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Auf dem Hügel mit den Überresten der ehemaligen Burg von Monteforte d’Alpone steht die Kapelle Sant’Antonio Abate. Sie wurde zwischen dem späten 13. und dem frühen 14. Jahrhundert errichtet; der ehemalige Wehrturm der Burg ist als Glockenturm der Kapelle erhalten. An diesem Bau lässt sich eine Veränderung über die Jahrhunderte hinweg ablesen: Ein Teil der früheren Burganlage erhielt eine andere Funktion. Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, begegnet hier einer konkreten Verbindung von mittelalterlicher Burg und Kapelle.

Kapellen, Fresken und historische Stationen

Auch der Palazzo Vescovile verbindet Kunst- und Ortsgeschichte. In seiner Kapelle befindet sich ein Fresko der Geburt Mariens, das Francesco Torbido 1534 schuf. Im September 1581 beherbergte der Palazzo eine Nacht lang Kaiserin Maria von Österreich. Sie reiste damals mit ihrem Bruder Maximilian von Böhmen nach Spanien. Diese genau datierte Station ergänzt die Kunstgeschichte um eine konkrete historische Reiseepisode.

Das Cristo Moro ist ein großes Kruzifix aus Buchsbaumholz aus dem Jahr 1500. Es wurde restauriert und in die Pfarrkirche von Monteforte überführt; die Pfarrkirche bewahrt außerdem Fresken von Giovanni Bevilacqua aus dem frühen 20. Jahrhundert. Bei den Werken stehen damit unterschiedliche Zeiten und Kunstformen im Blick: das Kruzifix mit seinem überlieferten Entstehungsjahr und die Fresken aus einer späteren Epoche.

In Brognoligo befindet sich die Grotta di Lourdes, eine Nachbildung der Lourdesgrotte mit einer Statue der Madonna. Sie wurde Anfang September 1948 eingeweiht. In der Grotte befindet sich auch eine Kopie der Bernardette-Statue aus Lourdes aus Carrara-Marmor. Das Vorbild ist die Bernardette-Statue aus Lourdes; die Kopie in der Grotte besteht aus Carrara-Marmor.

Ein weiterer kunsthistorischer Blick führt nach Borgolecco: Anfang des 17. Jahrhunderts ließ Benedetto Boniotti dem Anwesen, das seine Familie dort errichtet hatte, das Oratorio di San Carlo Borromeo hinzufügen. Das frühere Altarbild des Oratoriums schuf Claudio Ridolfi. Es zeigte die Jungfrau Maria mit dem Kind sowie die Heiligen Carlo Borromeo, Franz von Assisi und Johannes den Täufer.

Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Der Sentiero delle Contrade Storiche ist ein leichter Rundweg von 7,3 Kilometern zwischen Brognoligo und Costalunga. Länge, Schwierigkeitsgrad und Rundkurs geben diesem Weg ein klar beschriebenes Profil. Wer Wege lieber nach Landschaft und Verlauf einordnet, findet mit dem Sentiero tra Campi, Corti e Filari eine andere Ausrichtung: Er führt durch Felder, Weinberge, Gräben, Landstraßen und verstreute Höfe und ist nahezu vollständig eben.

Der Sentiero tra Campi, Corti e Filari ist außerdem für eine inklusive Nutzung mit Rollstuhl und Joëlette ausgewiesen. Diese Angabe gehört ebenso zur Orientierung wie der beschriebene Landschaftscharakter. Für Familien ist Mons Fortis, passi nella storia, als städtischer Trekkingweg ausgewiesen. Die Route führt zu Fuß oder mit dem Fahrrad vom Bischofsplatz über die älteste Contrada bis zu einem Bildstock am Ortsrand.

Die Wege unterscheiden sich somit nach mehreren konkreten Gesichtspunkten: Der Sentiero delle Contrade Storiche ist als leicht und 7,3 Kilometer lang beschrieben, beim Sentiero tra Campi, Corti e Filari stehen der nahezu ebene Verlauf und die ausgewiesene inklusive Nutzung im Vordergrund, und Mons Fortis verbindet die Ausrichtung auf Familien mit der Wahl zwischen Gehen und Radfahren.

Der Percorso 10 Capitelli beginnt an der Piazza Silvio Venturi. Holzschilder weisen den Weg; zusätzliche Schilder nennen die Bildstöcke, die unterwegs erreicht werden. Bei Routenpflege kann sich die Beschilderung ändern. Prüfen Sie sie daher vor dem Start, wenn dieser Weg zu Ihren Plänen gehört.

Auch für Mountainbike-Begeisterte eignet sich die Landschaft von Monteforte d’Alpone. So können Sie bei der Planung zwischen verschiedenen Interessen unterscheiden: Orts- und Kunstgeschichte, einem Weg mit nahezu ebenem Verlauf, einem familienbezogenen Trekkingweg oder Bewegung mit dem Mountainbike. Die Beschreibungen benennen dabei jeweils unterschiedliche Eigenschaften, statt alle Wege auf ein einziges Tourenprofil zu reduzieren.

Anreise und Weinbau

Monteforte d’Alpone wird von den überörtlichen Buslinien ATV 226 und X02 bedient. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan der Linien, damit Sie die Anreise mit dem Bus in Ihre Planung einbeziehen können.

Zum lokalen Weinbau gehören die Weine Soave Classico und Recioto di Soave: Monteforte d’Alpone ist ein Anbaugebiet für beide. Zusammen mit den historischen Bauwerken und den unterschiedlichen Wegen ergibt sich so ein Reiseziel, dessen Themen von Kunst und Ortsgeschichte bis zu Landschaft und Weinbau reichen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bonferraro, Colognola Ai Colli, Valgatara, Pacengo, San Zeno Di Montagna, Palù Dei Mori, Marano Di Valpolicella, Pedemonte

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Verona.

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