Civitella Benazzone verbindet Wanderwege mit konkreten Spuren der Ortsgeschichte. Der Ort liegt auf dem Monte Martello; ein Rundweg führt auf den Berg und verläuft zwischen Casa del Diavolo, Morleschio und Civitella Benazzone. Dazu kommen eine Kopie der Mitteltafel der Pala Oddi und die Geschichte der Kirche Sant’Andrea. Für die Reiseplanung lassen sich damit zwei Schwerpunkte unterscheiden: Wanderungen mit benannten Streckenverläufen und die historischen Bezüge im Ort.
Wanderwege mit unterschiedlichem Verlauf
Ein Rundweg zwischen Casa del Diavolo, Morleschio und Civitella Benazzone verläuft vollständig über Wege und unbefestigte Straßen. Die Oberflächenangabe gilt für den gesamten Rundweg und ist ein konkreter Teil der Streckenwahl. Der Weg führt auf den Monte Martello, auf dem Civitella Benazzone liegt. Damit ist der Berg zugleich Ziel des Rundwegs und die Lage des Ortes. Daneben führt eine Wanderroute von Solfagnano nach Civitella Benazzone und zurück. Die beiden Streckenformen unterscheiden sich klar: eine Runde mit drei benannten Orten und eine Hin-und-zurück-Route zwischen Solfagnano und Civitella Benazzone. Wenn Sie Ihre Wanderung auswählen, können Sie zunächst die gewünschte Streckenform berücksichtigen und beim Rundweg zusätzlich den Untergrund. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Bedingungen der Solfagnano-Route.
Kunst und Kirchen als Ortsbezüge
Die Mitteltafel der Pala Oddi wird in Civitella Benazzone als Kopie aufbewahrt; geschaffen wurde sie 1518 von Domenico Alfani. Damit sind sowohl der Charakter als Kopie als auch Künstler und Jahr konkret benannt. Die Geschichte der Kirche Sant’Andrea setzt einen anderen Akzent: Sie wurde 1787 restauriert, wobei Material der abgerissenen Kirche San Biagio wiederverwendet wurde. Für kulturinteressierte Reisende ergeben sich so zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte – ein mit Künstler und Jahr verbundenes Werk sowie eine bauliche Verbindung zwischen Sant’Andrea und San Biagio. Die Unterscheidung ist hilfreich: Bei der Pala Oddi stehen Werk und Urheber im Vordergrund, bei Sant’Andrea die Restaurierung und die Herkunft des wiederverwendeten Materials.
Das Castrum und die Geschichte des Ortes
Eine ältere Zeitschicht bildet das Castrum von Civitella Benazzone. Es wird erstmals im Zusammenhang mit einer Schenkung von zwei kleinen Grundstücken an das Kloster S. Maria Valdiponte in der Mitte des 11. Jahrhunderts erwähnt. Durch die Schenkung erlangte das Kloster die Kontrolle über die Burg und ihre Besitzungen. Das Castrum gilt als attraktives Zentrum und wichtiger Knotenpunkt im Tal. Zusammen mit der Kopie von 1518 und der Restaurierung von 1787 spannt die Erwähnung des Castrum einen historischen Bogen von der Mitte des 11. Jahrhunderts bis ins späte 18. Jahrhundert.
Die Krypta der Abbazia Celestina in Civitella Benazzone kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Klären Sie vorab, ob und wie ein Besuch aktuell möglich ist, bevor Sie die Krypta fest in Ihren Aufenthalt einplanen.
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