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Der Name Macchie verweist auf das dicht um die Festung wachsende Waldland. Burgreste, Waldtraditionen und benannte Wege zeigen unterschiedliche Seiten der Geschichte und Umgebung des Ortes. Wer eine Reise nach Macchie plant, kann Ortsgeschichte und Wanderwege als zwei konkrete Anknüpfungspunkte für die eigene Auswahl nutzen.

Ankommen und Landschaft

Die Straße nach Macchie beginnt unmittelbar außerhalb der Stadt Amelia, direkt hinter der römischen Brücke. Die Zufahrtsstraße gilt als landschaftlich reizvoll und bietet Besuchern einen angenehmen Blick in engem Kontakt mit der Natur. Macchie gilt als bergige Siedlung, in der Jagd- und Waldarbeitertraditionen noch lebendig sind. Der Waldbezug prägt damit sowohl die Beschreibung des Ortes als auch seine Geschichte und die Wege durch die Umgebung.

Burg, Kirchen und Ortsgeschichte

Von der antiken Burg sind Mauerfragmente, ein Teil eines Turms und das gewölbte Eingangstor erhalten. Macchie trug in der Vergangenheit die Namen „Castrum Machiae“ und „Maclis“. Der Ort war Teil des Besitzes von Amelia und lieferte wichtige Holzvorräte. Nach einer Zerstörung im Jahr 1405 griff die Gemeinde Amelia ein, um die Verteidigungsmauern von Macchie zu verstärken. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg von Blaxino degli Atti aus Montecampano und Aloisio Liviani aus Alviano angegriffen und verwüstet.

Auch die Pfarrkirche San Nicola da Bari hat eine eigene Baugeschichte: Sie wurde in den 1930er-Jahren modernisiert, wodurch ihre früheren architektonischen Strukturen stark verändert wurden. Am 6. Dezember feiert die Kirche ihren Patron. In der Nähe von Macchie befindet sich außerdem die kleine Kirche Madonna del Colle. Burg und Kirchen stehen für unterschiedliche Aspekte des Ortes: erhaltene Teile einer Befestigung, baulicher Wandel und religiöse Tradition.

Waldtraditionen und Polenta alla boscaiola

Die Comunità dei carbonari di Macchie di Amelia besteht aus Männern, die früher das Handwerk der Köhler ausübten; dieses Handwerk ist heute verschwunden. Die lebendigen Jagd- und Waldarbeitertraditionen stehen damit neben einem früheren Beruf, der nicht mehr ausgeübt wird.

Ein Programm des Bosco di Macchie für den 19. Mai 2024 sah eine Rückkehr ins Ortszentrum von Macchie mit einer Verkostung der Polenta alla boscaiola vor. Die Polenta wurde als berühmt und typisch für die Bewohner von Macchie bezeichnet; zugelassen waren höchstens 100 Personen. Das Datum und die Teilnehmergrenze beziehen sich auf dieses konkrete Programm.

Wanderwege und ihre Verläufe

Der Sentiero 730 Macchie – Santa Restituta gehört zum Komplex der Sentieri Amerini. Er ist 6,5 Kilometer lang, beginnt im Ort Macchie und führt durch die Wälder des Amerino. Der Sentiero 728 Amelia – Macchie ist 7,6 Kilometer lang. Er führt vom Lago Vecchio im Becken des Rio Grande nach Macchie, an La Cavallerizza vorbei und über unbefestigte Wege durch Hügelland und Steineichenwälder.

Die beiden bezifferten Wege unterscheiden sich nicht nur in ihrer Länge: Der Sentiero 730 beginnt in Macchie und führt nach Santa Restituta; der Sentiero 728 erreicht Macchie vom Lago Vecchio aus. Ein weiterer Verlauf ist der Sentiero 729 Amelia – Macchie – Lugnano. Er beginnt in Amelia an der Porta Romana, führt durch Macchie und verbindet Amelia mit Lugnano. Vor einer Wanderung auf den Sentieri 728 und 729 sollten Sie die Wegbedingungen lokal prüfen.

Macchie auf der MTB-Route

Auch auf der MTB-Route MTB 13 ist Macchie ein benannter Punkt: Der Ort wird bei Kilometer 22 während einer Abfahrt durch den Wald erreicht. Diese Angabe ordnet Macchie in den Verlauf der Radroute ein, während die beschriebenen Sentieri als Wanderwege ausgewiesen sind.

Weitere Reiseziele entdecken: Monterubiaglio, Benano, Ripalvella, Montegiove, Canonica, Civitella Del Lago, Dunarobba, Morrano Nuovo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Terni.

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