Legoli bietet verschiedene Anknüpfungspunkte für eine Entdeckung: die Kunstinstallation „Presenze“, ein Tabernakel mit Fresken, einen Blick über die Landschaft der Alta Valdera und eine Radrundstrecke mit kurzem Abstecher. Sie können Ihren Aufenthalt an dem Thema ausrichten, das Sie besonders interessiert – zeitgenössische Kunst, sakrale Kunstgeschichte, Landschaft oder eine Tour auf dem Rad.
„Presenze“: Skulpturen und Materialien
Die Installation „Presenze“ umfasst vier Skulpturen von Naturaliter Snc. Sie sind zwischen 5 und 9 Meter hoch und bestehen aus Polystyrol und Polyurethanschaum, verkleidet mit Zementfasern. Die Maße und der Materialaufbau geben der Arbeit zwei konkrete Seiten: ihre stattliche Dimension und die ungewöhnliche Verbindung unterschiedlicher Werkstoffe.
Auch die Idee hinter der Installation gehört zu ihrer Einordnung: „Presenze“ wurde von der Vorstellung inspiriert, dass aus Abfall neues Leben entstehen kann. Damit stehen nicht allein die Skulpturen und ihre Materialien im Mittelpunkt, sondern auch der Gedanke der Verwandlung. Wer sich für zeitgenössische Kunst interessiert, findet hier einen Zugang über Form und Größe ebenso wie über das Leitmotiv.
Tabernakel, Fresken und Oratorium
Das Tabernakel in Legoli ist an allen vier Seiten mit Fresken ausgemalt. Die Dekoration beschränkt sich damit nicht auf eine einzelne Seite, sondern umfasst das Tabernakel rundum. Zu seinem Schutz errichtete Alesso della Fanteria im Jahr 1822 ein kleines Begräbnisoratorium.
Das Tabernakel wurde wahrscheinlich von Benozzo Gozzoli während seines Aufenthalts in Legoli geschaffen. So stehen eine vorsichtig formulierte Zuschreibung und eine konkrete Bauangabe nebeneinander: Die wahrscheinliche Urheberschaft betrifft das Tabernakel, das Jahr 1822 den zu seinem Schutz errichteten Bau. Diese Unterscheidung hilft, die Fresken und das Oratorium als zusammenhängende, aber unterschiedliche Teile der Ortsgeschichte zu betrachten.
Landschaft und Radrunde
Von der Terrasse der Pfarrkirche Saints Giusto and Bartolomeo bietet sich ein Blick über die Wälder, Weizenfelder, Weinberge und Olivenhaine der Alta Valdera. Die benannten Landschaftselemente geben dem Panorama einen konkreten Charakter: Neben bewaldeten Flächen gehören auch Felder und landwirtschaftlich geprägte Flächen zum Blick über die Region.
Auch eine Radrundstrecke bezieht Legoli ein: Die Route Ghizzano–Libbiano–Legoli umfasst einen kurzen Abstecher zum Tabernacolo di Benozzo Gozzoli in der Kapelle Santa Caterina in Legoli. Für Radreisende lässt sich so eine kulturelle Station in die Radrunde einordnen, ohne aus dem kurzen Abstecher eine eigene längere Route zu machen. Der Name der Strecke und das angegebene Ziel helfen dabei, diesen Teil der Tour konkret zuzuordnen.
Triangolo Verde und Führungen
Das Triangolo Verde bietet Veranstaltungen, kulturelle Aktivitäten und Ausbildungskurse. Von der Straße Via Libbiano a Legoli aus ist es direkt erreichbar. Außerdem sind kostenlose Führungen zur Abfallbehandlungs- und Entsorgungsanlage und/oder zum Bereich der „Giganten“ vorgesehen. Prüfen Sie vorab, ob und wann solche Führungen angeboten werden. Damit lässt sich der Besuch dieses Ortes von den kunsthistorischen Stationen unterscheiden: Hier stehen Aktivitäten und Führungen rund um die Anlage oder den Bereich der „Giganten“ im Vordergrund.
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