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Ponte d’Arbia liegt am Wasserlauf Arbia zwischen Monteroni d’Arbia und Buonconvento, an der Via Cassia und am Verlauf der historischen Via Francigena. Die fünfbogige Brücke über die Arbia gab dem Ort seinen Namen. Brückenbau, Mühlengeschichte und Pilgerbezug bieten unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte. Für Ihren Aufenthalt lässt sich damit früh entscheiden, ob Sie eher Bauwerke, die Via Francigena oder kulturelle Einzelheiten in den Mittelpunkt stellen möchten.

Brücken und Mühle: Baugeschichte in mehreren Etappen

Die Brücke über die Arbia besitzt fünf Bögen. Errichtet wurde sie 1388 von der Comune di Siena; 1656 wurde sie unter Fürst Mattia de’ Medici, dem Gouverneur von Siena, wiederaufgebaut. Die beiden Jahreszahlen markieren zwei Bauphasen: auf die Errichtung folgte Jahrhunderte später der Wiederaufbau. Zusammen mit ihrer Namensgebung macht diese Geschichte die Brücke zu einem zentralen Bezugspunkt für die Ortsgeschichte.

An der Brücke liegt die erhaltene Mühle, die auch Mulino di Serravalle oder Mulino di Sprenna genannt wird. Sie mahlte bis ins vorige Jahrhundert weiter. So stehen zwei unterschiedliche Geschichten nebeneinander: Bei der Brücke geben Bögen und Baujahre Orientierung, bei der Mühle ihre frühere Tätigkeit als Mühle.

Zur Brückengeschichte gehört auch der Ponte del Pellegrino. Dieser Fußgängersteg besteht vollständig aus Holz und Stahl, ist 40 Meter lang und hat eine Gehbreite von zweieinhalb Metern. Entworfen wurde er vom Studio Lastri Associati in Siena. Die ältere Brücke über die Arbia lässt sich über Bögen und Bauphasen einordnen; beim Ponte del Pellegrino stehen Material, Maße und die Nutzung als Fußgängersteg im Vordergrund.

Via Francigena und frühe Ortsgeschichte

Der Verlauf der historischen Via Francigena bildet einen wichtigen Bezugspunkt für Ponte d’Arbia. Seit 1983 dient das Centro Culturale “Mons. L.Cresti” als Kulturzentrum und Pilgerherberge an der Via Francigena. Damit hat der Pilgerbezug neben der Lage am historischen Weg auch eine ausdrücklich benannte kulturelle Einrichtung.

Eine frühere Zeitschicht führt zurück ins Jahr 1037. Damals hieß der Ort noch Borgo d’Arbia und war Schauplatz eines wichtigen Rechtsakts. Darin wurde festgelegt, dass der Hof Chiatina dem Kloster della Berardenga und für dieses dem Abt Ubertino zustand. Der Rechtsakt gibt Einblick in eine andere Art von Ortsgeschichte als die Bauphasen der Brücke: Im Mittelpunkt stehen hier ein Hof und seine rechtliche Zuordnung.

Architektur und bildende Kunst

Die Chiesa Sacra Famiglia bringt eine eigene Architekturgeschichte hinzu. Don Dino Fabiani entwickelte ihre Dachform nach der Beobachtung einer an einem Felsen haftenden Napfschnecke. So ist die Entstehung der Form mit einem konkreten Naturmotiv verbunden; das unterscheidet diese Geschichte von den Jahreszahlen, die die Brückenbaugeschichte prägen.

Ein jährlich veranstaltetes Bildhauersymposium brachte Bildhauer zusammen, überwiegend aus Japan. Ihre Werke wurden dem Gebiet gestiftet. Neben der Dachform der Chiesa Sacra Famiglia gehören damit auch Bildhauerei und die dem Gebiet geschenkten Werke zu den kulturellen Bezügen Ponte d’Arbias.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Monteroni D'arbia.

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