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Brendola verbindet bewaldete, von Wiesen geprägte Hügel und Weinberge mit einem flacheren Bereich zwischen den Hügeln. Landschaft, Baugeschichte und Weinbau bieten verschiedene Schwerpunkte für einen Aufenthalt. Brendola gilt als wichtiger westlicher Zugang zu den Colli Berici. Zur Orientierung veröffentlicht die Gemeinde eine Karte, auf der Sehenswürdigkeiten, Beherbergungsbetriebe, Dienstleistungen und Wege verzeichnet sind. So finden Sie auf einen Blick sowohl Ausflugsziele als auch praktische Anlaufpunkte für Ihre Planung.

Routen nach Zeit und Schwerpunkt

Die Route Centro Storico dauert etwa dreieinhalb Stunden und beginnt an der Piazzetta del Donatore. Sie ermöglicht es, die wichtigsten historischen Baudenkmäler im historischen Zentrum von Brendola zu entdecken. La Via dei Carri beginnt am Casa Natale S. Bertilla. Mit etwa eineinhalb Stunden hat sie die kürzeste der drei genannten Zeitangaben. Die Route Madonna dei Prati dauert zu Fuß etwa zwei Stunden und führt durch Weinberge, bewirtschaftete Felder und von Bäumen gesäumte Alleen. Die Zeitangaben helfen beim Vergleich des Zeitbudgets; ausdrücklich als Gehzeit ist nur die Dauer von Madonna dei Prati bezeichnet.

Eine weitere Route führt durch die Fraktion San Vito: Der Sentiero di San Vito e delle Fontane beginnt an der Via Lampertico und verläuft bis in den oberen Teil der Contrada Ca’ Vecchie. Unterwegs liegen vier Brunnen oder Waschplätze sowie das ehemalige Aquädukt der Fraktion San Vito. Auch die Antica Chiesa Benedettina di San Vito ist Bestandteil des Rundwegs. Die Route verbindet damit benannte Spuren der früheren Wasserversorgung mit einem Sakralbau am selben Weg.

Baugeschichte und kulturelle Spuren

Das Casa Natale S. Bertilla, Startpunkt der Via dei Carri, ist ein ländliches Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert, das seine ursprünglichen Merkmale und Ausstattungsgegenstände bewahrt. Die Torre Revese ist der erhaltene quadratische Turm eines spät im 16. Jahrhundert errichteten Komplexes, der der Familie Revese gehörte. Die Villa Piovene – Municipio ist heute Sitz der Gemeindeverwaltung und gilt als eine der eleganten gotischen Villen der Provinz Vicenza.

Die Chiesetta Revese ist Santa Maria Annunciata geweiht und ein Sakralbau der ersten Renaissance. Ihre Datierung ist umstritten; die heutige Konstruktion wird vermutlich auf den Zeitraum von 1486 bis 1499 zurückgeführt. Der Freskenzyklus im Inneren wird dem vicentinischen Maler Giovanni Buonconsiglio zugeschrieben. Bei diesen Bauwerken stehen unterschiedliche Aspekte im Mittelpunkt: die erhaltene Form eines früheren Komplexes, die architektonische Einordnung einer Villa und die vorsichtig datierte Renaissancekirche.

In San Vito di Brendola befindet sich außerdem ein antiker Hof benediktinischen Ursprungs. Mönche nach der Regel des heiligen Benedikt ließen sich dort bereits vor dem Jahr 1000 nieder und blieben bis zur napoleonischen Zeit. Diese Geschichte des Hofes ergänzt die Sakralbauten und Routen um eine lange historische Perspektive; sie ist von der gesondert genannten Antica Chiesa Benedettina zu unterscheiden.

Weinbau und regionale Erzeugnisse

Auch die landwirtschaftliche Prägung lässt sich konkret fassen. Der im März 2013 erstmals veröffentlichte Gemeindeführer beschreibt die Garganega als bedeutende autochthone Rebsorte der Berici und als mengenmäßig wichtigste weiße Rebsorte in Brendola; aus ihr werden verschiedene Weinsorten hergestellt. Zu den dort genannten charakteristischen Erzeugnissen gehören natives Olivenöl extra mit der geschützten Ursprungsbezeichnung D.O.P. der Colli Berici und Feigenkakteen, die unterhalb des Castello wachsen. Genannt werden auch traditionelle Backwaren, insbesondere das typische Pan Biscotto, sowie Honig. Erkundigen Sie sich vor Ort nach aktueller Verfügbarkeit und Anbau; einzelne Anbieter können sich ändern.

Weitere Reiseziele entdecken: Conco, Marostica, Altissimo, Tezze Sul Brenta, Zugliano, Pantiere, Chiampo, Agugliaro.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vicenza.

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