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San Pietro di Cadore bildet den Eingang zur Val Visdende und ist mit der Quelle des Piave verbunden. Kirchenarchitektur, venezianische Villen und die Holzbauweise des Ortsteils Costalta geben der Ortsgeschichte unterschiedliche Facetten. Auch die beschriebenen Wege unterscheiden sich bei Dauer, Schwierigkeit und Höhenmetern. Für Ihre Planung lohnt es sich daher, die Kulturziele und Wandermöglichkeiten einzeln zu betrachten und den Aufenthalt nach den eigenen Interessen auszurichten.

Kirchen, Palazzi und Villen

Die Chiesa di San Pietro Apostolo ist ein markanter Bezugspunkt für die Baugeschichte des Ortes. Zu ihren ältesten Teilen zählen die polygonale Apsis und das Mittelschiff; sie stammen aus dem 14. bis 15. Jahrhundert. Der Glockenturm hat einen quadratischen Grundriss und wird von einer Zwiebelkuppel bekrönt. Die Kirche ist barrierefrei. An ihr lassen sich unterschiedliche Formen unmittelbar nebeneinander einordnen: die ältere Bausubstanz im Kirchenraum und die klare Grundform des Turms mit seiner charakteristischen Kuppel.

Im Zentrum von San Pietro di Cadore steht der Palazzo Poli-De Pol, den die Familie Poli Mitte des 17. Jahrhunderts erbauen ließ. Auch zwei ähnlich benannte Villen gehören zu den kulturellen Bezugspunkten des Ortes: Die Villa de Manzoni ai Patt wird ebenfalls Villa Poli genannt. Davon zu unterscheiden ist die Villa Poli-De Pol-Sammartini in Mare, die als nördlichste venezianische Villa gilt. Die Namen verweisen so auf verschiedene Bauwerke und Ortsbezüge, nicht auf ein einzelnes Gebäude.

Holzbau und Alltagsgeschichte in Costalta

Costalta ist ein Ortsteil von San Pietro di Cadore, dessen Häuser vollständig aus Holz in der alten Blockbau-Technik errichtet sind. Damit ergänzt der Ortsteil die Kirchen und Palazzi um eine andere Bauweise: Hier stehen Holzhäuser und ihre traditionelle Konstruktion im Mittelpunkt. CostaltArte setzt einen weiteren kulturellen Akzent. Die Veranstaltung dient der Aufwertung Costaltas durch Holzskulpturen, die italienische und internationale Künstler geschnitzt haben.

Das Museo etnografico casa Angiul Sai vermittelt Geschichten, Traditionen und Wissenswertes aus dem Alltagsleben vergangener Zeiten. Zugleich zeigt es ein über hundert Jahre altes Berghaus. Der Museumsbesuch eröffnet damit einen anderen Blick als die Betrachtung von Kirchen und Villen: Im Fokus stehen auch das Wohnen und die Lebenswelt früherer Zeiten. Im Juli und August gelten Sommeröffnungszeiten; außerhalb dieser Monate ist das Museum nach Voranmeldung zugänglich. Prüfen Sie die konkreten Besuchszeiten und planen Sie außerhalb der Sommermonate die Voranmeldung ein.

Wanderungen mit unterschiedlichen Zeitbudgets

Der Weg von Costalta zum Rifugio Forcella Zovo beginnt in Costalta und folgt dem Sentiero 166. Er ist als leicht eingestuft, dauert etwa eine Stunde und weist rund 250 Höhenmeter auf. Eine längere und mittelschwere Wanderung führt von der Val Visdende auf dem CAI-Weg 136 zu den Piavequellen und zum Rifugio Sorgenti del Piave. Für sie sind zwei Stunden und 500 Höhenmeter angegeben. Damit unterscheiden sich die beiden Touren sowohl bei der Dauer als auch bei der ausgewiesenen Schwierigkeit und dem Höhengewinn.

Weitere Wegoptionen setzen andere Zeitrahmen: Der Weg von der Val Visdende nach San Pietro di Cadore dauert etwa sechs Stunden. Die Strada delle Malghe in der Val Visdende beginnt bei Pra Marino und führt über sieben Almen. Diese Wanderung ist schwierig und dauert etwa sieben Stunden. Die Angaben helfen, kurze und längere Vorhaben auseinanderzuhalten, ohne die verschiedenen Startpunkte und Ziele gleichzusetzen. Saisonale Bedingungen können die praktische Nutzung der Wege beeinflussen; prüfen Sie die Bedingungen vor dem Aufbruch.

Weitere Reiseziele entdecken: Mareson-Pecol, Nevegal, Ponte Nelle Alpi, Pescul, Padola, Paderno, Zoldo Alto, Pian del Cansiglio.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belluno.

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