Vier Freskofragmente, eine romanische Apsis und Wanderwege mit Ausblicken ins Squaranto-Tal geben Mizzole markante Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt. Dazu kommen Radstrecken mit unterschiedlichen Verläufen. Sie können Ihren Schwerpunkt danach setzen, ob Sie vor allem Kunst- und Kirchengeschichte entdecken oder zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sein möchten.
Fresken, Kirchen und lokale Geschichte
Der 2020 zusammengestellte nationale Kulturerbe-Katalog führt vier abgelöste Freskofragmente aus der ehemaligen Kirche San Michele in Mizzole auf. Wahrscheinlich gehörten sie zu einem Zyklus zur Passion Christi. Der Katalog bewertet die Fragmente außerdem als beispielhaftes Zeugnis der veronesischen protoromanischen Malerei. Die San-Michele-Kirche, auch San Micheletto genannt, wurde im 11. Jahrhundert errichtet und liegt am Anfang des Mizzole-Rundgangs.
Auch die Pfarrkirche verbindet heutige Ortsgeschichte mit älteren Bauspuren: Sie ist den Heiligen Peter und Paul geweiht, und bei jüngsten Restaurierungsarbeiten wurden Spuren einer romanischen Apsis entdeckt. Die heutige Kapelle Santa Eurosia wurde im Sommer 1947 eingeweiht. Zu ihr gehören das Capitello, die Esche und Zeugnisse der mit der Heiligen verbundenen Gnadenerweise. Einer lokalen historischen Überlieferung zufolge brachten spanische Truppen Ende des 16. Jahrhunderts eine Statue der Heiligen Eurosia nach Mizzole.
Die Villen geben weitere Einblicke in die Geschichte des Ortes. Villa Arrighi steht auf einem Gebiet, das früher zu einer landwirtschaftlichen Siedlung der Benediktinerinnen des Klosters San Michele di Campagna gehörte. Zu den für Besichtigungen vorgesehenen Bereichen der Villa Romanelli zählen der Hof, der Portikus im Erdgeschoss und Wohnungen mit freskierten Decken im ersten und zweiten Obergeschoss. Bei Einzelbesuchen kann der Zugang eingeschränkt sein.
Wanderungen und Orientierungspunkte
Der Sentiero n. 264 beginnt in Mizzole und endet in der Ortschaft Croce di Romagnano. Vom Ausgangspunkt steigt er auf einem unbefestigten Weg durch Hänge mit Olivenbäumen und Reben in Richtung Piloton an. Für eine andere Landschaftsperspektive beginnt die historisch-naturkundliche Wanderung im Wald und öffnet sich weiter oben zu Panoramablicken über das Squaranto-Tal, Pigozzo und Rocchetta Bassa. Nach dem Verlassen der asphaltierten Straße führt ein ansteigender Weg bis zum Vajo Maroni. Eine 2023 veröffentlichte Beschreibung schildert diese Wanderung; prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Wegzustand.
Als zusätzlicher Orientierungspunkt steht das Capitello di Mizzole an der Ecke von Via Danieli und Via Fenzo, am Anfang des Dorsale-Preafita-Wegs. So unterscheiden sich die beschriebenen Möglichkeiten nicht nur durch ihre Landschaft: Der Sentiero n. 264 hat benannte Endpunkte, während die historisch-naturkundliche Wanderung Ausblicke und den Weg bis zum Vajo Maroni in den Mittelpunkt stellt. Aktuelle Bedingungen können sich ändern; informieren Sie sich vor einer Wanderung über den Zustand der Wege.
Radstrecken mit verschiedenen Schwerpunkten
Der Klimaanpassungsplan der Stadt Verona vom Oktober 2020 beschreibt die touristisch-ökologische Radroute 8.4 mit einem Abschnitt entlang des Torrente Quaranta zwischen Pigozzo und Mizzole. Von Mizzole führt die Route in Richtung Montorio auf einer Nebenstraße weiter, die durch die Ortschaft Ponte Verde verläuft. Prüfen Sie vor der Radtour die aktuellen Streckenbedingungen.
Eine 2021 veröffentlichte Beschreibung der Radtour Piccolo Stelvio, deren letzte Testangabe aus dem Jahr 2020 stammt, verortet den dritten Anstieg zwischen Olivenhainen und Weinbergen in Mizzole. Die MTB-Abfahrt „Variante Cocci – Jurassic Park“ wird in einer älteren lokalen Routenbeschreibung von der Via delle Rive in Pian di Castagnè bis zum Beginn des Jurassic Park im Vajo Mizzole geführt; auch hier empfiehlt sich vor der Nutzung ein Blick auf den aktuellen Zustand. Die Angaben setzen unterschiedliche Akzente: Route 8.4 benennt Abschnitte zwischen Orten, Piccolo Stelvio beschreibt einen Anstieg, und die MTB-Variante eine Abfahrt mit bezeichneten Endpunkten.
Planen Sie einzelne Touren mit Blick auf ihre jeweiligen Weg- und Zugangsbedingungen.
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