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Montegabbione verbindet sehr unterschiedliche Entdeckungen: In La Scarzuola prägt ein spiralförmiger Gartenweg eine architektonische Anlage, am Poggio della Croce stehen archäologische Funde im Mittelpunkt. Dazu kommen die Burg von Montegiove, eine Kirche mit unterschiedlichen Gestaltungselementen und natürliche Becken hinter einer alten Mühle. Wer den Ort erkunden möchte, kann zwischen Architektur, Baugeschichte, archäologischen Spuren und Landschaft wählen.

La Scarzuola: Garten, Bühnen und Akropolis

La Scarzuola ist ein architektonischer Komplex, den Tomaso Buzzi im Garten eines ehemaligen franziskanischen Klosters aus dem 13. Jahrhundert schuf. Garten und Architektur bilden einen gemeinsamen Rahmen: Im Mittelpunkt steht nicht ein einzelnes Gebäude, sondern eine gestaltete Folge. Der spiralförmige Gartenweg führt an sieben theatralischen Bühnen vorbei und gipfelt in einer Akropolis. Damit ist die Anlage durch Bewegung und Abfolge organisiert: Die Spirale verbindet die Bühnen, die Akropolis bildet den Abschluss. Für Architekturinteressierte sind mehrere Elemente zugleich bemerkenswert: der Garten, der Weg, die sieben Stationen und der Zielpunkt der Anlage. Das ehemalige Kloster setzt den historischen Bezug; Tomaso Buzzi schuf den architektonischen Komplex. So lassen sich der Ort des früheren Klosters und Buzzis Gestaltung als unterschiedliche Aspekte der Anlage betrachten.

Burg Montegiove und die Kirche Maria SS. delle Grazie

Die Burg von Montegiove bietet einen anderen Zugang zur Geschichte des Ortes. Sie wurde im 13. Jahrhundert von der Familie Bulgari beziehungsweise Bulgarelli errichtet. Besichtigungen sind das ganze Jahr über nach vorheriger Terminvereinbarung möglich; planen Sie die Vereinbarung vorab ein. Bauzeit und Besichtigungsbedingung beantworten dabei zwei verschiedene Fragen: Die Datierung ordnet die Burg historisch ein, die Terminvereinbarung gehört zur Besuchsplanung.

Die Kirche Maria SS. delle Grazie lässt sich anhand ihrer äußeren Form und ihrer Innenausstattung beschreiben. Von außen zeigt sie einen als Renaissance geltenden Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes und eine zylindrische Kuppel. Im Inneren sind Altar und Stuck im Barockstil gestaltet. Grundriss und Kuppel sind Merkmale der äußeren Architektur; Altar und Stuck bilden eine andere Gestaltungsebene. Für den Blick auf die Kirche ergibt sich so eine klare Unterscheidung zwischen Renaissanceform und barocker Ausstattung, ohne beides unter einer einzigen Stilbezeichnung zusammenzufassen.

Archäologische Spuren am Poggio della Croce

Am Poggio della Croce wurden bei Ausgrabungen Gräber aus Steinplatten freigelegt. Zu den Funden aus einem Grab gehören Keramikfragmente und eine Lampe, die in das 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. datiert werden. Außerdem befindet sich dort eine kreisförmige steinerne Einfriedung, die als Castelliere klassifiziert und bereits in der Bronzezeit genutzt wurde. Die Zeitangaben beziehen sich auf unterschiedliche Befunde: Die Bronzezeit ist für die Nutzung der Einfriedung genannt, das 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. für die Funde aus einem Grab. Es handelt sich also um verschiedene archäologische Hinweise und nicht um eine gemeinsame Datierung aller Befunde. Steinplattengräber, Grabbeigaben und die Einfriedung eröffnen jeweils einen eigenen Zugang zu den Spuren am Poggio della Croce.

Borgoni und Salto delle Pecore

Hinter der alten Mühle liegen natürliche Becken, die Borgoni genannt werden und auch als Salto delle Pecore bekannt sind. Die beiden Namen bezeichnen denselben Naturort. Wer einem der Namen begegnet, kann ihn daher den Becken hinter der alten Mühle zuordnen. Damit ergänzt eine Landschaftsform die architektonischen und archäologischen Themen Montegabbiones.

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