Pisa lässt sich über sehr unterschiedliche Kulturspuren entdecken: vom mittelalterlichen Ensemble an der Piazza del Duomo über Sammlungen zur Geschichte der Stadt und ihrer Beziehung zum Wasser bis zu einem traditionsreichen Botanischen Garten. Wenn Sie eine Unterkunft für einen Kulturaufenthalt suchen, können diese Themen Ihre Planung leiten. Wählen Sie zunächst aus, was Sie besonders interessiert; die Sehenswürdigkeiten setzen jeweils eigene Akzente.
Vier Bauwerke und ein mittelalterliches Ensemble
Auf der Piazza del Duomo bilden Kathedrale, Baptisterium, Glockenturm – der Schiefe Turm – und Friedhof eine einzigartige, eng zusammenstehende Gruppe von vier Meisterwerken mittelalterlicher Architektur. Die Monumente sind zugleich ein Bezugspunkt für die Forschung zum pisanischen Romanikstil. So verbindet der Platz einzelne Bauwerke mit einem architektonischen Zusammenhang, der auch für die Beschäftigung mit diesem Stil wichtig ist.
Einen anderen Akzent setzt die Chiesa di Santa Maria della Spina: Sie ist ein außergewöhnliches Beispiel der pisanischen Gotik und wurde 1230 am Flussbett des Arno errichtet. Für einen Besuch mit historischem Schwerpunkt lässt sich damit mittelalterliche Baukunst in zwei unterschiedlichen Ausprägungen betrachten, ohne beide auf dasselbe Ensemble zu reduzieren.
Auch die mittelalterlichen Mauern gehören zur Geschichte Pisas. Ihr Umfang betrug etwa 7 km; die Türme standen jeweils 300 m auseinander, und es gab etwa 20 Tore. Diese Maße geben eine Vorstellung vom Umfang der Befestigung und ihrer Gliederung. Der Umfang ist eine historische Größenangabe und beschreibt nicht automatisch eine heute mögliche Besichtigungsroute.
Museen mit verschiedenen Blickwinkeln
Das Museo delle Navi antiche ist in den Arsenali Medicei untergebracht. In acht Abteilungen erzählt es mehr als 1.000 Jahre Geschichte Pisas und seiner Beziehung zum Wasser. Die Führungen konzentrieren sich auf antike Schiffe und archäologische Funde aus den Ausgrabungen im Gebiet von Pisa San Rossore; für sie werden Termine zur Auswahl angeboten. Wenn eine Führung zu Ihrem Plan passt, prüfen Sie die angebotenen Termine bei der Planung.
Anders ausgerichtet ist die Sammlung des Palazzo Blu: Ihre Werke sind durch Urheber, Auftraggeber, Herkunft oder Thema mit Pisa und seinem Gebiet verbunden. Das Museo nazionale di San Matteo bewahrt dagegen eine umfangreiche Sammlung mittelalterlicher islamischer Keramiken, Münzen und Siegel. Diese Schwerpunkte bieten verschiedene Zugänge zur Stadt: über die Verbindung zum Wasser, über Werke mit Pisa-Bezug oder über bestimmte mittelalterliche Sammlungsobjekte.
Botanischer Garten und Kunst im Stadtraum
Der Orto Botanico di Pisa wurde 1543 gegründet und ist der älteste universitäre Botanische Garten der Welt. Er umfasst etwa zwei Hektar und beherbergt etwa 3.000 kultivierte Pflanzen. Überwiegend nach historischen Kriterien gegliedert, besteht er aus sieben Bereichen: Scuola Botanica, Orto del Cedro, Orto del Mirto, Serre, Piazzale Arcangeli, Orto Nuovo und Orto Del Gratta. Die Namen und die historische Gliederung geben dem Garten einen eigenen Schwerpunkt neben Pisas Architektur und Sammlungen.
Eine andere Epoche der Kunstgeschichte steht mit Tuttomondo im Blick: Keith Haring schuf das Wandgemälde 1989 in Pisa. Der Kontrast zu den mittelalterlichen Bauwerken und Sammlungen macht es zu einem eigenständigen Thema für eine kulturell ausgerichtete Reise.
Praktische Orientierung für Ihren Aufenthalt
Der Bereich der Piazza del Duomo ist für den öffentlichen und privaten Fahrzeugverkehr gesperrt. Prüfen Sie die städtischen Hinweise zu dieser Regelung vor Ihrer Reise. Für die Orientierung bietet die offizielle kostenlose Tourismus-App der Stadt, Walking in the City, acht städtische Rundgänge.
So beginnen Sie die Suche mit einer konkreten Vorstellung davon, welche Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen, statt sich an einer beliebigen Sehenswürdigkeitenliste zu orientieren.
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