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Das Castello di Frosini verbindet eine frühe Erwähnung aus dem Jahr 1004 mit erhaltenen mittelalterlichen Bauteilen. Hinzu kommen Kirchen und Kunstwerke mit Bezügen zu San Galgano sowie eine hügelige Landschaft mit Blicken auf Chiusdino und Pian di Feccia. So können Sie bei der Planung Ihres Aufenthalts zwischen Baugeschichte, historischen Verbindungen und Landschaftsschwerpunkten wählen.

Das Castello di Frosini und seine Geschichte

Der erste Hinweis auf das Castello di Frosini stammt aus dem Jahr 1004: Gherardo und Willa aus der Familie Gherardeschi erwähnten es in einem Dotierungsakt zugunsten der Abtei Serena. Die Verbindung von Ort, Familie und Abtei gibt der frühen Geschichte einen konkreten zeitlichen Anker. Das Castello lag historisch außerdem als Vorposten an einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen zum Meer und zum Bergbaugebiet. Diese Rolle gehört zur Geschichte der Burg.

Zu den erhaltenen mittelalterlichen Resten zählen ein Turm aus dem 13. Jahrhundert und ein zeitgleiches Palais. Dessen Portal besitzt einen Bogen im sienesischen Stil; darüber ist eine Marmortafel mit der Darstellung San Galganos angebracht. Turm, Palais und Portal verbinden verschiedene Bauteile zu einem anschaulichen Blick auf die mittelalterliche Architektur des Castello. Die Tafel bringt zudem einen religiösen Bildbezug in das architektonische Ensemble.

Kirchen, Bauphasen und Kunst

Die Kirche des Castello di Frosini ist aus Kalkstein erbaut. Ihr einschiffiger romanischer Grundriss endet in einer Apsis. Am Mauerwerk lassen sich zwei Bauphasen unterscheiden: eine anfängliche Phase aus dem 11. Jahrhundert und eine spätere, die vom späten 12. bis ins frühe 13. Jahrhundert reicht. Die zeitliche Abfolge macht die Kirche auch als Zeugnis baulicher Entwicklung interessant.

San Michele Arcangelo steht unmittelbar neben dem Castello di Frosini und ist bis heute sichtbar. Mit der Chiesa della Madonna del Buon Consiglio in Frosini ist Pietro Benvenutis Ölgemälde „La visione di San Galgano“ verbunden; das Werk wird auf etwa 1838 datiert. Die Kirche wird außerdem mit Gaetano Baccani und dem dritten bis vierten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts in Verbindung gebracht. Eine Kirche San Nicola ist für Frosini in den Jahren 1221 und 1235 bezeugt. Diese Angaben eröffnen unterschiedliche historische Perspektiven auf die Sakralbauten und die Kunst in Frosini.

Templer und historische Verbindungen

Auch die Geschichte der Templer ist mit Frosini verbunden. Eine Urkunde vom 3. Januar 1243 nennt ein Schuldbekenntnis über 12 Staia Getreide: Fra’ Ulivieri, Rektor des Hauses des Tempels von Fruosini, bekannte darin die Schuld. Zwischen 1302 und 1304 war die Templer-Magione wegen ihrer Rolle beim Schutz von Pilgern und des Heiligen Landes von der Zahlung des Zehnten befreit. Die beiden Angaben zeigen unterschiedliche Aspekte der historischen Verbindung, von einem konkreten Schuldverhältnis bis zu einer begründeten Abgabenbefreiung.

Hügellandschaft und Ausblicke

Die Landschaft von Località Frosini und den umliegenden Gebieten im Gemeindegebiet von Chiusdino ist als Gebiet von besonderem öffentlichem Interesse ausgewiesen. Das Gelände rund um Frosini ist hügelig und von Olivenhainen, Weinbergen, bewirtschafteten Lichtungen und Wäldern geprägt. Diese rahmen monumentale Anlagen und typische ländliche Siedlungen ein. Von Frosini aus bieten sich Panoramablicke auf Chiusdino und Pian di Feccia.

Damit stehen bei Frosini verschiedene Motive nebeneinander: die mittelalterlichen Bauteile des Castello, die unterschiedlichen zeitlichen Bezüge der Kirchen und die umgebende Hügellandschaft.

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