Zum Inhalt

Canino erschließt sich über markante Bauwerke, historische Persönlichkeiten und ein Erzeugnis mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Daneben stehen die archäologischen Schauplätze von Vulci mit Grabstätten, Sammlungen und einem Naturweg. Für die Planung ist es hilfreich, diese Themen getrennt zu betrachten: Caninos eigene Baugeschichte hat andere Anknüpfungspunkte als die etruskisch-römischen Überreste und Sammlungen von Vulci.

Canino: Bauwerke, Geschichte und lokale Spezialität

Am Palazzo Bonaparte sind bedeutende neoklassizistische Dekorationselemente erhalten. Besonders konkret wird der Blick in der Beletage: Dort bewahrt eine wertvolle Holzdecke mit polychromen Fliesen den dekorativen Charakter des Hauses. Die Collegiata dei SS. Giovanni e Andrea ergänzt diesen architektonischen Eindruck um einen historischen Fixpunkt: Die Kirche wurde 1793 eingeweiht.

Die Torre Papa Paolo III e Rocca Farnese verbindet Canino mit der Biografie Alessandro Farneses. Er wurde dort am 28. Februar 1468 geboren und wurde später Papst Paul III. Der Name erinnert somit an zwei Lebensphasen derselben Person. Zusammen mit dem Einweihungsjahr der Collegiata bietet das einen Einblick in unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte, ohne sie auf eine einzige Epoche zu verkürzen.

Auch der Fluss Fiora gehört zur Landschaft von Canino: Er durchquert das Gebiet gegen Ende seines etwa 80 Kilometer langen Verlaufs. Die Thermalquellen von Canino wurden bereits in etruskischer und römischer Zeit geschätzt. In Musignano zeugen die römischen Thermenanlagen am Fundort Cento Camere von der historischen Bedeutung des Badens. Wenn Sie heutige Bademöglichkeiten einplanen möchten, prüfen Sie die aktuellen Gegebenheiten vorab.

Eine lokale Spezialität ist der Asparago Verde di Canino IGP. Er wird ausschließlich in Canino, Montalto di Castro und Tarquinia erzeugt. Die geschützte Herkunftsangabe macht das Produkt zu einem konkreten Bezugspunkt für die Esskultur des Ortes und der beiden weiteren genannten Erzeugungsgebiete.

Vulci: Gräber, Sammlungen und Naturweg

Der archäologisch-naturkundliche Park von Vulci umfasst die Überreste der etruskischen und der römischen Stadt. Die Tomba François hat sieben Grabkammern, die um einen zentralen T-förmigen Raum angeordnet sind. Ihr Fries stellt Episoden aus der griechischen Mythologie solchen aus der Geschichte Etruriens und Roms gegenüber. Die Tomba delle Iscrizioni verdankt ihren Namen den Inschriften am Eingang jeder Kammer, die sich auf die dort Bestatteten beziehen.

Ein weiterer markanter Maßstab ist der Tumulus der Cuccumella in der Necropoli Orientale di Vulci. Sein Durchmesser beträgt etwa 65 Meter; er gilt als größter Tumulus der etruskischen Geschichte. Bei den Grabstätten rücken unterschiedliche Merkmale in den Vordergrund: Bei der Tomba François sind es Raumordnung und Bildprogramm, bei der Tomba delle Iscrizioni die Inschriften und bei der Cuccumella ihre Größe.

Das Archaeological Museum of Vulci befindet sich im Castello della Badia und vermittelt die Geschichte der Stadt von ihren etruskischen Anfängen im 9. bis 8. Jahrhundert v. Chr. bis zur römischen Eroberung im Jahr 280 v. Chr. Das Museo della Ricerca Archeologica di Vulci zeigt Funde von der Eisenzeit bis ins 3. bis 2. Jahrhundert v. Chr. und enthält eine Rekonstruktion des Freskenzyklus der Tomba François in Originalgröße. Der Eingang und der Parkplatz des Museums sind für Menschen mit Behinderungen zugänglich; klären Sie die Zugangsarrangements vor Ihrer Reise.

Die Ponte dell'Abbadia neben dem Castello dell’Abbadia hat etruskische Fundamente und wurde in späteren Epochen modernisiert. Die Brücke ist 30 Meter hoch und begehbar.

Ein Naturweg im Park von Vulci führt durch das Tal des Flusses Fiora bis zum Pellicone-See. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegverhältnisse.

Weitere Reiseziele entdecken: Vasciano, Polino, Tenaglie, Porano, Collescipoli, Papigno, Parrano, Orvieto.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Terni.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.