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Für Miane lässt sich ein Aufenthalt über zwei unterschiedliche Schwerpunkte planen: die Kirchen des Ortes und Wege mit sehr verschiedenem Zeitbedarf. Wenn Sie Ihre Tage einteilen, können Sie eine leichte Hügelroute mit durchschnittlich vier Stunden einer als ganztägig beschriebenen Wanderung gegenüberstellen. Dazu kommt eine Mountainbike-Route mit eigenem Ausgangspunkt. Die historischen Bauten führen durch mehrere Jahrhunderte; die Wanderwege bieten einen weiteren Blick auf die Landschaft. Bei der Wahl einer Unterkunft kann deshalb die Frage helfen, ob Wanderungen den Tagesrhythmus bestimmen oder Kirchen und Ortsgeschichte im Vordergrund stehen.

Wanderungen mit unterschiedlichem Zeitbedarf

Der Itinerario delle chiesette ist eine leichte Hügelroute mit 13,5 Kilometern Länge, 300 Höhenmetern und einer durchschnittlichen Dauer von vier Stunden. Damit lässt sich diese Wanderung zeitlich gut von einer ganztägigen Tour unterscheiden. Der Itinerario delle malghe e casere ist als lange Route beschrieben und dauert einschließlich Pausen einen ganzen Tag. Er beginnt am Santuario Madonna del Carmine auf 476 Metern Höhe und führt zu Kämmen, die durchschnittlich 1.200 bis 1.300 Meter hoch liegen. Der Zeitvergleich ist ein praktischer Ausgangspunkt für die Tagesplanung: Bei der langen Route sind Pausen bereits in der Zeitangabe enthalten.

Eine andere Landschaft erschließt der Itinerario naturalistico 5. Er führt durch Weinberge und Mischwälder mit Kastanien, Pappeln, Schwarz-Hainbuchen, Haseln, Holundern, Stieleichen, Kirschbäumen und Birken. Die Gehölze geben der Beschreibung des Weges eine konkrete Vielfalt; neben den Weinbergen stehen unterschiedliche Waldpartien. Die Route führt nach Pecol Molin. Dort fließt ganzjährig ein Bach, und es befindet sich ein Wasserfall. So verbindet dieser Weg die Landschaft der Weinberge und Mischwälder mit einem natürlichen Zielpunkt.

Für Mountainbiker beginnt eine eigene Route bei den Parkplätzen neben dem Rathaus. Sie führt in Richtung Combai und erreicht die alte Straße zum Santuario Madonna del Carmine. Die Abfolge aus Startpunkt, Richtung und erreichtem Straßenabschnitt gibt der Streckenbeschreibung eine klare Orientierung. Sie unterscheidet sich damit von den Wanderrouten, deren Angaben vor allem Zeitbedarf, Höhenlage oder Landschaft in den Mittelpunkt stellen.

Kirchen und Ortsgeschichte

Das heutige Santuario Madonna del Carmine entstand in mehreren Bauetappen: Es wurde 1819 errichtet, 1828 erweitert und 1896 um den heutigen Chor ergänzt. Im Santuario wird außerdem ein altes Bildnis der Madonna dei Pastori aufbewahrt. Baugeschichte und Bildnis geben zwei verschiedene Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich mit der religiösen Geschichte Mianes beschäftigen möchten.

Bei der Chiesa Arcipretale di Miane lassen sich Kirche und Campanile zeitlich voneinander unterscheiden. Die Kirche wurde zwischen 1874 und 1878 errichtet. Der Campanile daneben entstand bereits 1400 als Wachturm und wurde später in einen Glockenturm umgewandelt. Zur Ausstattung der Kirche gehört eine Orgel von Gaetano Callido. Zu den Gemälden zählen die Natività, die einer überlieferten Aussage zufolge von Dall’Oglio ausgeführt wurde, sowie die Purificazione della Beata Vergine von Bellucci di Soligo.

Ein früherer Bezugspunkt der Ortsgeschichte ist die Chiesa campestre di San Pietro. Sie war Mianes erste Pfarrkirche und stammt aus dem Jahr 1300. Das Chiesa-Santuario di Ronch ist der Madonna Addolorata gewidmet und wurde zwischen 1830 und 1840 errichtet. Zusammen mit den späteren Bauetappen am Santuario Madonna del Carmine und der Chiesa Arcipretale ergibt sich ein zeitlicher Bogen durch mehrere Jahrhunderte. Für Ihre Reiseplanung stehen damit sowohl die Wanderungen mit klar unterschiedlichen Zeitrahmen als auch mehrere eigenständige Kirchen- und Kunstgeschichten zur Auswahl.

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