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Von einer Anhöhe überblickt Uppello das gesamte Valle Umbra; zugleich liegt der Ort am Zusammentreffen des Valle del Menotre und des Valle di Sassovivo. Diese Lage verbindet einen weiten Talblick mit zwei klar benannten Landschaftsräumen. Hinzu kommen eine Quelle in einer Grotte, Spazierwege in einem alten Steineichenwald und eine vielfältige Kirchen- und Klostergeschichte. Für die Reiseentscheidung stehen damit mehrere konkrete Themen zur Wahl: Landschaft, sakrale Bauwerke und die Geschichte Uppellos.

Quelle, Grotte und Spazierwege

Die Fonte di Sassovivo ist eine oligomineralische Quelle im Inneren der Grotta dell’Orso. Sie tritt dort auf etwa 600 Metern Höhe aus dem blanken Fels. Bei der Auffahrt im Umfeld von Uppello trifft man auf die Quelle. Eine andere Landschaftsperspektive eröffnet die Umgebung der nahe gelegenen Abbazia di Santa Croce di Sassovivo: Die sieben Hektar große, alte Steineichenwaldung rund um die Abtei bildet den Rahmen für die Passeggiata dell’Abate mit ihren Spazierwegen. So stehen zwei unterschiedliche Naturmotive nebeneinander: der Quellaustritt aus dem Fels in der Grotte und die Spazierwege im Steineichenwald.

Abtei und sakrale Kunst

Zum Komplex der nahe gelegenen Abbazia di Santa Croce di Sassovivo gehören eine Kirche, ein romanischer Kreuzgang und die Loggia del Paradiso. Die Abtei liegt in einem geschützten Park und ist eines der ältesten Zeugnisse benediktinischer Präsenz im Valle Spoletina. Ein besonders markantes Detail ist der obere Kreuzgang: Er gilt als seltenes Beispiel romanischer Architektur und Bildhauerkunst aus dem Jahr 1229. Die einzelnen Angaben setzen unterschiedliche Akzente – vom baulichen Ensemble über die regionale Geschichte bis zu einem konkret datierten Kunst- und Architekturzeugnis.

Auch die nahe gelegene Chiesa di San Bartolomeo di Marano vereint mehrere historische und künstlerische Bezüge. Die Familie Trinci gründete die Kirche Anfang des 15. Jahrhunderts. Dort befindet sich eine maßstabsgetreue Reproduktion des Heiligen Grabes von Jerusalem aus dem 17. Jahrhundert. Das Gemälde Martirio di San Bartolomeo begann Niccolò di Liberatore; nach seinem Tod vollendete es sein Sohn Lattanzio. Gründung, Andachtsmotiv und Malerei erzählen so unterschiedliche Kapitel der Geschichte dieser Kirche.

Geschichtliche Spuren in Uppello

Die Geschichte Uppellos zeigt sich auch in der Abfolge seiner Kirchen und früheren Burg. Die ursprüngliche Pfarrkirche wurde wegen Einsturzgefahr vor 1860 aufgegeben. Ab 1860 fanden die Gottesdienste vorläufig in einer kleinen Kapelle im Castello di Uppello statt, die den heiligen Aposteln Petrus und Paulus geweiht war. Das Castello gehörte der Familie der Grafen Orfini. Von der Burg sind in Uppello nur noch spärliche Spuren erhalten. Die Chiesa di San Venanzo stand ursprünglich außerhalb der Mauern der Burg von Uppello; in der Kirche befindet sich ein steinernes Taufbecken mit hölzernen Türflügeln.

Ein weiterer historischer Zusammenhang reicht über die Ortsgeschichte hinaus: Uppello spielte wahrscheinlich eine bedeutende Rolle bei Ereignissen, die mit den Ursprüngen der Familie Trinci und der Geschichte von Foligno verbunden sind. Durch Uppello verlief außerdem die frühmittelalterliche Via Plestina. Sie verband Foligno über einen Abzweig der Via Flaminia mit Plestia.

Wenn Sie eine Ferienwohnung in Uppello suchen, können Talblick und Landschaft ebenso bei der Wahl des Reiseziels zählen wie Kirchen, Kunst und Ortsgeschichte. Die beschriebenen Besonderheiten verteilen sich auf Uppello und nahe gelegene Orte; die Frage, ob Sie sich stärker für die örtlichen Spuren oder die benachbarte Kloster- und Kirchenlandschaft interessieren, bietet daher einen konkreten Maßstab für Ihre Entscheidung.

Weitere Reiseziele entdecken: Montelovesco, Mantignana, Papiano, Casamaggiore, Poggiodomo, Limigiano, Torre Del Colle, San Martino In Colle.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Perugia.

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