produktion als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.

Rundwege, Waldpfad und weite Ausblicke

Die Percorsi Verdi umfassen etwa 20 Kilometer gut ausgeschilderte Rundwege, die am Hauptplatz von Castellina Marittima beginnen. Für die Orientierung stellt die Gemeinde druckbare Wanderkarten, detaillierte Unterlagen zu den einzelnen Wegen sowie GPX- und KML-Tracks bereit. Damit stehen verschiedene Materialien zur Vorbereitung zur Verfügung, von der Übersichtskarte bis zu einzelnen Wegbeschreibungen und digitalen Tracks.

Ein anderes Format bietet „L’arco e il tempo“: Der etwa einen Kilometer lange, ausgestattete Waldweg verbindet Stationen zur menschlichen Evolution mit dem Ausprobieren des traditionellen Bogenschießens. Die beiden Wanderangebote unterscheiden sich im Umfang und Thema: Das Wegenetz umfasst rund 20 Kilometer Rundwege, während der Waldweg eine einzelne kurze Strecke mit einem thematischen Schwerpunkt ist. So lässt sich vorab abwägen, ob eher ein Rundweg oder ein kompakter Themenpfad zur eigenen Planung passt.

Von Aussichtspunkten der Percorsi Verdi bieten sich Blicke auf den Golf von Baratti, das Vorgebirge von Piombino, den Toskanischen Archipel, die Ebene von Pisa und die Apuanischen Alpen. Sassi Bianchi ist ein Aussichtspunkt mit Blick auf den Toskanischen Archipel und die Apuanischen Alpen. Auch Le Cave di Piero ergänzt die Naturthemen des Ortes: Das öffentliche Naturareal verfügt über Tische, Bänke und Grillstellen.

Alabaster und historische Bauwerke

Castellina Marittima verbindet mehrere historische Themen mit seinen Sehenswürdigkeiten. Die romanische Kirche San Giovanni Battista ist ein sehenswerter Ort; die antike Pieve di San Giovanni Decollato zählt zu den historischen Bauwerken. Hinzu kommen die Überreste der antiken Festung, die ebenfalls als sehenswerter Ort gelten. Diese Bauwerke und Relikte stehen für unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte.

Der Alabasterabbau gehört ebenfalls zum historischen Erbe Castellina Marittimas. Der Abbau des „Bianco di Castellina“ ist mit dem Ort verbunden. Im zentralen Museumspunkt des Ecomuseo dell’Alabastro werden Archivmaterialien zu den Verfahren der Alabastergewinnung aufbewahrt. Das Ecomuseo ist ein mehrteiliges Museumsangebot, das Castellina Marittima, Santa Luce und Volterra umfasst. Damit führt der lokale Bezug zum Alabaster zugleich in einen größeren, auf drei Gemeinden verteilten Zusammenhang.

Oliven, Wein und ländliche Küche

In Castellina Marittima werden Oliven angebaut und Öl produziert. Auf der Tenuta del Terriccio wachsen 12.000 Olivenbäume der Sorten Frantoio, Moraiolo, Maurina und Rosciola; sie werden auf 50 Hektar nach biologischen Anbaumethoden bewirtschaftet. Auch der Weinbau prägt die lokale Geschichte: Zahlreiche Weingüter mit hochwertigen Weinen trugen dazu bei, dass Castellina Marittima in die Strada del vino Costa degli Etruschi aufgenommen wurde.

Die Gastronomie des Ortes wurzelt in einer ländlichen Tradition der sogenannten „cucina povera“, die mit dem Leben der Alabastersteinbrucharbeiter verbunden ist. Olivenöl, Wein und diese Küchentradition zeigen verschiedene Seiten der lokalen Produktion und Geschichte. Zusammen mit den Bauwerken und dem Alabasterthema entsteht so ein Ortsbild, in dem Landschaft, Arbeit und Kultur eng miteinander verbunden sind.

Weitere Reiseziele entdecken: Terriccio, Santa Maria A Monte, Castel del Bosco, Casale Marittimo, Pomarance, Santa Luce, Capannoli, Molino d'Egola.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pisa.

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