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Glasgeschichte, mittelalterliche Bauwerke und Wege durch Stadt und Landschaft geben einem Aufenthalt in Colle di Val d'Elsa unterschiedliche Schwerpunkte. Wer hier eine Unterkunft sucht, kann den eigenen Plan an den Museen und Sehenswürdigkeiten im Ort oder an den beschriebenen Wegen ausrichten – und beides miteinander verbinden, wenn es zum Reiseprogramm passt.

Museen, Kunst und Baugeschichte

Das Museo del Cristallo befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte Boschi. Der Standort macht die Verbindung zur früheren Glashütte unmittelbar sichtbar. Im archäologischen Museum im Palazzo Pretorio begegnen Ihnen etruskische, römische und mittelalterliche Funde. Zum Museumskomplex gehören außerdem der Giardino delle Arti und die Stanze della Memoria „Gracco Del Secco“.

Das Museo San Pietro verbindet sakrale Kunst mit der Geschichte der Stadt. Die ausgestellten religiösen Kunstwerke veranschaulichen die Entwicklung des Glaubens im Valdelsa von den Anfängen bis zur Entstehung der Diözese Colle. Die Erhebung Colles zur Stadt im Jahr 1592 bildet einen Höhepunkt der historischen Darstellung. Hinzu kommen bürgerliche Sammlungen des 19. und 20. Jahrhunderts mit Werken von Antonio Salvetti und Walter Fusi sowie Sammlungen von Walter Fusi und Romano Bilenchi. Aus Bilenchis Bibliothek ist eine Auswahl mit Werken von Ottone Rosai, Moses Levy und Mino Maccari ausgestellt.

Auch einzelne Bauwerke und Kunstwerke setzen eigene Akzente. Die Kirche Santa Caterina d’Alessandria in Colle Alta ist seit dem Ende des 13. Jahrhunderts urkundlich belegt. Dort befindet sich eine polychrome Terrakottagruppe von Zaccaria Zacchi: Sie stellt die Beweinung Christi dar und entstand zwischen 1504 und 1506. Im Duomo di Colle bewahrt die Cappella del Sacro Chiodo in einem Tabernakel einen der Nägel auf, die für die Kreuzigung Christi verwendet wurden. Der Palazzo Campana wiederum ist ein Beispiel toskanischer manieristischer Architektur des 16. Jahrhunderts.

Zur Baugeschichte gehören auch Brücke und Befestigung: Das Convento di San Francesco ist durch die neunteilige Ponte di San Francesco mit dem Borgo verbunden; fertiggestellt wurde die Brücke 1338. Das restaurierte Bastione di Sapia ist ein altes Militärbauwerk, das durch einen Turm verstärkt wurde. Von dort bietet sich ein weiter Blick auf das Convento di San Francesco und den Duomo.

Wege durch Stadt und Landschaft

Colle di Val d'Elsa liegt an der Via-Francigena-Etappe 32 zwischen San Gimignano und Monteriggioni. Im Gemeindegebiet verläuft ein Weg durch das Stadtzentrum, ein weiterer durch die Landschaft. Als Rundweg führt der Anello della Francigena Colligiana über 22 Kilometer mit Start und Ziel in Colle di Val d'Elsa. Die unterschiedlichen Wegführungen und die Länge des Rundwegs bieten konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie Ihre Zeit zwischen Stadterkundung und einer längeren Tour aufteilen möchten.

Eine kürzere benannte Wegstrecke ist der SentierElsa: Der Flussweg ist etwa 4 Kilometer lang und beginnt an den hydraulischen Anlagen Steccaia und Callone Reale. Im Abschnitt Diborrato bilden die Wasser des Elsa einen etwa 15 Meter hohen Wasserfall und einen kleinen See, dessen Tiefe ungefähr 10 Meter beträgt. Der Fluss am SentierElsa gilt als badetauglich und ist im Sommer ein Ziel für viele Badende. Informieren Sie sich vor dem Schwimmen vor Ort über die Bedingungen. Der Längenvergleich – etwa 4 Kilometer beim SentierElsa gegenüber 22 Kilometern beim Anello – hilft dabei, die gewünschte Wegstrecke in die Tagesplanung einzubeziehen.

Für einen weiteren archäologischen Schwerpunkt führt der Blick nach Dometaia, einem Ortsteil der Gemeinde Colle di Val d'Elsa, fünf Autominuten außerhalb des Stadtzentrums. Der Archäologische Park von Dometaia umfasst 56 Gräber aus einem Zeitraum von der Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. bis zu den ersten Jahren des 2. Jahrhunderts n. Chr. Bei vor Ort veranstalteten pädagogischen Workshops gehören simulierte Ausgrabungen, Landschaftsstudien und die Bearbeitung von Ton zu den Aktivitäten.

Unterwegs planen

Wenn Sie mit dem Stadtbus zur Colle Alta fahren möchten: Die Linie 202 verbindet das Busterminal in der Via Bilenchi mit der Haltestelle „Parcheggio Rimembranza“ am Eingang zur Colle Alta. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan. So können Sie diesen Abschnitt der Anreise bei der Planung Ihres Besuchs berücksichtigen.

Ein weiterer Einblick in die lokale Küche ergibt sich bei der Sagra della Miseria in Santa Caterina, wo Kostproben traditioneller bäuerlicher Küche angeboten werden. Das Fest wird häufig organisiert; prüfen Sie vor der Reise die Termine. So können Sie die Auswahl an Ihrem eigenen Programm ausrichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Castel San Gimignano, Campiglia Dei Foci, Borgatello, Radicondoli, Sinalunga, Valiano, Badiaccia A Montemuro, Gaiole In Chianti.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Siena.

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