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Fossò eröffnet mehrere Zugänge zur lokalen Geschichte: die Antica Parrocchiale di San Bartolomeo del ‘700 mit ihrem Deckenfresko, Kirchenkunst in Sandon, eine antike Bronzefigur und eine Kulturroute, die durch den Ort führt. Die Bezüge reichen von einem Fund aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. bis zu Bau- und Kunstwerken des 18. Jahrhunderts. Für Ihre Reiseplanung macht es einen Unterschied, ob Sie einzelne Bildwerke in den Mittelpunkt stellen oder Fossò im Rahmen einer längeren, durch mehrere Baudenkmale geprägten Route kennenlernen möchten.

Kirchenkunst aus verschiedenen Zeitschichten

Die Antica Parrocchiale di San Bartolomeo del ‘700 in Fossò wurde am 8. September 1335 geweiht. Ihr Deckenfresko „La gloria di San Bartolomeo“ wird von der jüngeren kunstwissenschaftlichen Forschung Giambattista Canal zugeschrieben. Weihe und Zuschreibung geben zwei unterschiedliche Anhaltspunkte: Das Datum bezieht sich auf die Kirche, die Zuschreibung auf das Fresko. So stehen ein konkretes Weihejahr und eine kunsthistorische Einordnung des Bildes nebeneinander.

In Sandon hat die Kirche San Giacomo wahrscheinlich romanische Ursprünge; ihre Existenz ist spätestens im 13. Jahrhundert belegt. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie umfassend erweitert und restauriert. Bei dieser Gelegenheit entstand das Deckenfresko mit der Erscheinung Unserer Lieben Frau vom Pilar vor dem Apostel Jakobus. Das Hauptaltarbild, ein Werk von Giovanni Battista Pellizzari (1598–1660), zeigt die Erscheinung der Madonna mit dem Jesuskind vor dem Apostel Jakobus; im Hintergrund sind die Mauern von Verona und die Etsch zu sehen. Die Bildmotive setzen unterschiedliche Akzente: Das Deckenfresko zeigt die Erscheinung Unserer Lieben Frau vom Pilar, das Altarbild Madonna und Kind vor dem Apostel Jakobus.

Weitere Spuren der Ortsgeschichte

Die Chiesetta della Beata Vergine del Rosario in Fossò enthält wiederentdeckte Fresken mit Votivdarstellungen. Eine in Fossò gefundene Bronzefigur aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. ergänzt die Kirchenkunst um einen archäologischen Fund. Diego Mazzetto entdeckte die Figur und schenkte sie der Gemeinde; sie ist in einer Vitrine in der Gemeindebibliothek ausgestellt.

Die Trifora von Ca’ Pisani gilt als einzig erhaltenes Element des früheren Bischofspalasts von Fossò. In Sandon steht mit der Villa Caffrè ein weiteres historisches Bauwerk: Die Familie Caffrè errichtete sie in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Derzeit befindet sich die Villa in starkem Verfall.

Fossò entlang einer Kulturroute

Die etwa 25 km lange Route „Tra le Ville della Riviera e la Terra dei Tiepolo“ folgt Uferdämmen und führt durch Fossò. Zu den dort einbezogenen Bauwerken gehören eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert, das Pfarrhaus aus derselben Zeit und die Trifora von Ca’ Pisani. Damit bietet die Route einen über einzelne Fresken und Bauwerke hinausgehenden Rahmen für die Beschäftigung mit dem kulturellen Erbe des Ortes. Die Näherungsangabe zur Länge und der Verlauf entlang der Uferdämme geben dabei konkrete Orientierungspunkte für Ihre Auswahl.

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