San Savino verbindet das Feuchtgebiet der Oasi Naturalistica La Valle mit den Spuren einer befestigten Siedlung und ihrer kirchlichen Geschichte. So finden Sie hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise, die Natur, Kultur und Bewegung zusammenführt.
Feuchtgebiet und Vogelzug bei La Valle
Die Oasi Naturalistica La Valle ist ein etwa 1.000 Hektar großes Feuchtgebiet im Regionalen Naturpark des Trasimenischen Sees. Seichte Gewässer und ausgedehnte Schilfbestände prägen die Landschaft. Entlang der Zugrouten von Nordeuropa bis nach Afrika südlich der Sahara ist die Oase eine wichtige Rast- und Brutstätte. Wer sich für die Vogelwelt interessiert, findet hier einen klaren Schwerpunkt für den Aufenthalt.
Besuche sind selbstständig möglich, allein oder in Gruppen von bis zu neun Personen. Für Gruppen ab mindestens zehn Teilnehmenden können Führungen gebucht werden. Erleichterte Wege und Texte in Brailleschrift ermöglichen einen Besuch, der allen offensteht. Die verschiedenen Besuchsformen und die barrierebezogenen Angebote geben Ihnen konkrete Orientierung bei der Planung Ihres Aufenthalts in der Oase.
Kirchengeschichte und Castello di San Savino
Die Parrocchia di San Savino ist in einem zu Beginn des 16. Jahrhunderts erstellten Kataster verzeichnet. Als die alte Pfarrkirche nahe dem Trasimenischen See vom Einsturz bedroht war, wurde die Seelsorge in die Kirche Santa Maria Maddalena innerhalb des Kastells verlegt. Diese übernahm den Namen San Savino und erhielt das Taufbecken. Die Kirche von San Savino wurde 1747 nach einer Restaurierung durch Francesco Riccardo Ferniani, den Bischof von Perugia, geweiht.
Der erste bekannte Beleg für die befestigte Siedlung stammt aus dem Jahr 1006. Damals gründete Pietro Attone da Todi an diesem Ort ein Kloster, das San Savino, dem Bischof und Märtyrer von Sulmona, gewidmet war. Zu den erhaltenen mittelalterlichen Resten des Castello di San Savino zählen Mauern, ein spitzbogiges Tor, ein Brunnen, der dreieckige Bergfried und Reste von Wohnhäusern. Der dreieckige Turm gilt als Wahrzeichen des Ortes und als einzigartiges Zeugnis mittelalterlicher Architektur am Trasimenischen See.
Auch in der Umgebung der Naturoase sind historische Spuren zu sehen: In der Nähe von San Savino, bei der Oase, liegen Reste eines Abflusskanals. Braccio Fortebraccio, Herr von Perugia von 1416 bis 1424, ließ ihn auf den Resten eines römischen Bauwerks anlegen. Die Verbindung von mittelalterlicher Befestigung, kirchlicher Geschichte und älteren baulichen Spuren eröffnet mehrere Blickwinkel auf die Vergangenheit des Ortes.
Wege und Radverbindungen
Der Via del Trasimeno umfasst eine Etappe von San Savino nach Panicale. Für eine Radtour erreicht die Ciclovia Perugia-Trasimeno den Ort und mündet dort in die Ciclovia del Trasimeno. So lassen sich zwei unterschiedliche Wegebezüge in die Reiseplanung einordnen: eine Etappe des Via del Trasimeno und der Anschluss an eine weitere Radroute.
Die Sagra del Gambero
Die Pro Loco San Savino besteht seit 1996 und organisiert als Teil ihrer Aktivitäten die traditionelle Dorffestveranstaltung Sagra del Gambero. Für die Ausgabe 2026 war sie vom 21. bis 30. August angekündigt. Die Beschreibung dieser Ausgabe sah jeden Abend ein anderes Menü mit Fleisch- und Fischgerichten nach umbrischer kulinarischer Tradition vor. Termine und Speisekarte können je nach Ausgabe variieren; wenn Sie eine spätere Veranstaltung einplanen, prüfen Sie die jeweiligen Angaben vor Ihrer Reise.
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