Zum Inhalt

San Gemini erschließt sich über konkrete Zeugnisse der Geschichte und Kultur: gotische Kirchenräume, Fresken, ein früherer Regierungssitz und ein Reitturnier mit klar festgelegtem Ablauf setzen unterschiedliche Akzente. Hinzu kommen eine permanente Ausstellung zu den Geowissenschaften und Wanderwege im Gebiet der Monti Martani; deren Startpunkte sind vom Ort aus leicht erreichbar.

Kirchen und sakrale Kunst

Die Chiesa di San Francesco hat einen einschiffigen Innenraum im gotischen Stil. Zu ihrer Ausstattung gehören Fresken aus dem 15. und 17. Jahrhundert sowie ein besonders wertvolles hölzernes Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert. Die unterschiedlichen Datierungen geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, um Wandmalerei und Kruzifix zeitlich einzuordnen.

In der Chiesa di Santo Gemine wird eine Urne mit den Santo Gemine zugeschriebenen Reliquien aufbewahrt. Santo Gemine ist der Schutzpatron der Stadt; die Reliquien wurden 1775 in einer vermauerten Nische neben der Sakristei gefunden.

Ein Ciborium aus dem 14. Jahrhundert in der Chiesa di San Carlo enthält das Gemälde „Madonna mit Kind zwischen Heiligen und Engeln“, das einem Nachfolger Boccatis zugeschrieben wird. In der Apsis der Abbazia di San Nicolò ist ein Fresko von Meister Rogerino da Todi aus dem Jahr 1295 erhalten. Die Kunstwerke reichen damit von einem datierten Fresko bis zu späteren Beispielen aus dem 14., 15. und 17. Jahrhundert.

Stadtgeschichte und Architektur

Der Palazzo Vecchio o Pretorio war viele Jahrhunderte lang Sitz der von einem Podestà geleiteten Stadtregierung. Seine gotische Architektur und die malerischen Zeugnisse verbinden die frühere politische Funktion mit konkreten baulichen und bildlichen Merkmalen.

Das Museo dell'Opera di Guido Calori befindet sich im dritten Kreuzgang des ehemaligen Klarissenklosters im Rione Rocca, dem höchstgelegenen Teil des Ortes. Palazzo und Museum stehen für unterschiedliche historische Zusammenhänge: hier die frühere Stadtregierung, dort der Kreuzgang eines ehemaligen Klosters.

Giostra dell'Arme und lokale Speisen

Die Giostra dell'Arme ist ein Reitturnier mit sechs Reitern aus den rivalisierenden Stadtteilen Rione Rocca und Rione Piazza. Ausgetragen wird es in drei Durchgängen mit Lanze, einem vier Zentimeter großen Ring und einem Wappenschild. So lässt sich das Turnier anhand seines konkreten Ablaufs und der beiden beteiligten Rioni einordnen. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die Termine der jeweiligen Ausgabe.

Während der Giostra werden in den Tavernen traditionelle lokale Speisen angeboten, darunter Picchiarelli, Pizza sotto lu focu und gegrilltes Fleisch. Welche Tavernen bei einer bestimmten Ausgabe teilnehmen, sollten Sie vorab prüfen.

Geowissenschaften und Wanderwege

Das Geolab ist eine permanente Ausstellung zur Vermittlung der Geowissenschaften. Interaktive Geräte leiten Besucher zum Beobachten und zu wissenschaftlichen Experimenten an. Damit setzt die Ausstellung einen anderen Schwerpunkt als die Kirchen und historischen Bauwerke: Hier stehen geowissenschaftliche Themen und eigenes Experimentieren im Mittelpunkt.

Im Gebiet der Monti Martani gibt es eine Auswahl unterschiedlich anspruchsvoller Wanderwege. Ihre Ausgangspunkte sind vom Ort San Gemini aus leicht erreichbar. So finden Sie neben den kunst- und geschichtlichen Themen auch eine Möglichkeit, Zeit mit Wanderungen zu verbringen.

Praktische Orientierung bei Carsulae

Für Autos und Reisebusse stehen bei Carsulae kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Sie liegen etwa 300 Meter vom Besucherzentrum und vom archäologischen Gelände entfernt. Prüfen Sie die aktuelle Parksituation vor Ihrem Besuch.

Weitere Reiseziele entdecken: Fornole, Cantone, Macerino, Narni, San Carlo, Tenaglie, Narni Scalo, Montoro.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Terni.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.