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Die Reiseplanung für Castello Di Tocchi lässt sich an zwei Interessen ausrichten: sakrale Kunst und Baugeschichte oder Wege und Landschaft. Fresken und Kirchen liefern kulturgeschichtliche Anknüpfungspunkte; das Themengebiet Tocchi, der T1 und der Wasserfall La Pigna eröffnen die naturbezogene Perspektive.

Castello und Borgo

Am Borgo Castello di Tocchi ist das Eingangstor fast vollständig erhalten. Ein Turm flankiert es und schützte den Zugang. Das Castello Di Tocchi liegt nahe dem Borgo Tocchi und ist über eine unbefestigte Straße erreichbar. Berücksichtigen Sie diese Straßenbeschaffenheit bei Ihrer Planung und prüfen Sie vor dem Besuch den aktuellen Zustand der Straße.

Naturschutzgebiet, Wege und Wasserfall

Nach aktuellen offiziellen Angaben umfasst der biogenetische Teil des Naturschutzgebiets Tocchi 575 Hektar; diese Flächenangabe kann von den zuständigen Behörden später überarbeitet werden. Die gesamte biogenetische Teilfläche liegt innerhalb des ZSC-Gebiets IT5190006 „Alta Val di Merse“.

Das Wegenetz von Monticiano ist in vier Themengebiete gegliedert; Tocchi ist eines davon. Die kommunale Übersicht wurde im Oktober 2020 aktualisiert. Der Weg T1 Iesa-Palazzo–Tocchi wird als Erkundungsweg mit naturkundlichem und landschaftlichem Interesse beschrieben. Er verbindet Iesa-Palazzo mit Tocchi und führt über den Wasserfall La Pigna. Die Gebietseinteilung beschreibt den thematischen Zuschnitt, während T1 eine konkrete Verbindung benennt.

La Pigna ist ein Karstwasserfall, der von einer kleinen Quelle gespeist wird. Diese führt ganzjährig Wasser und mündet in den darunterliegenden Fosso Migliorina.

Kirchen und Kunst

In der Chiesa della Natività di Maria befindet sich ein Lünettenfresko. Madonna und Kind sind zwischen der heiligen Lucia und einem gekrönten König dargestellt; daneben erscheinen der heilige Rochus und der heilige Antonius der Große. Eine Lünette ist ein bogenförmiges Bildfeld; die Bezeichnung verweist hier auch auf die Form der Darstellung.

Die Fresken werden vorläufig zwischen dem Ende des 16. Jahrhunderts und dem zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts datiert. Ihre kompositorische Qualität wird mit dem Werk des sienesischen Malers Francesco Bartalini in Verbindung gebracht. Für kunstgeschichtlich Interessierte bieten Bildmotiv und vorsichtige zeitliche Einordnung unterschiedliche Anhaltspunkte.

Die Pieve di Tocchi wurde möglicherweise im 11. Jahrhundert errichtet. Das heutige Gebäude der Pieve di Santa Maria Assunta wurde im 16. Jahrhundert errichtet. Die Kirche ist einschiffig; ihr Innenraum entspricht dem Erscheinungsbild einer Restaurierung von 1911. Diese Angaben unterscheiden den möglichen Ursprung der Pieve, den Bau des heutigen Gebäudes und den späteren Restaurierungszustand. Einschiffig bezeichnet einen Kirchenraum mit nur einem Schiff; er hat also keine zusätzlichen Seitenschiffe, die den Innenraum parallel in mehrere Bereiche gliedern.

Weitere Reiseziele entdecken: Tocchi, San Lorenzo A Merse.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Monticiano.

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