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Colleoli liegt in den grünen Hügeln und verbindet Weinberge und jahrhundertealte Olivenhaine mit einer bis ins Mittelalter zurückreichenden Ortsgeschichte. Der Rundweg Anello di Usigliano e Colleoli führt durch die ehemaligen Bauernhöfe von Usigliano und Colleoli. Zugleich ist Colleoli in die historisch-kulturelle Castrum-Route durch die Hügelsiedlungen am rechten Ufer des Flusses Era einbezogen. So lässt sich der Ort sowohl über seine Landschaft als auch über seine Geschichte einordnen.

Landschaft und Routen

Der Rundweg Anello di Usigliano e Colleoli führt durch eine für die toskanische Landschaft typische Umgebung mit ausgedehnten Weinbergen und jahrhundertealten Olivenhainen. Er verläuft durch die ehemaligen Bauernhöfe von Usigliano und Colleoli; Landschaft und frühere Hofnutzung stehen dadurch als zwei Aspekte derselben Route nebeneinander. Für Reisende, die Colleoli wegen seiner Umgebung in Betracht ziehen, ist das ein konkreter Anknüpfungspunkt: Weinberge und Olivenhaine prägen das Landschaftsbild, während die Höfe den Blick auf die landwirtschaftliche Vergangenheit ergänzen.

Die Castrum-Route setzt einen anderen Akzent. Sie bezieht Colleoli in die historisch-kulturelle Route durch die Hügelsiedlungen am rechten Ufer des Flusses Era ein. Damit steht nicht mehr die landwirtschaftliche Landschaft, sondern der geschichtliche Zusammenhang mehrerer Hügelsiedlungen im Vordergrund. Der Vergleich ist hilfreich, wenn Sie Colleoli anhand eines bestimmten Interesses auswählen möchten: Der Rundweg nennt frühere Höfe und Kulturlandschaft, die Castrum-Route die kulturhistorische Einordnung des Orts.

Mittelalter, Kirche und Hofgeschichte

Die Ursprünge Colleolis reichen bis ins Mittelalter zurück. Im Zusammenhang mit dem 11. Jahrhundert steht das Schloss von Colleoli. Die kleine Kirche San Bartolomeo gehört zum Weiler; ein Eintrag vom 27. August 1228 hält ihre Weihe an den heiligen San Bartolomeo fest. Eine spätere Ebene bildet der frühere Bauernhof, der ab 1494 fast fünf Jahrhunderte lang von der pisanischen Familie Augustini verwaltet wurde. Die Zeitangaben betreffen unterschiedliche Teile der Ortsgeschichte: Das 11. Jahrhundert steht für den historischen Zusammenhang des Schlosses, 1228 für den Eintrag zur Kirchenweihe und 1494 für den Beginn der Verwaltung des Bauernhofs durch die Augustini. So stehen die mittelalterlichen Bezüge von Schloss und Kirche neben der späteren, langjährigen Verwaltungsgeschichte des Hofs.

Das frühere Anwesen des Bauernhofs

Das heutige Anwesen des Borgo di Colleoli Resort umfasst eine herrschaftliche Villa im Zentrum eines Komplexes ehemaliger Wirtschaftsgebäude des früheren Bauernhofs. Dazu zählen eine Ölmühle, ein Getreidespeicher und eine Werkstatt. Die Gebäudetypen stehen für unterschiedliche Aufgaben eines Hofs: Verarbeitung von Öl, Lagerung von Getreide und handwerkliche Arbeit. Dadurch wird die frühere Hofnutzung auch über einzelne Gebäude greifbar, nicht nur über den historischen Zeitraum der Verwaltung.

Die Wirtschaftsgebäude ergänzen damit die Bezüge von Kirche und Schloss um die spätere Geschichte des Bauernhofs. Für einen kulturhistorisch geprägten Ortsbesuch entsteht so ein differenziertes Bild: Colleoli verbindet kirchliche und herrschaftliche Geschichte mit der Verwaltung und den Arbeitsbereichen eines früheren Hofes.

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