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In Chiusi stehen zwei sehr unterschiedliche Maßstäbe im Blick: Das Mosaik im Presbyterium der Kathedrale San Secondiano stammt aus dem 4. bis 5. Jahrhundert; der unbefestigte Sentiero della Bonifica ist etwa 62 Kilometer lang. Für die Wahl eines Hotels in Chiusi lohnt es sich, den eigenen Schwerpunkt zu bestimmen: sakrale Kunst und archäologische Sammlungen, Bewegung auf einer langen Rad- und Fußroute oder Küche am Lago di Chiusi.

Kathedrale und Museumssammlungen

Die Kathedrale San Secondiano besitzt achtzehn wiederverwendete römische Säulen. Jede ist anders, und ihre Kapitelle tragen unterschiedliche Stilrichtungen. Im Presbyterium befindet sich außerdem ein Mosaik aus dem 4. bis 5. Jahrhundert, das aus einer älteren Basilika geborgen wurde. So kommen in demselben Bauwerk verschiedene historische Bezüge zusammen: Bei den Säulen stehen ihre Wiederverwendung und die Kapitellformen im Vordergrund, beim Mosaik seine Datierung und Herkunft. Wer sich für Architektur interessiert, kann diese Details als unterschiedliche Blickwinkel auf die Kathedrale betrachten.

Das Museo Etrusco di Chiusi wurde 1871 gegründet, um zahlreiche Funde aus dem Gebiet von Chiusi auszustellen. Besonders hervorzuheben ist der Canopo di Dolciano aus Bronze und Terrakotta, der aus dem späten 7. Jahrhundert v. Chr. stammt. Das Kathedralmuseum zeigt eine andere Sammlung: illuminierte benediktinische Kodizes aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die aus der Abtei Monte Oliveto Maggiore stammen. Wer einen Museumsbesuch nach Themen auswählt, kann so zwischen archäologischen Funden aus dem Chiusi-Gebiet und illuminierten Handschriften unterscheiden.

Das Labyrinth und seine Spuren

Die Tunnel des Labyrinths in Chiusi stammen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr.; wahrscheinlich dienten sie der Entsorgung, Entwässerung und städtischen Wasserversorgung. Zum Labyrinth gehört auch eine monumentale etruskisch-römische Zisterne aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., deren Wände in Sandstein gehauen sind. Die beiden Elemente bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Bei den Tunneln geht es um ihre wahrscheinlichen Funktionen, bei der Zisterne um Bauweise und Datierung.

Eine Route und ein Gericht am See

Der Sentiero della Bonifica setzt einen anderen Schwerpunkt. Der etwa 62 Kilometer lange, unbefestigte Weg verbindet Arezzo mit Chiusi und verläuft am Canale Maestro della Chiana entlang. Er eignet sich für den Rad- und Fußverkehr und ist für Autos gesperrt. Zugang zum Weg besteht von Chiusi Scalo oder Chiusi Città aus. Seine ungefähre Gesamtlänge macht ihn zu einer eigenen Streckenentscheidung neben den Besuchen von Bauwerken und Sammlungen.

Brustico bringt einen konkreten kulinarischen Bezug zum Lago di Chiusi. Das Gericht besteht aus Seefisch, der über der offenen Flamme von Schilfrohr vom See gegart, filetiert und mit Öl, Salz, Pfeffer und Zitrone serviert wird. Restaurants am Ufer des Lago di Chiusi bieten es als Vorspeise oder zweiten Gang an. Damit ist Brustico eine konkrete Möglichkeit, die lokale Küche in die Auswahl der Reiseinteressen einzubeziehen.

Die Öffnungszeiten des Kathedralmuseums von Chiusi und der Katakomben können variieren. Prüfen Sie die Zeiten vor Ihrem Besuch.

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